| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Marwede (Friedhof) |
| Streckenverlauf: | Räderloh, Allersehl, Langwedel, Groß Oesingen, Bargfeld |
| Ziel: | Marwede (Friedhof) |
| Länge: | 49,98 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, R16, RC31 |
| Kontakt: | Samtgemeinde Eschede samtgemeinde@eschede.de www.eschede.de |
Radtour rings um Eschede

Park-Tip für PKW in Marwede: am Friedhof. Immer der Hauptstraße folgen, an der letzten Gabelung links halten, bis Sie die kleine Kapelle sehen. Pausen-Tip für hungrige Radler: An der Route liegen mehrere Gasthäuser, im Text wird vereinzelt darauf hingewiesen. Sie starten in Marwede an oben erwähnter Gabelung nach Räderloh. Dabei überqueren Sie das Schmalwasser, passieren eine kurze Sandstrecke und kommen an Teichen vorbei. Räderloh berühren Sie nur am Rande. Vor der Ortschaft geht es links ab. Die nächste Kreuzung überfahren Sie geradeaus, die Strommasten begleiten Sie nach Auermühle. Dieser Feldweg ist nicht durchgehend befestigt, jedoch mit dem Rad zu schaffen. In Auermühle treffen Sie auf die normale Straße, die aber nur wenig Autoverkehr hat. Diese öffentliche Straße führt im Bogen um das Gut herum (lange Zeit im Privatbesitz des Familienunternehmens Wagner: "Pelikan"). Sie überqueren dabei die Lachte, die nicht weit entfernt von hier ihren Ursprung nimmt, und stoßen dann auf die Bundesstraße 4. Nachdem diese belebte Harz-Heide-Verbindung überwunden ist, geht´ s geradeaus bis Allersehl. Wenn Sie hier die vielen Kurven mit Bravour oder dank der Wegweiser zielgerecht geschafft haben, ein Tip: sehr gute Küche im Gasthaus Holzgrefe! Die nächste Etappe ist Weddersehl (Richtung Hankensbüttel). Dort gut aufpassen! Unser Ziel liegt rechts der Durchgangsstraße. Sie sehen bitte nach dem Rad- und Wanderweg Richtung Repke, aber mit Hinweis auf die "Schnuckenheide". Dieses Gebiet wurde 1975 unter Naturschutz gestellt. Wenn Sie Glück haben, können sie sich auch an den urigen, flinken, gehörnten Heidschnucken erfreuen, deren große Herde durch die Kunst des Schäfers und seiner Hunde zusammengehalten und dirigiert wird. Die dauernde Beweidung verjüngt die Heide und regt zur Blüte an. Der Reiz dieses Naturschutzgebietes liegt in der lockeren Birkenbestockung, dazwischen einzelne Eichen und viele malerische Wacholdergruppen. So schwer der Abschied fällt - weiter geht es nach Repke. Dabei kommen Sie am Segelflugplatz vorbei und landen an der belebten Straße dicht vor dem Hotel Dierks (auch eine gute Gelegenheit, zu Mittag zu essen). Sie umrunden den kleinen Teich auf der anderen Seite, überqueren die Bahnschienen und halten sich links, dann am Wegweiser nach Langwedel. Sie durchfahren diesen Ort ganz und wollen weiter in Richtung Teichgut. Sie befinden sich am Rande der sehr reizvollen Oerreler Heide. Die Radwanderwege sind gut befahrbar. Mitten in der Einsamkeit eine Kreuzung! Hier biegen Sie rechts ab nach Klein Oesingen. Das Verkehrszeichen "für Kfz gesperrt" kann Ihnen nur recht sein! Achten Sie auf die Markierung: R 4. So bleiben sie auf dem richtigen Weg. Ca. 4 km im Zick-Zack-Kurs geht es jetzt durchs Erdölgebiet. Eine besonders abwechslungsreiche Landschaft begleitet Sie, und bald werden Ihre Strapazen für heute ein weiteres Mal belohnt: Sie haben das von Erlen beschattete "Schwarzwasser" erreicht, einen der bekanntesten und längsten Bäche der Südheide. Links von Ihnen liegt das Meesen- und rechts das Kuhlemoor, einer der wenigen Abschnitte, an dem sich dieses Gewässer noch in einem naturnahen Zustand befindet. Hier können Sie noch den typischen Ruf des Kiebitz hören. Von Klein Oesingen zügig nach Groß Oesingen. Besondere Tradition hat hier das Schützenwesen. Mindestens seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich der Brauch der Siegerehrung durch eine Kette mit Schützenvogel. An der älteren Schützenkette Groß Oesingens befindet sich ein solcher mit der eingravierten Jahreszahl 1653. Die einzelnen Schilde der Kette hatten nach der Gifhorner Schützenordnung von 1704 den Namen des Königs, die Jahreszahl und das Standes- oder Berufsemblem des Stifters zu tragen. Es ist ein Schild, der Widmung nach im Jahre 1660 gestiftet, erhalten. In Groß Oesingen treffen Sie wieder auf die Bundesstraße, die Sie möglichst vor der sehr unübersichtlichen Kurve überqueren, denn genau dort geht es ab nach Steinhorst. Vorbei am Sportplatz, über den kleinen Bach "Wiehe" und links dann dem Wegweiser folgend radeln Sie nach Zahrenholz. Das nächste Ziel heißt Schmarloh. Wenn Sie später mal an eine einsame Gegend denken - diese beeindruckende Einöde ist auf jeden Fall dabei! An der schmalen, birkenbestandenen Straße sind in langen Abständen Zufahrten zu lauter Einzelhöfen. Ein wenig unheimlich wirkt die Gegend auch wenn doch noch ein Schild: "Siedlung Schmarloh" auftaucht. Sie biegen mit den als Orientierungshilfe dienenden Strommasten rechts ab. Auf diesem Wege nach Grebshorn sehen Sie unterwegs - rechts im Gelände - einen großen, alten Schuppen: ein ehemaliges Torfwerk. Die dünne Besiedlung dieses Landstriches war mühsam, Hof für Hof wurde das Moor urbar gemacht. In Grebshorn treffen Sie auf die "Apfelallee" und danach auf die Hauptstraße. Sie folgen dieser bis zum Lachteweg (rechts) und steuern jetzt Metzingen an. Die kürzeste Verbindung führt über die Lachte und ein Stück weiter - sich rechts haltend - über den Segelflugplatz (gestrichene Linie). Eine Geradeaus-Fahrt über Ziegelei und dann rechts ab nach Metzingen ist auch möglich. An der Hauptkreuzung halten Sie sich Richtung Steinhorst. Aber gleich darauf überqueren Sie die Straße und nehmen den gegenüberliegenden Weg. Wenn Sie in der Ferne ein Andreaskreuz sichten, sind Sie richtig. Hinter den Bahnschienen wird dieser Weg von einer verkehrsreichen Straße unterbrochen, aber für Sie geht´s gegenüber weiter. Nach kurzer unebener Strecke - wenn vor Ihnen schon Bargfeld auftaucht, und Sie die größere Straße bereits sehen - bitte links einschlagen. Bargfeld, die letzte Station Ihrer langen Tour, passieren Sie oberhalb des eichenbestandenen Dorfplatzes, vorbei am Gasthaus Bangemann. Über die Schmalwasser-Brücke am Ortsausgang geht die Tour dem Ende entgegen. Die Mühe mit dem Sandloch, das hinter dem Freibad noch zu bewältigen ist, haben Sie bis Marwede hoffentlich wieder vergessen. Wir möchten Ihnen zum Schluß noch etwas wünschen: Alles Gute für den Muskelkater!
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