| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Stotel, Sandstedt, Driftsethe |
| Länge: | 50,18 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR3 Elbe-Weser-Dreieck |
| Kontakt: | Landkreis Cuxhaven hmartins@cuxland.com www.cuxland.com |
Hermann Allmers ist Namenspate dieser Route

Start: Stotel Ortsmitte bei der Kreissparkasse. Vom Ausgangspunkt nach rechts auf die Hauptstraße, übernächste Abzweigung links in die Schulstraße. Bei der Turnhalle rechts ab Richtung See, vorbei am Restaurant Haus am See. Danach links Parkplätze am See (Möglichkeit zum Surfen, Baden und angeln auf dem Stoteler See, DLRG überwacht). Weiter geradeaus über die Brücke A 27 bis zur Hauptstraße, dann links ab nach Holte. In Holte rechts ab in Richtung Dedesdorf. Über die neue Lunebrücke. Danach rechts ab. Nächste Möglichkeit links ab Richtung Wiemsdorf. Vorne links sieht man die Oldendorfer Mühle. In Wiemsdorf rechts ab, vorbei am Feuerwehrgerätehaus, weiter die Hauptstraße bis Ausgang Wiemsdorf, Richtung Eidewarden. In Dedesdorf links Sportplatz mit Tunhalle, weiter geradeaus bis zur Hauptstraße, dann links ab und entlang der Hauptstraße bis zur Kreuzung. Dort rechts Hotel-Restaurant Deichgraf. Weiter durch den Deichschart zum Fähranleger (rechts Restaurant Westerdeich), Blick auf den Fährverkehr. Der Weg geht zurück. Gleich hinter dem Deich rechts in die Süderdeichstraße einbiegen und immer unter dem Deich entlang Richtung Rechtenfleth. Links Radarstation und in Abständen mehrere Kolke. Rechts Lunesiel und Schöfpwerk, entstanden durch die Luneverlegung, Möglichkeit der Besichtigung. Auf der Weiterfahrt unter dem Deich rechts das neue Dreptesiel mit Deichüberfahrt, weitere Kolke in Richtung Rechtenfleth. An der Kreuzung in Rechtenfleth rechts das Denkmal Karls des Großen, links das Hermann-Allmers-Heim. Danach weiter unter dem Deich bleiben Richtung Sandstedt. Kurz vor Sandstedt überqueren wir die Straße zur Fähre. Diese Straße ist durch eine Schranke geschlossen, mit dem Fahrrad links vorbeifahren. Rechts der Campingplatz Sandstedt. Weiter unter dem Deich entlang vorbei am Restaurant Weserhof, dann links ab in Richtung Hagen, rechte Seite Radweg, vorbei am Hotel Deutsches Haus (links Kirche, rechts Kreissparkasse und Imbissstation). Weiter auf dem Radweg an der Kreisstraße bis zum Hinweisschild Sandstedter Moor, rechts ab. Nächste Möglichkeit links und auf Verbundsteinpflasterstraße geradeaus über die a 27. Durch Moor und Waldstück bis zum Moor und Waldstück bis zum Ende des Waldes. Dort rechts ab, am Wald entlang bis zur Grienenberggabelung (Asphaltstraße), links ab, nächste Gabelung wieder links ab und vorbei an der Bebauung auf der linken Seite bis zur Hauptstraße. Dort rechts ab und auf dem Radweg nach Hagen. In Hagen an der Kreuzung links ab Richtung Ortsmitte. Dort rechts ab abbiegen in Richtung Burg (Hallen- und Freibad, Tennisplätze und Rathaus, Besichtigung der Burg möglich). Am Rathaus Straße rechts ab in die Hauptstraße bis zum Kassebrucher Weg, links einbiegen Richtung Kassebruch. Bei der Kreuzung in Kassebruch in die Straße Am Dorfteich links ab über die Dreptebrücke. Die Hauptstraße entlang und vorbei am Glockenturm und Feuchtbiotop. Die Straße Am Dorfteich weiter Richtung Driftsethe (schöne Allee). Bei der Kreuzung rechts ab nach Driftsethe. In Driftsehte rechts ab, Asphaltstraße bis Kreuzung, dort in die Straße Hohes Wehr. Nach etwa 100 Metern wieder links einbiegen, vorbei am Friedhof (links Ehrenmal). Über den Ortsteil Tannendorf weiter auf der Asphaltstraße über die Dreptebrücke bis zur nächsten Kreuzung. Dort links ab in den Ortsteil Bramstedter Moor. Immer geradeaus bis zur Gabelung, rechts ab. Auf der rechten Seite Dorfplatz der Dorfgemeinschaft Schwegen. Die Hauptstraße fahren bis etwa 200 Meter vor der Einmündung in die L 135 (ehemalige B 6). Dort links ab in die Straße Hinter dem Busch. Wir fahren hinter dem Hahnenknooper Wald und bleiben auf der Asphaltstraße, die nachher scharf rechts abbiegt. Bei der nächsten Gabelung rechts abbiegen, vorbei an der Feuerwehr. Es kommt jetzt die L 135, rechts das Gasthaus Bathmann. Nun rechts auf den Radweg einbiegen, nach etwa 400 Metern die Landstraße überqueren und nach links in die Einfahrt Drostendamm einbiegen. Bei der nächste Gabelung links in den Drostendamm fahren, Asphaltstraße, nachher Schotterweg, dann wieder Asphaltstraße, Eichenallee bis Hetthorn. Bei der Gabelung an der Hauptstraße links ab, vorbei am Gemeindewappen Hetthorn, Richtung Stotel bis zur L 135. Diese überqueren und gleich wieder links nach Stotel einbiegen. Verbundsteinpflaster und Asphaltstraße hinter den Wohnblöcken entlang immer geradeaus bis vor den Wald. Dort rechts ab. Weiter bis zur Hauptstraße, dort links ab bis zum Ausgangspunkt Parkplätze Kreissparkasse. Was am Wege liegt Dedesdorf: Der Ort ist vor allem bekannt durch die Weserfährverbindung mit dem Oldenburger Land, dem Dedesdorf, das früher zu Oldenburg gehörte, auch heute noch verbunden ist. Es gehört der evangelischen Landeskirche Oldenburg an. St.-Laurentius-Kirche: Eine erste Kapelle soll in Dedesdorf um 1050 gebaut und um 1150 zur Pfarrkirche erhoben worden sein. Das jetzige Langhaus wurde in seinem westlichen Teil Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. An den Westteil schloss sich bis 1838 ein schmaler, in halbrunder Apsis endender Chor an, den ein Kreuzgewölbe überspannte. Chor und Apsis wurden 1838 abgerissen und durch ein Rechteck in die Breite des Schiffes ersetzt. Anstelle des mittelalterlichen romanischen Turms wurde 1870 der jetzige Backsteinturm errichtet. Wer die Dedesdorfer Kirche besucht, wird sich vor allem für die kleine, werkgetreu erhaltene Arp-Schnitger-Orgel interessieren. Sie ist von 1697/98. Die Kirche ist tagsüber geöffnet. Kirchenschlüssel beim Pfarramt in der Fährstraße 13. Rechtenfleth: Es ist ein noch sehr ursprüngliches Dorf unmittelbar an der Weser, das über viele Jahre ein kulturelles Zentrum des Marschenlandes war und - heute noch ist: Durch Hermann Allmers und das Hermann-Allmers-Heim. Hermann Allmers: Der Marschendichter, wie er genannt wird, wurde am 11. Februar 1821 als Sohn eines wohlhabenden Bauern geboren. Er war lebensschwach und mit einer schweren Mißbildung am Gaumen behaftet, so dass er die Nottaufe bekam. Der Weg des Jungen zeichnete sich sehr früh schon ab. Es war eigentlich klar, dass er Bauer werden sollte. Allein, er taugte dazu überhaupt nicht, und schmunzelnd wird noch heute in Rechtenfleth erzählt, dass er unter einem Regenschirm pflügte oder Pferde und Gespann einfach stehen ließ, um sich "nichtstuend poetischen Träumereien zu überlassen". Hermann Allmers, der von Privatlehrern erzogen wurde, wollte Naturforscher und Reiseschilderer werden. Er verzichtete darauf um der Eltern willen. Später aber ist er viel auf Reisen gewesen, und sein Buch "Römische Schlendertage" wurde zu einem Begleiter der gebildeten Romreisenden im 19. Jahrhundert. Berühmt wurde Allmers auch durch sein Studentenlied "Dort Saaleck und hie Rudolfsburg". Ende des Jahrhunderts hat sich Hermann Allmers noch zu einem treuen Freund der Worpsweder Künstler entwickelt. Er ist am 9. März 1902 nach kurzer Krankheit gestorben. Er ruht in einem bereits 1852 geschaffenen Gruftgewölbe auf dem Rechtenflether Friedhof unter einem aufgeschütteten baumumstandenen Hügel. Hermann-Allmers-Heim: Das Haus steht unmittelbar am Deich. Es ist die alte Wohnstätte des Marschendichters. Sie wurde so bewahrt, wie der Dichter, der "Alte vom Deich", sie hinterlassen hat. Das Haus wird von der Hermann-Allmers-Gesellschaft betreut. Es enthält viele Sammlungen und unter anderem auch ein Schwert, das von Karl dem Großen stammen soll. Das Haus kann dienstags bis sonnabends von 9 bis 11 und 14 bis 17 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden - montags geschlossen. November bis April nach Vereinbarung: Telefon (0 47 02) 810. Karl-der Große-Denkmal: Das Denkmal steht unmittelbar am Deich. Es wurde auf Veranlassung von Hermann Allmers aufgestellt, der fest überzeugt war, dass Karl der Große an dieser Stelle die Weser überquert hat. Sandstedt: Der Ort hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ferienplatz entwickelt (vor allem Camping). Bekannt ist aber auch der Bootshafen, wo sich unter anderem ein alter Leuchtturm befindet. Sandstedt ist außerdem Fährplatz ins Oldenburgische. St.-Johannis-Kirche: Die Kirche von Sandstedt, Johannes dem Täufer gewidmet, stand früher weiter westlich. Als sich das Flussbett der Weser nach Osten hin verlagerte, mussten Kirche und ein Teil des Dorfes aufgegeben werden. Die neue Kirche wurde 1420 dort erbaut, wo sie heute steht, wobei alte Mauern verwendet wurden. Ihre jetzige Gestalt erhielt sie 1609 bis 1613. Die charakteristische Drehung des Turmes ist auf einen Konstruktionsfehler beim Bau zurückzuführen. Im Innern der Kirche sind die Wandmalereien aus der ersten Bauzeit der Kirche bemerkenswert. Über der Sakristeitür ist Petrus zu sehen - Zeichen der Abhängigkeit der Kirche vom Erzbischof zu Bremen. Kirchenbesichtigung: April bis September sonnabends und sonntags nachmittags oder nach Vereinbarung, Telefon (0 47 02) 262. Hagen: Der inmitten einer sehr reizvollen Landschaft gelegene Ort ist bemerkenswert vor allem wegen der Burg, die etwa aus der Zeit um 1200 stammt und zunächst als Bollwerk gegen die Stedinger Bauern genutzt wurde. Später wurde sie Sommersitz der Bremer Erzbischöfe. 1575 fand dort die erste Trauung eines Bremer Bischofs statt: Heinrich von Sachsen-Lauenburg heiratete Anna von Broich, die Tochter des Bürgermeisters von Köln. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) residierte ein schwedischer Amtmann auf der Burg, die später als Gefängnis und danach - bis in unsere Zeit - als Wohnung des Amtsrichters diente. Sie wurde vor einigen Jahren restauriert und ist heute ein viel besuchtes Museum. Das Museum ist geöffnet Mai bis September dienstags bis freitags von 9 bis 12 und 16 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen. Oktober bis April von 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr. Mausoleum: Am Rande des Waldfriedhofs von Hagen liegt - fast vergessen - das Mausoleum des Arend Hüneken aus Harrendorf. Hüneken ging als armer Arbeiter in die Fremde und kehrte als reicher Industrieller in die Heimat zurück.
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