| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Eschede |
| Streckenverlauf: | Eschede, Habighorst, Rebberlah |
| Ziel: | Eschede |
| Länge: | 24,41 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, RC31 |
| Kontakt: | Samtgemeinde Eschede samtgemeinde@eschede.de www.eschede.de |
Radtour rings um Eschede

Vom Rathaus geht es links über die große Kreuzung und gleich rechts in die Albert-König-Straße. Sie wurde nach einem Escheder Heidemaler benannt (1881-1944; sehenswertes Museum in Unterlüß).
Weiter über die Aschaubrücke zur Südstraße in den historischen Dorfkern, wo auf Haus Nr. 13 ein Storchennest zu bewundern ist, und weiter ortsauswärts bis zum Habighorster Weg. Dort rechts ab, vorbei an den ehemaligen Grashöfen und Stauwiesen im Tal der Aschau. Nun immer geradeaus bis zum Ortsanfang Habighorst.
Hier geht es die 2. Abzweigung rechts in den Mühlenweg bis zur alten "Hasselmühle", einer schon im 15. Jh. erwähnten Wassermühle am Bachlauf der Aschau. Kurz hinter der Mühle biegen Sie links ab in den Schulweg, vorbei an der alten Dorfschule, auf die Dorfstraße. Hier halten Sie sich rechts. An der Kreuzung geht es dann geradeaus über die Hauptstraße in den Quarmühlenweg.
Nun fahren Sie zunächst geradeaus, bis rechts
das Naturschutzgebiet "Wacholderpark/Hoppenriethe" erreicht ist.
Bis in die vierziger Jahre war hier eine große Heidefläche mit alten Wacholdersträuchern und einem großen Schafstall. Heute muss der Wacholderpark mit erheblichem Aufwand künstlich "über Wasser gehalten werden". Andernfalls würde die Fläche innerhalb weniger Jahre vom Wald erobert werden. An dieser größten verbliebenen ursprünglichen Heidefläche im Nahbereich Eschedes läßt sich gut erkennen, wie noch bis Ende des letzten Jh. weite Teile der Heide aussahen, bevor dann Schnuckenzucht und Heideimkerei durch Importprodukte immer unrentabler wurden und großflächige Aufforstungen mit Nadelhölzern begannen.
Nach einer kleinen Verschnaufpause geht es auf dem Quarmühlenweg wieder zurück und dann in westlicher Richtung zur Bundesstraße 191. Auf dem Radweg entlang der B 191 fahren Sie erst einmal ein gutes Stück Richtung Celle. An der Abzweigung nach Burghorn kommen Sie links am Ponyhof Raminger vorbei (Anbieter von Kutschfahren).
Jetzt müssen Sie rechts über die B 191. Vorsichtig, hier wird gerast! Das nächste Hindernis folgt unmittelbar: Die Eisenbahnbrücke über die Hauptstrecke Hannover-Hamburg. Mit guter Kondition ist das aber kein Problem, notfalls schieben wir... .
Jetzt führt unsere Route auf dem "Heuweg" direkt nach Rebberlah. Dieses verschlafen wirkende 50-Seelen-Dorf war früher Knotenpunkt wichtiger Handelsstraßen in der Heide und so etwas wie eine mittelalterliche "Autobahnraststätte". Irgendwie scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Es lohnt sich, in dem tausendjährigen Ort mit seinen vielen alten Gebäuden und typischen Eichenhainen etwas herumzuschauen.
Schließlich geht es in der Dorfmitte vorm Trafohaus rechts ab nach Starkshorn. Wer keine Puste oder keine Zeit mehr hat, kann hier auch die Abkürzung der gestrichelten Route nehmen und auf direktem Weg nach Eschede zurückradeln.
Wenn Sie aber noch etwas Luft haben, folgen Sie dem Radfernweg, der durch die weißen Pilz-Wegweiser gekennzeichnet ist, gen Starkshorn. Entlang dieser Strecke sind bis heute noch Spuren der Waldbrandkatastrophe von 1975 deutlich zu erkennen. Auf der rechten Seite hatte sich das Feuer damals bis tief in das Rahmoor gefressen.
Starkshorn ist bald erreicht. Diese Siedlung ist 1450 entstanden und besteht noch heute lediglich aus zwei eindrucksvollen Heidehöfen mit wunderschönem Fachwerkensemble. Auf der Landstraße geht es dann in Richtung Eschede weiter. Auf Höhe Marinesiedlung beginnt dann ein komfortabler Radweg. "Marinesiedlung" daher, weil die Marine im Dritten Reich hier in der Heide, versteht im Wald, ein Rüstungsdepot unterhielt. In sicherer Entfernung dazu entstand die Siedlung mit ihrem exotisch klingenden Namen.
Nach ein paar kräftigen Tritten in die Pedalen fahren Sie weiter, rechts an der Kleinbauernsiedlung Rahmoorhorst vorbei. Zu Beginn unseres Jh. ist hier das Moor von Siedlern und Kriegsgefangenen in mühsamer Handarbeit kultiviert worden.
Die Radtour geht nun ihrem Ende entgegen. Eine abschließende Hürde stellt noch einmal die Bahnüberführung dar. Gleich hinter der Bahnbrücke geht es bergab mit Schwung nach Eschede hinein... Geschafft!
Informationen als PDF herunterladen (1,36 MB)
Urheber: © Samtgemeinde Eschede