| Rubrik: | Radfernwege, Eintagestour |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Delmenhorst, Schillbrok, Gut Holzkamp, Adelheide, Brendel, Delmenhorst |
| Länge: | 19,58 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1 : 100 000 |4| Großraum Bremen Radwanderkarte 1 : 75 000 |RC29| Bremen und Umgebung |
| Kontakt: | kontakt@adfc.de www.adfc.de |
Der Segelflugplatz "Große Höhe" ist hier das Ziel

Vom Bahnhofsvorplatz in Delmenhorst geht es ein ganz kurzes Stück die Wittekindstraße entlang bis zur Westerstraße, die dann in Richtung Süden befahren wird. An der Kreuzung Luisenstraße/Westerstraße kann man rechts die "Alte Post" sehen, die jetzt die Polizei Delmenhorst beherbergt. Es handelt sich hier um einen roten Backsteinbau, der bis Anfang der 80er Jahre der Bundespost gehörte. Weiter geht es in Richtung St. Josef-Stift (kath. Krankenhaus). Wenn man den Krankenhausvorplatz westwärts überquert, gelangt man zur St. Marienkirche, die auch "der rote Dom des Nordens" genannt wird. Eine Besichtigung lohnt sich immer. Weiter geht es dann (schiebenderweise!) den Westgang entlang zur Bahnhofstraße. Bei dieser Radwanderung kann man dann ein Stück neues Delmenhorst sehen ("Glashaus" Ecke Bahnhofstraße/Westergang). Weiter geht es in Richtung Stadtmitte. Bei der nächsten Kreuzung auf der linken Seite ist dann die "Delmenhorster Stadtkirche" zu sehen. Sie wurde im 16. Jh. erbaut und Anfang 1900 renoviert. Unter dieser Kirche ist eine Gruft aus dem 17. Jahrhundert, in ihr sind die sterblichen Überreste der Delmenhorster Grafen aufbewahrt. Die Kirchstraße wird dann in Richtung Lange Straße weiter befahren. An der Kirchstraße kann man zum Teil noch Häuser aus der Jahrhundertwende sehen. Wenn die Lange Straße erreicht ist, muss das Rad wieder geschoben werden, da hier die Fußgängerzone beginnt. Doch der kleine Fußmarsch lohnt sich, da hier einige sehenswerte Gebäude stehen. Von der Ecke Lange Str./Kirchstr. sind ca. 100 m in Richtung Marktplatz zurückzulegen. Hier sieht man dann die Markthalle, das Rathaus und einige neu (im alten Stil) renovierte Fassaden Delmenhorster Geschäftshäuser. Die Markthalle wurde wie das Rathaus vom Architekten Heinz Stoffregen entworfen. Erbaut wurde die Markthalle 1920. Das Rathaus wurde bereits 1913 erbaut. Beide Gebäude sind durch ein Kriegerehrenmal verbunden. Früher waren das Rathaus und die Markthalle mit einem Arkadengang verbunden, der im Jahre 1955 abgerissen wurde. Zwischen Rathaus und Markthalle kann man das Stadthaus am Stadtwall erkennen, das zwischen 1925 und 1927 erbaut worden ist. Sehenswert ist hier die Fassade gegenüber dem Delmenhorster Busbahnhof. Dem Rathaus durch einen noch bestehenden Arkadengang angegliedert ist der Wasserturm, der bereits1910 eingeweiht worden ist. Im Sommer kann er bestiegen werden (ca. 42 m hoch). Von der Aussichtsplattform hat man bei guter Sicht einen hervorragenden Rundblick über die Stadt Delmenhorst. Nachdem die Kreuzung Rathausplatz/Bismarckstraße bei der im Jahre 1986 neu erbauten Brücke vor dem Amtsgericht Delmenhorst überquert worden ist, beginnt die eigentliche Radtour. Am Ende des Mühlendamms wird gegenüber vom Weinlokal rechts in die Graftanlagen abgebogen. Hinter dem Zoll- und Finanzamt (ca. 1925 erbaut) der "Delmeburg" (keine Burg, sondern Gaststätte und Tagungsräume), wird bis zu den Graftwiesen geradelt. Es geht dann weiter in Richtung Delmenhorster Stadtbad. Hinter dem kleinen Kiosk muss dann links abgebogen werden. Zwischen Delmenhorster Wasserwerk (erbaut 1908/09 und dem Delmenhorster Schwimmbad (erbaut 1960, renoviert 1985/87) entlang, geht es durch die Graftanlagen. Ca. 300 m weiter (2. Kreuzung) muss nach rechts abgebogen werden (Radwanderweg). Auf diesem Weg fahren wir dann bis zum Burggrafendamm (Brücke über die Kleine Delme). Bei der kleinen Delme angekommen, überqueren wir direkt vor der Kerschensteiner Berufsschule den Burggrafendamm, den wir dann stadtauswärts weiter befahren. Nach ca. 0,5 km liegt auf der rechten Seite ein Kleingartengebiet, das durchaus zu einem längeren Spaziergang einlädt. Weiter geht es über die lärmende Bundesstraße auf dem Burggrafendamm/Brauenkamper Straße stadtauswärts. Zwischen Wiesen, Feldern und einigen kleineren Häusern fahren wir ca. 2,5 km auf einer ziemlich geraden Straße, die wenig befahren ist. Nachdem wir den Holzkamper Damm überquert haben, müssen wir nach ca. 250 m rechts abbiegen, um zum "Gut Holzkamp" zu gelangen. Die nächsten 500 m sind bei schlechtem Wetter ("kommt schon mal vor") nicht gut befahren. Nach dem Gut Holzkamp ist die Wegstrecke bis zur nächsten Hauptstraße wieder gut zu befahren. Nun fahren wir eine normalstark befahrene Straße bis zum "Segelflugplatz Große Höhe" (ca. 2 km). Hier sollte unbedingt bei gutem Flugwetter eine längere Pause gemacht werden, evtl. ist von hier auch ein Abstecher zum Schullandheim (ca. 2 km) empfehlenswert. Um wieder zum Stadtgebiet zu kommen, müssen wir ein Stück des Weges wieder zurückfahren (ca. 1 km), um dann die Weverstraße (Betonstraße) ca. 2 km lang zu befahren. Gleich hinter dem Sportplatz in Adelheide, biegen wir dann in die Boelckestraße ein, die wir bis zur Gabelung mit der Richthofenstraße befahren. Vorher können Architekturliebhaber noch die "St.-Ansag-Kirche" an der Abernettistraße mit ihrem exzentrischen Baustil besichtigen. Der Richthofenstraße folgend, muss der Holzkamper Damm wieder überquert werden. Danach geht es zwischen Wiesen und Feldern bis zum Schlutterdamm. Dieser wird nur ganz kurz befahren, da nach ca. 25 m in den Schlutterweg eingebogen wird. Diesen verlassen wir wiederum nach weiteren 1,5 km, indem wir die Straße Im Delmegrund befahren. Über den Hoyersgraben und unter der Europastraße hindurch und wieder über die Delme, erreichen wir die ehemalige "Delmenhorster Militärbadeanstalt". Sie wurde 1936 angelegt und diente den Delmenhorstern bis ca. 1968 als Badeanstalt. Den Deich entlang der Delme fahren wir dann durch die Wiekhorner Wiesen, bis wir wieder die Delmenhorster Graft erreicht haben. Bei der großen Brücke biegen wir dann rechts ab und fahren an einem 1985 angelegten Feuchtbiotop (kleiner Tümpel mit einer kleinen Insel) auf dem Radwanderweg bis zur Max-Planck-Straße. Am Gymnasium und dem Kleinen Haus (Theater, erb. Anf.1960) vorbei, fahren wir den Weg hinter dem Gymnasium in Richtung Graft. Nach ca. 0,5 km erreichen wir das Amtsgericht mit dem Delmenhorster Gefängnis. Das Amtsgericht wurde zwischen 1910 u. 1914 vom Oldenburger Staat erbaut. Sehenswert ist hier besonders die Forderfront an der Bismarckstraße. Hinter dem Amtsgericht steht noch eine alte Wassermühle, die jetzt als Weinlokal genutzt wird. Die Alte Wassermühle wurde bereits ca. 1880 erbaut und kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Als Abschluss der Radtour wird ein Spaziergang durch die Innengraft mit dem Gräflichen Gartenhaus (Ausstellungen) empfohlen.
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