| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Lüneburg |
| Streckenverlauf: | Echem, Hohnstorf (Elbe) |
| Ziel: | Lauenburg |
| Länge: | 25,33 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte: 1:75,000, RC7 |
| Kontakt: | ADFC Lüneburg Horst Wolters Tel.:04131-56674 www.adfc.de |
Fast nur autofreie, befestigte Wege, keine Steigungen, freies und bewaldetes Gelände

Kloster Lüne, Elbe-Seitenkanal, Schiffshebewerk, Inselsee, Picknikplatz, Landgasthaus Fischhausen Elbmarsch, Golfplatz, Ilmenauniederung.
Wir starten am Bahnhof Lüneburg, fahren die Bahnhofstraße hinunter, dann kurz links und gleich wieder rechts biegen wir in den Lüner Weg ein. Rechterhand Firma Nestle mit Joghurt-Produktion "Lünebest". Wir unterqueren die DB-Strecke Hamburg-Hannover und finden am Ende der Straße einen Hinweis auf das linksgelegene Kloster Lüne.
Das Kloster Lüne zählt zu den schönsten und ältesten Sehenswürdigkeiten der historischen Salz-Stadt Lüneburg. Im Jahre 1172 wurde das Kloster für Frauen gegründet und etwa 100 Jahre später in ein Benediktinerinnen- Kloster umgewandelt. Seit der Reformationszeit ist es ein bis heute bewohntes evangelisches Damenstift mit wertvollen Kunstschätzen und einem einmaligen Teppichmuseum mit textilen Kostbarkeiten ab dem 13. Jahrhundert. Tel.: 04131-523 18.
Am Ende des Lüner Weges fahren wir nach Überquerung der Erbstorfer, Landstraße in das "Lüner Holz" und folgen der Radwegweisung "Elbtour" bzw. dem gelben "B" (Hermann Billung Weg), überqueren die Ostumgehung und halten uns an der nächsten Wegegabelung rechts Richtung Gasthaus "Grüner Jäger". Es geht in einer Wohnstraße ca. 300 m geradeaus, dann rechts auf den Bahnübergang zu; hinter diesem links und gleich wieder rechts der Asphaltstraße folgend Richtung Erbstorf mündet unser Weg in eine Autostraße. Dieser folgen wir etwas kurvenreich, überqueren die Hauptstraße und Bahngleise geradeaus in Richtung Friedhof bzw. Sperrtor des Elbe-Seitenkanals (ESK). Jetzt stehen wir auf dem Leinenpfad des Kanals, wenden uns nach links und sehen in 2 km Entfernung das Schiffsbauwerk. Im Oberhafen angekommen lohnst es sich bis zum Abstiegsbauwerk vorzufahren und einen Blick von hier oben (Geest) über die Elbmarsch sowie auf die Informationstafeln des Kanals zu werfen. Das Schiffshebewerk Scharnebeck ist mit 38 m Hubhöhe das größte Doppel-Senkrecht-Schiffshebewerk Europas. Es wird mit 2 unabhängig von einander arbeitenden Trögen von 100 m Länge im Gegengewichtsverfahren betrieben. Im Zuge des 115 km langen ESK ist es von der Elbe her das 1. Aufstiegsbauwerk zur mittleren Haltung. Fertigstellung 1975. Um den Schifftransport beobachten zu können, fahren wir ein Stück zurück und die Asphaltstraße hinunter und stellen uns unter die Kanalbrücke. Für technisch interessierte Besucher gibt es die Möglichkeit, eine Ausstellung über weitere Schiffstransport-Verfahren in einem Pavillon neben dem Schiffshebewerk anzusehen. Außerdem kann man mit einem Motorboot den Schiffsfahrstuhl rauf und runter fahren. Neben dem Schiffshebewerk gibt es in Scharnebeck eine alte Kirche (1723), die Reste eines Klosters sowie prähistorische Ausgrabungen zu besichtigen. Nach diesem Abstecher fahren wir auf einer ruhigen Asphaltstraße parallel zum Kanal weiter nach Norden. Wir kommen am Inselsee (Bademöglichkeit) vorbei, unterfahren eine Bahnlinie, halten uns rechts Richtung ESK und fahren weiter parallel zu ihm. Wir kreuzen eine Kreisstraße und fahren weiter geradeaus zum Landgasthaus Fischhausen an der Neetze. Wir halten uns weiter Richtung Norden auf einem mit einer Spur befestigten Feldweg und erreichen die "Kuhbrücke" über den ESK. Hier haben wir aus erhöhter Position einen herrlichen Überblick über die Elbmarsch, die im Zusammenhang mit dem Bau des Kanals flurbereinigt wurde, so dass die ursprüngliche schmale Felderanordnung nur noch vereinzelt erkennbar ist. Trotzdem sind besonders mit dem Fernglas eine Vielzahl von Vögeln zu beobachten: Greifvögel, Kiebitze, Kormorane auf dem See des Naturschutzgebietes Fehlingsbleck, zu dessen Aussichtsturm ein Abstecher lohnt. Im Sommer finden sich hier auch Störche ein, und unter der Brücke nisten Schwalben dicht bei dicht, so das mit den Jungvögeln später ein reger Flugverkehr entsteht. Im Hintergrund sehen wir unser Ziel: Lauenburg. Wir fahren Richtung Echem und biegen an der Stelle des Mobilfunkturmes in den befestigten Wirtschaftsweg ein, kreuzen die Marschwetter und kommen an Fischteichen vorbei. Hier gilt es überall die Augen und Ohren offen zu halten. Weiter geradeaus finden wir nach Kreuzung der Bundesstraße eine Häuserlücke, um auf den Elbdeich zu kommen. Sitzplätze auf dem Deich laden zum Verweilen ein, um dem Schiffsverkehr zuzusehen und die malerische Unterstadt von Lauenburg auf sich wirken zu lassen. An manchen Tagen fährt ein alter Raddampfer vom gegenüberliegenden Ufer nach Bleckede hin und zurück. Ansonsten gibt es Ausflugsmöglichkeiten mit der "Weißen Flotte", auf der Elbe und in den Elbe-Seitenkanal nach Scharnebeck. Über die große Brücke kreuzen wir die Elbe und erreichen Lauenburg. Die reizvolle Unterstadt mit ihren Fachwerkhäusern, kleinen Kneipen, Geschäften und dem Binnenschifffahrtsmuseum muss man einfach gesehen haben. Ein Weg in die Oberstadt mit einem herrlichen Ausblick über Elbe und Marsch, sowie der alten Palm-Schleuse lohnt sich ebenfalls.
Tourist-Info: Tel.: 04153-590 980 / 81 Rückfahrtmöglichkeit ab Lauenburg Bahnhof stündlich (Fahrradmitnahme).
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Urheber: © Horst Wolters, ADFC Lüneburg