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Oisch´ Fett & Stolpernde Riesen

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Streckenverlauf:Abbensen, Eddesse, Oedesse
Länge:19,62 km
Kontakt:info.rathaus@edemissen.de
www.edemissen.de

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Informationen zur Tour

Ein naturkundlicher und geschichtlicher Rundweg zum Wandern und Radfahren

Gemeinde "Edemissen" - ... mehr als Land und Leute. Die Gemeinde Edemissen mit ihren 14 Dörfern, verteilt auf 103,5 km2, lädt Sie zu einem Spaziergang auf einem Rundweg ein. Diese Information soll auch Anregung sein, die liebenswerten Besonderheiten genauer zu erforschen. Insgesamt leben in Edemissen 12.000 Einwohner. Was den Reiz der Landgemeinde am Rande der Südheide ausmacht, sind die naturgebundenen Erholungsformen. Sei es das Wandern, Radfahren oder das Baden in den Naturbadeseen "Wehnsen" und "Wipshausen". Edemissen - mehr als Land und Leute. Herzlich willkommen - ... in Abbensen Beginnen Sie Ihren Rundweg in Abbensen, in der Sundernstraße gegenüber der Gedenkstätte. Mit z. Zt. 2.006 Einwohnern ist es die zweitgrößte Ortschaft nach Edemissen. Abbensen besitzt einen Kindergarten, eine Grundschule, das "Haus der Begegnung" mit Leihbücherei und Läden zur täglichen Versorgung. Nicht nur deshalb ist das Interesse von Bauwilligen ungebrochen groß. Es ist auch das "Drumherum". In der Sundernstraße können Sie sich anhand der Informationstafel näher über die Ortschaft selbst informieren. Der dort vorgeschlagene Rundweg durch und um Abbensen lohnt sich ebenso, wie die hier beschriebene Strecke, die auch Eddesse, Klein Eddesse, Oedesse und Oelheim umfasst. Abbensener Eichen- und Lindenallee Die als Naturdenkmal geschützte Eichen- und Lindenallee ist ca. 140 bis 160 Jahre alt und markierte die Wegeverbindung zwischen Abbensen und Eixe-Peine. Beim Verlassen der Ortslage erkennen Sie im Westen das Rittergut, den Stammsitz der Familie von Schwartz. (Zeichnung: Rittergut, Eingangspfeiler). Der "Halbser Teich" Der "Halbser Teich" ist ein Kleingewässer, das in einer wasserundurchlässigen Senke liegt, umgeben von der land- und forstwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Einige seltene Pflanzenarten der Roten Liste konnten hier gefunden werden, z. B. die Blasen-Segge, der Wasserschierling oder der Wasserschlauch. Die breiten Verlandungszonen und die hohe Artenvielfalt der Sumpf- und Wasserpflanzen schaffen gute Lebensbedingungen für Frösche, Kröten und Molche. Im 4. bis 6. Jh. entstanden an dieser Stelle mehrere Einzelhöfe, die heute noch als "Wüstung" bekannt sind. Die "Kniekuhlen" - ... dem Riesen auf der Spur In der näheren Umgebung entdecken Sie einige, heute dicht bewachsene Senken, die wie Inseln in der Landschaft liegen. Es heißt, sie stammen von einem Riesen! Am Blocksberg im Harz suchte er sich einen Stein, der turmhoch war, nahm ihn auf seine Schulter und marschierte los. Am Schwarzwasser geriet er ins Straucheln, und der schwere Stein flog über seinen Kopf hinweg und sank tief in die Erde, nur die Spitze ragte heraus - der "Fissenberg". An der Stelle aber, wo der Riese hingefallen war, sind fünf tiefe Löcher entstanden. Zwei Löcher haben die Knie in die Erde gedrückt, zwei die Ellenbogen und eins der Kopf. Vielleicht entdecken Sie noch weitere SAGEN-hafte Spuren! Von hier aus bietet sich ein "Schlenker" durch die "Steinkuhle" an, in der noch bis vor ca. 40 Jahren der gelbe Sandstein als Baumaterial gebrochen wurde. (Radfahrer Vorsicht!) Ein "Mammutbaum" erzählt Geschichten 1995 hat die Gemeinde Edemissen im Rahmen eines Wettbewerbs gefragt: "Wer hat den dicksten Hausbaum"? Keine Frage! Mit 475 cm Umfang in 1 m Höhe war die Eiche auf dem Grundstück "Vor den Höfen Nr. 2" in Klein Eddesse klarer Sieger. Jeder Hausbaum prägt die Hofanlage und vermittelt Geborgenheit. Ein guter Brauch, der heute leider bei vielen Hausbesitzern in Vergessenheit geraten ist. Erdölgebiet Eddesse Warum man die Ölpumpen, die hier zahlreich vertreten sind, "nickende Pferdeköpfe" nennt, muss wohl nicht näher erläutert werden. Der Förderbereich liegt zwischen 150 und 300 m Tiefe. Die erste Bohrung wurde 1950 niedergebracht. Heute noch werden aus ca. 30 Bohrungen rund 600 Tonnen Erdöl pro Monat gefördert. Seit 1950 ergibt sich eine Gesamtförderung von über 820.000 Tonnen. Die "Schwarzwasserniederung" Das im "Blumenhagener Moor" ent springende Schwarzwasser ist bis zu der Kalihalde in Klein Oedesse als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Darüber hinaus bis zur Mündung in die Fuhse ist es ein Landschaftsschutzgebiet. Durch wasserstauende Schichten im Untergrund wachsen hier Röhrichte, kleinflächige Erlenbruchwälder und artenreiche Nasswiesen. Im Frühjahr und Sommer ist gelegentlich der Storch bei der Nahrungssuche zu beobachten. Die "Eddesser Seewiesen" Früher befand sich an dieser Stelle ein See. Mit seiner Verlandung im 18. Jh. bildete sich ein Niedermoor, dessen Torfschichten im Kernbereich eine Mächtigkeit von mehr als 20 m aufweisen. Wegen seiner Einzigartigkeit und seiner Bedeutung als Lebensstätte für seltene Tier- und Pflanzenarten wurden die "Eddesser Seewiesen" 1985 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Sie dürfen im Naturschutzgebiet die Wege nicht verlassen, das Betreten dieses Geländes ist lebensgefährlich. Die Seewiesen werden noch heute durch die Seerinne künstlich entwässert, um die nähere Umgebung landwirtschaftlich nutzen zu können. Im Zentrum ist ein natürlicher Erlenbruchwald entstanden. Ein Besuch in "Eddesse" - ... eine runde Sache Eddesse ist ein typisches Runddorf und zählt z. Zt. 1.022 Einwohner. Die Ortschaft hat ihr landwirtschaftlich geprägtes Aussehen gut bewahren können. Zum ersten Mal wurde "Eddinkhusen" 1926 erwähnt. Ein Zeugnis dafür, dass Eddesse einer der ältesten Schulorte des Nordkreises war, lässt sich in einer Kirchenakte aus 1576 nachlesen, wo es heißt: "custos hält Schule" (Der Küster unterrichtet). Seit 1990 werden Baumaßnahmen, die dem Erhalt der ländlichen Bausubstanz dienen, aus Mitteln der Dorferneuerung des Landes Niedersachsen gefördert. Der Dorfplatz in der "Runden Straße" lädt zum Verweilen ein. Eine Informationstafel gibt Ihnen weitere Hinweise. "Keramikstudio Sigrid Theißen" Wer Zeit und Lust hat, lebendiges Kunsthandwerk näher kennen zu lernen, macht einen Abstecher zu Frau Sigrid Theißen, Dollberger Straße, neben der Begegnungsstätte. Sie arbeitet mit dem Naturmaterial Ton in den verschiedensten Varianten und bietet auch freies Töpfern in Seminaren an. Ein Besuch lohnt sich immer. Bitte, telefonisch voranmelden unter Tel.: 05176/7370. "Flugplatz Eddessee " - ... voll den Überblick Ca. 50 einmotorige und 2 bis 3 zweimotorige Maschinen sind in 9 Hangars auf dem Verkehrslandeplatz Peine-Eddese beheimatet. Das etwa 4 ha große Areal besteht über 30 Jahre und ist ein interessanter Anziehungspunkt für Jung und Alt. Auf Anfrage können Sie bei gutem Flugwetter einen Rundflug bestellen und die Gemeinde Edemissen aus der Vogelperspektive erleben. Organisation und Preis unter Tel.: 05176/7545 (Flughafen-Restaurant). "Berkhöpen" - ... erstmal aufatmen Das 180 ha große Mischwaldgebiet lädt zum Verweilen ein. Buchen, Traubeneichen und Birken prägen dieses herrliche Gebiet. Daher stammt auch der Name "Berk" = Birkenhöpen, ein alter Flurname. Vom Waldgebiet umschlossen erkennen Sie den Industriepark der Preussag Armaturen GmbH. Die dort ansässigen Firmen bilden die führenden Industriebetriebe in der Gemeinde Edemissen. Ölpumpe Oedesse Die Oedesser Pumpe, aus dem Jahre 1936, wurde von der Preussag gestiftet und erinnert an die Zeit, wo der Ortsteil Berkhöpen vor der Gebietsreform noch zur Ortschaft Oedesse gehörte. Oedesse besteht aus den drei Ortsteilen: Oedesse als Kernort, Klein Oedesse und einem Teil der Splittersiedlung Oelheim. Mehrere Vereine und zahlreiche Aktivitäten, wie z. B. die jährliche Dorf-Olympiade, bietet den 634 Einwohnern ein umfangreiches Betätigungsfeld. An der Begegnungsstätte lädt ein Rastplatz mit Grillmöglichkeit und Info-Tafel zu einer Pause ein. "Oisch´Fett" - ... das Gold des Nordens Neben den Erdölfunden wurde die wertvolle Sole gefördert, die schon vor über 100 Jahren als Heilwasser sehr beliebt war. Dieses unscheinbare Wasser wurde aus Gruben von Menschenhand abgegraben. Diese Gruben dienten den Menschen zum Sammeln des begehrten und geschätzten "Oisch´Fetts" (Oedesser Fett). Das Erdöl, das sich auf der Wasseroberfläche befand, wurde dort mit Büscheln aus Binsen abgefischt. Seither haben die Gruben nach dem Namen "Bergtheer" ihren Namen "Theerkuhlen". Kaliwerke Klein Oedesse-Oelheim Von 1905 bis 1912 wurde in Klein Oedesse der Schacht der Hannoverschen Kaliwerke bis zu einer Tiefe von 906 m abgeteuft (in die Tiefe gebaut). In der Zeit zwischen 1913 bis 1926 wurden jährlich etwa 70.000 Tonnen Kali- und Steinsalz gefördert. Am 13.08.1936 kam es zu einem Wassereinbruch, der das Absaufen der gesamten Schachtanlage zur Folge hatte. Heute zeugt lediglich eine 10 - 15 m hohe Abraumhalde vom einstigen Kaliabbau. Der Rundweg endet wieder in Abbensen. Mit dem "richtigen Auge" können Sie sicherlich noch mehr Besonderheiten in der Gemeinde Edemissen entdecken. Viel Vergnügen bei Ihrem Aufenthalt. Nicht alle beschriebenen Wege befinden sich im Eigentum der Gemeinde Edemissen. Für die Streckenqualität wird keine Gewähr übernommen. Die Haftung ist ausgeschlossen. Gaststätten am Rundweg: Abbensen, Gasthaus Guido Hippe (Inh. O. Bahl), Alte Dorfstr. 6, Tel.: 05177/8243. Eddesse, Gasthaus "Sportklause", Dollberger Str. 1, Tel.: 05176/352. Flugplatzrestaurant "Casino", Am Flugplatz, Tel.: 05176/7545. Oedesse, Gasthaus "Glückauf", Wendesser Str. 2, Tel.: 05176/388.

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Urheber: © Gemeinde Edemissen

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