| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Kunrau - Köckte - Klötze |
| Länge: | 22,11 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR14 Großraum Braunschweig |
Diese Tour führt Sie durch die Altmark

Im frühen Mittelalter war die "Alte Mark" die östliche Grenzregion des Sächsischen Herzogtums zu den Wenden. In der Folge kam der größte Teil der Altmark unter die Herrschaft der Askanier und wurde später zur Keimzelle Brandenburgs und somit Preußens. Die Enklave Klötze war Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, den Nachfahren Heinrichs des Löwen. Auf dieser geschichtsträchtigen Tour fahren Sie auf der Altmark-Route und zurück auf wenig befahrenen Straßen - insgesamt 46 km. Dabei geht es zweimal leicht bergauf: im Klötzer Forst und vor Immekath. Die Tour startet am Bahnhof Kunrau. Über die Bahnhofstraße geht es zum Schloß (Am Park). Kunrau geht auf ein altes Rittergut zurück. Das Schloß wurde 1859 von Theodor H. Rimpau im italienischen Renaissancestil gebaut. Er hatte auch die Moordammkultur zur Entwässerung des Drömlings entwickelt. Ab hier folgen Sie der Beschilderung der Altmark-Route bis Klötze. Dazu geht es zuerst nach Süden in den Drömling, ein großes Feuchtgebiet mit unzähligen Kanälen und Entwässerungsgräben. Ihr Weg führt Sie durch Köckte, Trippigleben und Quarnebeck - mit sehenswerten alten Fachwerkkirchen und dann von dort in den Klötzer Forst - mit Naturlehrpfad und Rastmöglichkeit. Vor Klötze haben Sie noch ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster vor sich. Der Name Klötze ("Baumstamm") stammt aus dem Wendischen. Regiert wurde Klötze jahrhundertelang von den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg bzw. den aus ihnen hervorgegangenen Königen von Hannover und Großbritannien. Daran erinnern Braunschweiger Hof, Alte Schmiede, Goldener Löwe sowie der Celler Baustil in der Stadt. Sehenswert sind hier die Fachwerkkirche und die alte Windmühle, heute Restaurant. Am Ostrand der Stadt, direkt an der Altmark-Route, finden Sie ein Waldbad und einen Tierpark. Klötze verlassen Sie über Kirch- und Bergstraße. Zwischen Ziß- und Heidberg fahren Sie auf einer relativ wenig befahrenen Landstraße nach Immekath. Am Ende des Ortsteiles Kahlenberg finden Sie eine Kirchenruine aus dem Jahre 1200 und 1 km dahinter die Hoppenmühle. Über Dönitz und Schwarzendamm geht die Fahrt weiter, durch die Jeetze-Niederung und vorbei am großen Heydau-Forst. In Kunrau sind die Rundfahrer dann wieder am Ausgangspunkt angekommen.
Informationen als PDF herunterladen (1,48 MB)
Urheber: Horst Kiekhäfer / ADFC Minden www.adfc.de