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Kleine Umwege - Sehenswertes abseits der Strasse

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Marwede (Friedhof)
Streckenverlauf:Räderloh, Bargfeld, Eldingen, Endeholz
Ziel:Marwede (Friedhof)
Länge:30,00 km
Dauer:1 Tag
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1 : 100 000 |14|
Großraum Braunschweig
Radwanderkarten 1 : 75 000 | RC31|
Celler Land
Kontakt:Samtgemeinde Eschede

samtgemeinde@eschede.de
www.eschede.de

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Informationen zur Tour

Radtour rings um Eschede

Für Radwanderer, die mit dem PKW nach Marwede kommen: Folgen Sie der Hauptstraße durch das ganze Dorf, bis sie sich gabelt. Vor Ihnen liegt ein niedriges Fachwerkhaus unter alten Eichen und links begleitet sie ein Zaun aus behauenen Feldsteinen. Sie halten sich daran entlang und sehen wenig später die kleine Kapelle. Dort vor dem Friedhof können Sie Ihr Fahrzeug beruhigt parken. Zum Friedhof: Angelegt wurde er 1943 als Waldfriedhof, der Fundort des großen Findlings lag nicht weit entfernt im Wald, der etwas kleinere wurde später an Ort und Stelle zutage gefördert. Im Eingangbereich die Fragmente einer mächtigen Kiefer - fast 300 Jahre alt wurde die "Rauhe Fuhre" geschätzt. Aber Start frei zur ersten Etappe! Ein Stück Straße zurück; dann gleich links abbiegen über den kleinen Hügel, den Heuberg, um die gestutzte Beseneiche herumfahren und entlang der Weißdornhecke hinaus ins Grüne. Durch weite Felder, den Wald erreichend und bald auch das glasklare "Schmalwasser" überquerend, landen sie etwas abrupt auf einem typischen Heideweg. Vielleicht müssen Sie ein kurzes Stück schieben - aber gleich heißt`s aufpassen: den ersten "Umweg" nicht überfahren! Gut sichtbar, kaum dass Sie wieder aufgestiegen sind, geht er links ab, nicht erst bis zu den Teichen fahren! Nun einfach dem Weg folgen, er macht kurz darauf schon den ersten Bogen nach rechts. Im allgemeinen ist er gut befahrbar, mal ein Matsch- oder Sandloch - eine echte Heidetour! Bald tauchen rechts fast unberührte kleine Wasserflächen auf. Mehr oder weniger nah ist Ihnen der nächste Bach, der Räderbach, nur etwa 4 km lang, speist er die Teiche, d. h. der Bach selbst ist hier gar nicht zu erkennen. Nach 2 km landen Sie wieder auf einem schmalen Asphaltband. Dem folgen sie nach rechts und können hier wenn Sie Glück haben, unzählige Seerosen in Blüte bewundern. Nun ist Räderloh schnell erreicht. Sie überfahren die erste Kreuzung und biegen dann an der Vorfahrtstraße rechts ab (in die "Lindenstraße"). Viele Anzeichen deuten in Räderloh auf Pferdesport hin: hier befindet sich das Bundestrainingslager für Gespannführer. Aber auf Sie wartet nun der nächste Umweg. Aber - Sie müssen nicht! Dann bitte vor der Kurve am Ortsausgang rechts ab! Etwa 4 km könnten Sie sich sparen, aber heben sie sich das Abkürzen lieber für später auf! Radeln Sie bis hinter das Ortschild. Rechts liegt ein dicker Findling. Dort zweigt ein Weg ab, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Wald und eine besonders anmutige Wiesenlandschaft erwarten Sie. Die Fahrt endet auf einer Weide, dort ist eine ganz besondere Entdeckung zu machen - haben Sie den einfachen Bohlenzaun dicht neben dem Weg überhaupt wahrgenommen? Schauen Sie selbst - eine kurze Rast an diesem so liebevoll gepflegten Ort der Besinnung sollte "drin" sein. Leider heißt es hier nur: gleiche Strecke zurück bis Räderloh. In der Eingangskurve der Dorfstraße, kurz bevor Sie links abbiegen müssen, ist ein geschnitztes Holzschild angebracht: "Imkerei - Königinnenzucht". Information gibts beim Honigkauf gratis! Also, links herum - Sie kommen durch eine kleine Senke, und an der nächsten Kreuzung geht es wieder links herum! Bargfeld wird angesteuert, dort ist wieder eine Verkürzung möglich (gestrichelte Linie auf der Karte.` Aber wenigstens ansehen sollten Sie sich Bargfeld, die Wahlheimat Arno Schmidt`s, durch dessen literarischen Großwerke ("Zettels Traum", Kühe in Halbtrauer, Abend mit Goldrand z. B.) dieser kleine Heideort inzwischen Weltruhm in Fachkreisen erworben hat. Das Schild mit dem Hinweis auf die Fischräucherei (superfrisch und lecker) an den Teichen kurz vor der Ortschaft haben Sie doch nicht übersehen? Die ganze Anlage, wie auch das nahe Freibad (über die Brücke zu erreichen), werden durch das Schmalwasser gespeist, das hier in die Lutter mündet. Sie fahren "unterhalb" des Dorfplatzes mit den vielen Eichen entlang. "Oberhalb" ist eine Einkehrmöglichkeit: Gasthaus Bangemann (montags Ruhetag, 13-15 Uhr Pause). Aber vorher der nächste Umweg: Am Vorfahrtsschild halten Sie rechts auf eine Brücke zu. Dort an der Lutter finden Sie die ehemalige Wassermühle. Aber wieder: kehrt marsch; nicht über die Brücke, sondern entgegengesetzt! Noch ein kleiner Bach, der "Köttelbeck": links, kurz vor den letzten Häusern, ist das Tal deutlich zu erkennen. Auf der Straße gelangen wir nach Eldingen. Der Autoverkehr ist nur gering. An der Kreuzung gegenüber der Kirche fahren Sie rechts bis zu einem griechischen Restaurant (Mittagstisch, Dienstag Ruhetag). Hier der Eldinger Umweg: Ein Abstecher in den Schloßpark! Parallel zur Straße, direkt gegenüber der Wirtschaft, befindet sich der "Alte Kirchweg". Ganz links in der Ecke liegt der versteckte Zugang zum Wanderrundweg (gestricheltes Rechteck auf der Karte). Zu entdecken gibt es den alten Schloßfriedhof, einen idyllischen Weg entlang der Lutter, die zum Gut führende Ahornallee und das renovierungsbedürftige Schloß im verwunschenen Park. Wieder am Ausgangspunkt zurück, fahren Sie nach rechts zur großen Kreuzung. Dort geht es in Richtung Eschede weiter. Vor der Lutterbrücke passieren Sie eine gewaltige, alte Wassermühle. Sie wurde früher durch Stauung von Turbinen angetrieben und war mit einem Sägewerk und einer Dampfbäckerei verbunden. Heute werden hier Feriengäste beherbergt. Überqueren Sie die Brücke und schlagen den Weg links vor dem Grillplatz ein; dann bitte recht ab. Achtung, stärkerer Autoverkehr! Einige 100 m geht`s entlang der Straße, bis Sie im rechten Winkel (nicht den asphaltierten Weg schräg nehmen!) abfahren und nun wieder sehr ruhig und bald auch komfortabler durch die Felder bis Heese radeln. In Heese fahren Sie rechts herum auf die Hauptstraße, die Sie schon in der nächsten Kurve geradeaus wieder verlassen. Biegen Sie bald darauf (ca. 1 km) links nach Endeholz ab (holprig!). Genauso verfahren Sie beim nächsten befestigten Weg. Endeholz ist noch als typisches niedersächsisches Dorf zu erkennen. Sie ""drehen" nun eine Dorfrunde: zunächst immer der Hauptstraße entlang bis vor das Gasthaus Cohrs. Dieses ist noch eine richtige Dorfkneipe mit blankgescheuerten Holztischen, man geht hier zum ""Kreuger" ein Bier trinken! ". "Am Denkmal", der kleinen Gedenkstätte auf der Kreuzung, schlagen Sie Richtung Marwede ein. In der letzten Kurve, hinter der Bushaltestelle, geht`s wieder rechts ab. Dann bleiben Sie immer auf dem Asphalt und fahren im Bogen den "Fuchsberg" "hinauf bis zum letzten Gehöft. Auf diesem Weg kommen Sie am Waldrand erneut an die Lutter. Ganz deutlich sind an dieser Stelle Maßnahmen des Renaturierungsprogrammes zu beobachten: u. a. sind die dunklen Fichten abgeholzt. Die ursprünglichen Schwarzerlenbestände lassen mehr Licht hindurch. An der Schutzhütte, die Sie bald erreichen, biegen Sie ein letztes Mal nach links ab, ehe Sie auf diesem Wege wieder in Marwede "einlaufen". Alle Umwege geschafft? Anerkennung!

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Urheber: © Samtgemeinde Eschede

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