| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Schnega, Lüchow, Bergen |
| Länge: | 57,06 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte, 1:75,000, RC13 |
| Kontakt: | Matthias Wahl, ADFC Lüchow-Dannenberg www.adfc.de |
Soviele "Kuscheldörfer" gibt es nur im Wendland

Streckenbeschaffenheit: überwiegend eben, ruhige Nebenstraßen und gut befahrbare Feldwege. Am Wegesrand: Rundlingsdörfer, Clenzer Schweiz, Freilichtmuseum Lübeln. Ausrüstung: Fernglas, Fotoapparat. An- und Abreise: per Bahn über Bahnhof Schnega. Stichwort: Rundling Nur im Wendland gibt es eine solche Anhäufung dieser eigentümlich kreis- oder hufeisenförmig gebauten Weiler, die so idyllisch und kuschelig wirken. Das Besondere: In einheitlicher Fachwerkbauweise sind die niedersächsischen Bauernhäuser allesamt mit ihrer Eingangsgiebelwand zum Dorfplatz hin ausgerichtet. Wie Tortenstücke verbreitern sich die Grundstücke vom Haupthaus aus nach außen hin. Der Dorfplatz in der Mitte ist frei von jeder Bebauung. Meist werfen die weit ausladenden Kronen einzelner Baumriesen ihre Schatten auf den friedlichen Treff- und Mittelpunkt. In der Regel liegen die Rundlinge abseits der Hauptstraße und nicht selten am Ende einer Sackgasse. Wer hineinfährt, fühlt sich gleich geborgen wie in einem Nest. Der Verdacht liegt nahe, dass eine solche Siedlungsstruktur aus einer harmonischen Gemeinschaft heraus entstanden sein muss. Fest steht, dass Rundlingsdörfer ausschließlich in Gebieten liegen, die vor einigen hundert Jahren von deutschen und slawischen Völkern gemeinsam besiedelt wurden. Auch heute noch bietet diese Dorfform seinen Bewohnern ideale Voraussetzungen, auf dem Dorfplatz vor der Haustür nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen oder sich in hintere Gefilde in die Privatsphäre zurückzuziehen. Heute sind die meisten Rundlinge "dorfverschönert". Häufig lädt außer der Bank um den Dorfbaum herum auch ein Café, ein Kunstgewerbe oder ein Museum zum Verweilen ein. Unsere Rundlingserkundungstour starten wir vor dem Bahnhof nach rechts und überqueren die Vorfahrtsstraße in Richtung Billerbeck. Dort folgen wir der Straße rechts entlang, fahren unter der Bahnunterführung hindurch und biegen an der Abzweigung rechts ab Richtung Schnega. An der abknickenden Vorfahrtsstraße radeln wir gerade aus weiter bis nach Schnega hinein. Wir verlassen den Ort in Richtung Jiggel und biegen in die 2. Straße links ein in Richtung Grotenhof. Die B 71 überqueren wir und fahren weiter durch Winterweyhe hindurch nach Starrel, folgen der Straße und erreichen nach kurzer Strecke eine Abzweigung. Rechts geht es zur "Blockhütte", einer Gaststätte mit einem Aussichtsturm in der sogenannten "Clenzer Schweiz". Hier ist Gelegenheit, eine schöne Rast einzulegen. Von der Blockhütte aus geht es wieder zurück zur Straße. Wir fahren rechts bis zur Vorfahrtsstraße, biegen dort wieder rechts ab in Richtung Clenze. Es folgt eine Teststrecke für unsere Bremsen, denn eine Serpentine führt ordentlich bergab. Haben wir Clenze heile erreicht, fahren wir links in den Ort hinein, vor der Volksbank rechts, folgen dann der Straße noch über die nächste Vorfahrtsstraße hinweg und strampeln dann den Berg hinauf. Nach dem Ortsausgang von Clenze nehmen wir die erste Straße rechts nach Gureitzen. In Gureitzen geht es weiter links Richtung Bussau, in Bussau rechts zu unserem 1. Rundling Bussau. Aus dem Rundling fahren wir rechts heraus und folgen auch der Straße weiter rechts. Hinter Bussau führt uns die erste Straße links ab nach Püggen und durch den Ort gerade hindurch nach Schwiepke. Dort fahren wir auf der Straße links runter Richtung Küsten. An der Vorfahrtsstraße biegen wir links ein, in Naulitz gleich wieder rechts ab nach Gühlitz, und dort schon am Ortseingang links. Wer zum 2. Rundling Gühlitz möchte, macht einen Abstecher nach rechts. An der B 493 nehmen wir rechts den Radweg bis zum Abzweig zum 3. Rundling Lübeln. Ihn verlassen wir über eine kleine Brücke am Parkplatz vorbei und nehmen dann gleich die nächste Möglichkeit rechts in Richtung Lüchow. Nach einem kleinen Stück Schotterweg erreichen wir die B 248. Auf ihr fahren wir rechts weiter nach Lüchow. In Lüchow geht es an der abknickenden Vorfahrt nach rechts in Richtung Clenze. Wir biegen an der ersten Abzweigung ein paar hundert Meter hinter Lüchow in Richtung Reetze wiederum rechts ab. An den Windrädern und an Reetze vorbei, gelangen wir nach Satemin. Wir folgen der Straße durch den 4. Rundling Satemin nach links in Richtung Güstritz. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab nach Lensian, überqueren dort die L 261 und kommen nach Schreyhan. Zum 5. Rundling geht es rechts ab. Wieder aus dem Rundling heraus, fahren wir rechts, an der Abzweigung Wustrow geradeaus vorbei durch Nauden hindurch zum 6. Rundling Luckau. Dort biegen wir wieder rechts ab in Richtung Clenze, folgen der Ortsdurchfahrt und kommen nach Bülitz. Um den Teich herum geht es durch den 7. Rundling Bülitz hindurch weiter Richtung Clenze. Die Straße führt an Beesem vorbei durch die Felder. An der Abzweigung Kussebode biegen wir links ab, im Dorf nach rechts und an der Weggabelung nach links in Richtung Schnega. Nach einem Stück Straße führt uns nun ein Feldweg durch den Wald. Wieder an der Straße biegen wir nach links ab und kommen nach ca. 0,5 km zum 8. Rundling Jiggel. An der Abzweigung Clenze fahren wir geradeaus Richtung Bergen. An der nächsten Ecke im Ort fahren wir links und gleich wieder rechts auf einer kleinen Feldstraße, die später in einen Pfad übergeht, aber gut zu befahren ist. Der Pfad führt nach Bergen, wo wir bald eine Vorfahrtsstraße erreichen, an der wir links abbiegen. An der nächsten Vorfahrtsstraße fahren wir rechts und gleich wieder links in Richtung Schnega-Bahnhof. Die letzten 5 km radeln wir auf der Straße. Sie ist aber nicht stark befahren. Wenn wir die Bahnunterführung passieren und noch einmal links abbiegen, sind wir zurück am Bahnhof Schnega.
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Urheber: © Matthias Wahl, ADFC Lüchow-Dannenberg