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Wandern in Wietzendorf - Tour 3

Rubrik:Wandern
Streckenverlauf:Wietzendorf, Pastorenmoor, Steinbruch
Länge:7.00
Kontakt:Verkehrsverein Wietzendorf e.V.,
Über den Brücken 1
29649 Wietzendorf

verkehrsverein@wietzendorf.de
www.wietzendorf.de

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Informationen zur Tour

Wandern in und um Wietzendorf

Vom Rathausplatz führt der Weg durch die Kampstraße - vorbei an der Schule, den Sportanlagen, dem Feuerwehrgerätehaus und dem Wasserwerk der Gemeinde - über die Bahnlinie der OHE in ein weitflächiges Wiesen- und Weidengebiet. - In dem im Süden angrenzenden Grünland, den Radewiesen, ist ein Großteil der Flächen zu Naturschutzzwecken von der Jugend-Naturschutzgruppe angepachtet oder von der Gemeinde und dem Landkreis aufgekauft. Die Wiesenflächen sind so aus der intensiven Nutzung herausgenommen; sie sollen sich unter Verzicht auf jegliche Düngung und Pestizidausbringung in Naturnahe Mährwiesen umwandeln (nur eine Mahd im August). Im Flächennutzungsplan der Gemeinde sind die Radewiesen als "Flächen zur Renaturierung" ausgewiesen. - Am Kiefernwäldchen zweigt der Weg links ab, vorbei an einer Streusiedlung auf dem Gebiet des ehemaligen Torfwerkes (in Betrieb von 1917 bis 1950) zum Pastorenmoor auf der linken Seite des Weges. Auf der rechten Seite des Weges dehnen sich, unterbrochen durch Waldstreifen, Grünlandflächen. Das gesamte Gebiet war früher Hochmoor. Es wurde bis in die 40er Jahre abgetorft und zu Weideflächen kultiviert, Grundlage für die Existenz von Aussiedlerhöfen (ab 1960). - Im spitzen Winkel zweigt der Weg links ab nach Klein-Amerika. - Der Ortsname irritiert; es scheint verbürgt zu sein, dass um die Mitte des 19. Jahrhunderts, wie in vielen Teilen Deutschlands, auch bei uns arme Leute ihre Zukunft in Amerika suchten. Einige Familien sind jedoch im nahen Moor "hängengeblieben". Sie fanden das "große Amerika" nie und siedelten in den Moorgebieten von Klein-Amerika, anfangs in größter Armut. - Nach einem kurzen Stück Straße führt der Weg links ab über die Bahnlinie, am Waldrand entlang. Über die im Norden sich erstreckenden Felder ist die Stärkefabrik zu sehen. - Diese Fabrik, seit 1970 in Betrieb, gewinnt aus Kartoffeln Stärke (je Saison ca. 200 000 t Kartoffeln, ca. 35 000 t Stärke). Für viele Landwirte im Umkreis bis zu 80 km ist der Anbau von Stärkekartoffeln ein wesentliches Standbein. Ein Problem für die Umwelt ist das großflächig verregnete Prozesswasser (stark nitrathaltig). - Der Weg führt weiter zum Steinbruch. Der Name leitet sich ab aus Bruch = Sumpf, dessen anmoorige Sande mit Steinen angereichert sind. Nach knapp 1 km, vorbei an Kopfweiden, stößt der Weg auf die Kreisstraße Wietzendorf.

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Urheber: © Verkehrsverein Wietzendorf e.V.

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