| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Eschede (Rathaus) |
| Streckenverlauf: | Heeseloh, Rebberlah, Starkshorn, Marinesiedlung |
| Ziel: | Eschede (Rathaus) |
| Länge: | 24,46 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, RC31 |
| Kontakt: | samtgemeinde@eschede.de www.eschede.de |
Radtour rings um Eschede

Los geht`s vom Rathaus aus in westlicher Richtung über die Bahnlinie Hannover-Hamburg (erbaut 1845 bis 1847).
Nach der Bahnüberquerung ist bald die kleine Siedlung Heeseloh erreicht.
Gut vier Kilometer sind es jetzt noch bis Rebberlah, einem mindestens 1000 Jahre alten Heidedorf mit charakteristischen Heidehöfen und markanten Eichenhainen. Es war früher Grenzort im Angelpunkt dreier altsächsischer Gaue und Ausspann an einer bedeutenden Heer- und Handelsstraße von Celle nach Lüneburg, also eine Art mittelalterlicher "Autobahnraststätte".
1975, während der großen Waldbrandkatastrophe im August, konnte Rebberlah glücklicherweise mit großem Feuerwehreinsatz vor den Flammen gerettet werden.
Nach einer Dorfbesichtigung kehren wir auf die Asphaltstraße "Am Rickberg" zurück und schlagen nun links den "Wildecker Weg" ein. Nächstes Ziel ist das Teichgut Wildeck, das seinen Namen zur Recht trägt. Es ist ein besonders romantischer Fleck in dieser idyllischen Umgebung.
Sie finden hier einen Rastplatz mit Liegewiese und auch eine Schutzhütte.
Auf dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 1 (Nordsee-Mittelmeer) fahren wir jetzt in nördlicher Richtung weiter zum "Zitronenberg". Er ist für jedermann eine große sportliche Herausforderung.
Vorbei an einer Riesenbuche mit 1 m Durchmesser und der Mahtheide mit schönen Wacholdern, geht es jetzt mit Rückenwind zu dem beliebten Ausflugslokal "Zur alten Fuhrmanns-Schänke" in Dehningshof.
Das ehemalige Einsiedlergehöft entstand 1814 und wurde ab 1983 zu einem wirklich sehenswerten Ausspann für müde Touristen an der alten Celler Heerstraße umgebaut.
Nach einer kleinen Stärkung geht es nun noch ein kleines Stück in nördlicher Richtung weiter zum Angelbecksteich.
Hier entstand nach der großen Waldbrandkatastrophe ein künstlicher Löschwasserteich, umgeben von einer neu angelegten Heidefläche mit einem Gedenkstein für die vielen Helfer der Feuerbekämpfung.
Südlich dieser prächtigen Heidefläche zweigt unser Rückweg von der befestigten Hauptstraße über den "Bätzloh" ab.
Entlang des Weges sehen Sie ausschließlich junge Waldbestände.
Wegen des unfruchtbaren "Karnickelsandes" wachsen auf den meisten Standorten leider nur anspruchslose Nadelhölzer. Das Bemühen ist jedoch unverkennbar, an geeigneten Standorten wieder Laubwald, vorrangig Eichen, zu entwickeln.
Bald ist das Wildgatter-Tor erreicht.
Es schützt die Ackerflur von Starkshorn vor allzu großen Wildschäden und muss deshalb immer sorgfältig geschlossen werden!
In den riesigen Schönungen der Waldbrandflächen von 1975 sind ideale Lebensräume entstanden, vor allem für Rotwild, das hier ohnehin schon in großer Zahl anzutreffen ist.
Schließlich gelangen wir nach Starkshorn; um 1450 als Einzelhof gegründet, heute aus zwei altehrwürdigen Heidehöfen mit prächtigen Fachwerk-Ensembles bestehend.
Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, so viel Ruhe strahlt diese Siedlung aus. Trotzdem sie heute weniger als 10 Einwohner zählt, war sie noch bis 1972 eine politisch selbständige Gemeinde.
Jetzt müssen wir einen guten Kilometer entlang der Hauptstraße Eschede-Bergen fahren. Vorbei an der Marinesiedlung, die im Dritten Reich als Offizierssiedlung für ein benachbartes Rüstungsdepot entstand.
Rechterhand kommt dann die Moorkolonie "Rahmoorhorst" in Sicht. Sie wurde zu Beginn des Jh. von Kleinbauern aufgesiedelt, nachdem Kriegsgefangene das große Ödlandgebiet kultiviert hatten.
An der Bahnüberführung muss dann noch einmal kräftig in die Pedalen getreten werden. Doch das Ziel bergab ist schnell erreicht.
Mit oder ohne große Anstrengungen:
Die ganze Vielfalt der Südheide lag auf Ihrem Weg!
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Urheber: © Samtgemeinde Eschede