| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Delmenhorst |
| Streckenverlauf: | Annenheide, Albertushof |
| Ziel: | Gut Hasport |
| Länge: | 20,90 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1 : 100 000 |4| Großraum Bremen Radwanderkarte 1 : 75 000 |RC29| Bremen und Umgebung |
| Kontakt: | ADFC kontakt@adfc.de www.adfc.de |
Durch das Naturschutzgebiet "Steller Heide"

Vom Bahnhofsvorplatz in Delmenhorst aus fahren wir in Richtung Westen, direkt auf den neuen Fernmeldeturm zu. An der Kreuzung biegen wir links ab, Richtung Stadtmitte. Vor dem Hauptpostamt erinnert eine Skulptur daran, dass sich an dieser Stelle früher eine Mühle der "Maizena Werke" befand. Das Delmenhorst von Heute zeugt sich an dieser Stelle in urbaner Großzügigkeit. Der Autoverkehr pulsiert hier vierspurig durch die Häuserreihen, aus der das in den 70-iger Jahren erbaute City-Center besonders hervorragt. Ebenso wie das zum Gebäudekomplex gehörende Parkhaus konnte dieser Koloss nie seine hohen Erwartungen erfüllen. Am Fuße dieses "Weißen Riesen" beginnt die Fußgängerzone von Delmenhorst. Wer sich hier zu einem kleinen Schaufensterbummel entschließt, kann in der Langen Straße auch noch einige sehr schöne alte Fassaden betrachten. Auf der Weiterfahrt in Richtung Graftanlagen erkennen wir kurze Zeit später links den Wasserturm, der in den Sommermonaten bestiegen werden kann und bei gutem Wetter einen weiten Blick ins Umland ermöglicht. Etwas verdeckt dahinter steht das Rathaus und die Markthalle. Wir biegen nach rechts in die Graftanlagen ein. Die Burginsel im Kern, die umschließenden Wasserläufe und die Parkanlage bilden sozusagen das grüne Herz dieser Stadt. Nach etwa 150 Metern beginnt hinter einem Kiosk links ein Radweg, der uns bis zur Cramerstraße führt. Zunächst erkennen wir rechts das Delmenhorster Hallen- und Freibad. Besonderer Anziehungspunkt ist neuerdings das Spaßbad mit eine Riesenrutsche. Links befindet sich das Wasserwerk, in dem das zugeleitete Grundwasser aus den nahegelegenen Wiesen aufbereitet wird. Auf der Cramerstraße angekommen, biegen wir rechts ab und wechseln in Höhe der Jägerstraße auf die andere Straßenseite, fahren halblinks weiter und kommen am ehemaligen Gelände von "Heinekes Tierpark" vorbei. Die Moorkampstraße fahren wir nach links, überqueren die Elbinger Straße (!) und erreichen dann den Brendelweg. Das auffällige Gebäude gegenüber beherbergte in den 50-iger Jahren eine beliebte Tanzgaststätte - das sog. TAPA. Wir fahren über die Kreuzung hinweg und befinden uns jetzt auf dem Blücherweg von dem wir nach kurzer Fahrt links das in den 70-iger Jahren neu erbaute Schulzentrum-Süd erkennen. Bei der nächsten Einmündung biegen wir links in die Chemnitzer Straße und dann wieder rechts in den Gneisenauweg ein. Am Ende des Weges fahren wir nach links und gleich wieder rechts in den Albertusweg. Hier beginnt nun allmählich der grüne Abschnitt unserer Fahrradwanderung, in dem Wiesen, Weiden und kleine Wäldchen das Bild der Landschaft bestimmen. Wer sich von nun ab aufmerksam umschaut, kann eine Reihe von interessanten Entdeckungen in Flora und Fauna machen. Im weiteren Verlaufe des Albertusweg kommen wir an dem zweiten Delmenhorster Wasserwerk vorbei. Wir folgen bei der Rechtskurve dem Hinweisschild zum Hildegardstift und befinden uns nun im Landkreis Diepholz. Wir bleiben solange auf dieser Straße, bis rechts ein Transformatorenhäuschen auftaucht, biegen in den nächsten Feldweg nach links ein, fahren bei der Abzweigung links und gleich wieder rechts. Bei der Brücke überqueren wir den Dünsener Bach. Gleich dahinter liegt der Kiekut-See, ein Gewässer für Sportfischer. An der nächsten Kreuzung beginnt rechts der Eggeseeweg, in dessen Verlauf wir über die Autobahn Bremen-Osnabrück kommen. Bevor wir die Rüttelstrecke von der Brücke hinab fahren, sollten wir unbedingt prüfen, ob alle Schrauben am Fahrrad fest angezogen sind. Nach etwa 0,5 km (Hinweisschild) biegen wir links ab und erreichen nach gleicher Entfernung das Gasthaus "Zum Kiekut". Für die Räder wie auch für den Fahrer bieten sich hier erkennbar gute Möglichkeiten, eine Rast abzuhalten. Wir setzen die Fahrt in Richtung Steller-Heide fort und kommen nach etwa 2 km in die Ortschaft Stelle. An dem Punkt wo wir die Gleise überqueren, liegt eine der Haltestellen der Museumseisenbahn "Jan Harpstedt". An der nächsten Kreuzung geht es links ab und durch das Naturschutzgebiet "Steller Heide" wieder in Richtung Delmenhorst. Die Steller Heide verfügt über einige Tümpel und Seen, die von großem Wert für den Fortbestand bedrohter Pflanzen und Tiere sind. So brüten hier noch einige Wildenten, gelegentlich auch Lachmöwen und auf den Wiesen ist der Kiebitz noch etwas zahlreicher anzutreffen. Schon etwas länger ist es her, dass auch einige Storchenpaare zu den Stammgästen zählten. Heute finden diese Großvögel infolge Intensiv-Landwirtschaft und Entwässerung zumindest hier kein ausreichendes Nahrungsangebot mehr vor. Unter der Überlandleitung biegen wir auf der Kreuzung nach rechts ab, um nach etwa 100 Metern den Wanderweg zum Hasportsee zu erreichen. Am See in Höhe des Gasthauses beginnt der Hasporter Damm, der uns zunächst als Allee bis zum Hochhaus führt. Wir überqueren die Kreuzung und fahren bis zum Fußgängerüberweg, Auf der anderen Straßenseite beginnt ein Radwanderweg entlang des Riedekanals. An den Bahngleisen biegen wir rechts ab und kommen so auf den Riedeweg, dann folgen Sonderburger Straße und Bahnweg. Wir folgen solange den Gleisen, bis wir am Stadion das Gasthaus "Jan-Harpstedt" erreichen. Hier ist wieder ein Haltepunkt der Museumseisenbahn. Auf Wunsch nimmt der Zug auch Fahrräder mit. Günstigerweise schieben wir unsere Räder nun ein kleines Stückchen linksseits bis zum Dreieckssee, durchqueren die Gründanlage und fahren dann auf der Straße Am Grünen Kamp geradeaus die Scheunebergstraße, bis rechts die Schützenhofstraße abgeht. Letztlich erreichen wir über die Cramer-, Lange-, Schul- und Koppelstraße wieder unseren Ausgangspunkt.
Informationen als PDF herunterladen (1,60 MB)
Urheber: © ADFC