| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Bahnhof Cuxhaven |
| Streckenverlauf: | Cuxhaven, Dorum, Nordholz |
| Ziel: | Bahnhof Cuxhaven |
| Länge: | 74,05 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, RC1 |
| Kontakt: | Michael Günther ADFC Kreisverband Cuxhaven kontakt@adfc.de www.adfc.de |
Tour durch Land Wursten

Streckenbeschaffenheit: Wege überwiegend asphaltiert oder gepflastert. Unbefestigt aber befahrbar für ein paar 100m zwischen Duhnen und Sahlenburg und im Wernerwald. Am Waldausgang wenige Meter tiefsandig. Am Wegesrand: Deiche und Deichvorland mit Badestrand, bäuerliches Land Wursten, Aussichtsplattform "Alte Liebe", Kugelbake (Seefahrtszeichen), Deichmuseum, Nationalpark-Haus, Kurioses Muschelmuseum, 1. Krabbenpulmaschine, Aeronauticum, Kirche mit Arp-Schnitger-Orgel, Fort Kugelbake. Ausrüstung: Fernglas, Badesachen (je nach Jahreszeit). Weitere Bahnhöfe: Dorum und Nordholz sind Haltepunkte auf der Bahnstrecke Cuxhaven - Bremerhaven. Wer diese Kürzungsmöglichkeit der Tour nutzen möchte, sollte sich aber bereits am Cuxhavener Bahnhof nach den in Frage kommenden Abfahrtszeiten der Züge informieren. Leider dünnt die Bahn AG den Fahrplan zunehmend aus. Den Cuxhavener Bahnhof verlassen wir rechts herum auf der Hauptstraße und biegen an der zweiten Ampel rechts in die Kapitän-Alexander-Straße ein. Am Ende der Straße geht es links über die Klappbrücke und dann wieder rechts in Richtung "Alte Liebe". Die "Alte Liebe" wurde 1732 als Schiffsanleger gebaut und ist heute nach mehrfachem Wiederaufbau Aussichtsplattform an dem Weltschiffahrtsweg Elbe. Der Name leitet sich ab von einem der drei Schiffe, der "Olivia" (plattdeutsch Ole Liev - Alte Liebe), die zur Gründung des Anlegers hier versenkt wurden. Von der Plattform kann man hervorragend die "dicken Pötte" auf dem Wasser beobachten. Weiter vor dem Deich radeln wir zum Fährhafen. Vor der Deichüberfahrt müssen wir uns rechts halten, um auf die Uferpromenade der Grimmershörnbucht zu gelangen. Der Promenade folgen wir bis zum Beginn des kleinen Hafens an der Kugelbake und biegen dann scharf links auf die Deichkrone ab. Oben angekommen halten wir uns scharf rechts. Auf der Deichkrone ist das Radfahren verboten. Mit Rücksicht auf die wandernden Fußgänger sollten wir das kurze Stück unbedingt schieben. Je nach Windgeschwindigkeit und Windrichtung kann es per Pedes im übrigen durchaus "bequemer" sein. Die Kugelbake markiert an der Elbsüdseite die Grenze zwischen Elbe und Nordsee. Früher ein Schiffahrtszeichen ist sie heute eines der Wahrzeichen der Stadt Cuxhaven. Hinter dem Deich liegt hier das Fort Kugelbake. Diese zur Verteidigung der Elbe ab 1869 gebaute Verteidigungsanlage ist die einzige noch erhaltene in ihrer Art an der deutschen Nordseeküste. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten kann sie heute besichtigt werden. Im Sommer finden im Hof des Forts Konzerte, mittelalterliche Märkte und andere Freiluftveranstaltungen statt. Nach der Kurve verlassen wir links den Deich und fahren auf dem Deichverteidigungsweg über Steinmarne nach Duhnen. Der Deichverteidigungsweg geht über in die Duhner Strandstraße. Wir passieren das Seeschlösschen (Hotel) und radeln links die Nordstraße hinauf. Am Ende der Straße biegen wir rechts in den Wehrbergsweg. Besonders an warmen Tagen und im Sommer lockt der insgesamt 10 km lange Badestrand des Nordseeheilbad Cuxhavens zu einem Sonnen- oder Meerbad ein. Wer also die Badehose dabei hat ... Am Strandkiosk folgen wir der Straße nach links. Diese Wohnstraße geht schon nach kurzer Strecke in einen Wander- und Radwanderweg über, der direkt nach Sahlenburg führt. Am Ende des Asphalts führt der Radwanderweg abwärts ins Deichvorland. Für ein paar hundert Meter ist der Weg nun unbefestigt aber befahrbar. An der Sahlenburger Wattwagenauffahrt geht´s weiter geradeaus. Vor der Abfahrt zum Strandparkplatz biegen wir nach links in die Wernerwaldstraße ab. Über die Campingplatzzufahrt fahren wir weiter auf den Waldweg parallel zur Straße. Am Waldfreibad vorbei biegen wir am Ende rechts ab. Weiter führt der Weg durch künstlich angelegten Wernerwald in das bäuerlich geprägte Land Wursten. Der Wernerwald ist kein natürlich entstandener Wald. Er wurde vom Hamburger Amtmann Werner künstlich zum Schutz der Küste angelegt. Nächster Ort ist Arensch. Hinter Arensch - vor dem Posterholungsheim - gelangen wir rechts in das Deichvorland. Dem Weg folgen wir nach links, bis er erneut über den Deich führt. Anschließend biegen wir rechts ab. Nach ca. 250 m erneut rechts abbiegen auf den Deichverteidigungsweg. Dieser ist zunächst schmal und gepflastert. Nach ca. 1,5 km wird er jedoch breiter und asphaltiert. Nun läßt es sich ganz bequem bis Dorum- Neufeld radeln. Auf endlosen Seedeichen kann man sich im Küstenbadeort Nordholz-Spieka die frische Nordseebrise um die Nase wehen lassen. Dort kann man die einlaufenden Kutter beobachten und im malerischen Hafen die knackfrischen "Granat" (so nennt man hier die Krabben) selbst pulen und aus der Hand futtern. In Spieka-Neufeld, Zum Kutterhafen 20, kann man auch die von Alwin Kocken entwickelte 1. Krabbenpulmaschine besichtigen. Seit 1986 hat sich die Maschine im täglichen Einsatz bewährt. In Dorum-Neufeld kann das informative Nationalpark-Haus besucht werden. Das Haus soll über den wegen seiner Artendichte und Gezeitenabhängigkeit einzigartigen Lebensraum Wattenmeer, der als Nationalpark unter besonderen Schutz gestellt wird, aufklären. Besonders interessant ist das unmittelbar am Nationalparkhaus angelegte Salzwiesenbiotop. Weiter geht die Tour an der Küste entlang Richtung Dorum. Ca. 2 km hinter Dorum-Neufeld fahren wir links an Padingbüttel vorbei. Alternativ fährt man in Cappel-Neufeld landeinwärts bis man rechts auf den Cappeler Altendeich trifft. Leicht auf und ab führt der Weg kurvenreich auf der Deichkrone bis Padingbüttel. Diese Strecke ist weitaus reizvoller als der fast schnurgerade Deichverteidigungsweg. Dann geht´s links durch Padingbüttel-Rotthausen, und anschließend rechts herum nach Dorum. Sehenswert in Dorum ist das Niedersächsische Deichmuseum in der Poststraße. Hier werden Deichbau und Küstenschutz im Niedersächsischen Küstengebiet von den ersten Anfängen bis zur Gegenwart anschaulich gezeigt. Zu besichtigen sind auch frühere Arbeitsgeräte sowie Modelle von Deichbauten. In Dorum fahren wir bis zur Hauptstraße, in die wir links einbiegen. Nach der Rechtskurve geht´s links in Richtung Midlum. Direkt vor dem Bahnübergang links abbiegen. Dann führt unser Weg nach Cappel. Eine echte Sehenswürdigkeit im kleinen Cappel ist die Arp-Schnitger-Orgel in der Kirche St. Peter und Paul. Die Orgel wurde 1680 vom heimischen Orgelbaumeister Arp Schnittger für die Kirche des Johannes-Klosters in Hamburg erbaut. Während der napoleonischen Besatzung wurde die Kirche als Lagerschuppen verwendet. Die Orgel mußte weichen und wurde im Jahre 1816 für 600 Taler an die Gemeinde Cappel verkauft. Die bescheidenen Mittel der Kirchenkasse erlaubten es glücklicher Weise nicht, Reparaturen oder Umbauten durchzuführen. Demzufolge ist die Orgel unverändert geblieben und konnte als wertvolles Denkmal erhalten werden. Von Cappel führt die Tour weiter nach nach Spieka. Am ehemaligen Spiekaer Bahnhof fahren wir vorbei und biegen vor dem Bahnübergang links Richtung Nordholz ab. Am Ende dieser Straße rechts herum und gleich wieder links ab. An dieser Straße lädt das "Kuriose Muschelmuseum" zu einem Besuch ein. Mit viel Humor und Phantasie werden über 2000 Exponate von 1 Gramm bis 30 Kilogramm Gewicht ausgestellt. Auch faszinierende Schöpfungen der Meeresbewohner, gefunden an den Küsten von Nordsee bis Atlantik, vom Mittelmeer bis zur China-See, sind zu sehen. Ein Abstecher nach Nordholz lohnt sich hier auf jeden Fall für Freunde der Luftschiffahrt: In Nordholz gibt es das sogenannte Aeronauticum. Es umfaßt eine Museumshalle und ein 36.000 m² großes Freigelände am Rande des 1913 gegründeten Luftschiffplatzes (heute Heimat des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin"). Im Museum befindet sich u.a. der originale Steuerstand eines Zeppelins. Auf dem Freigelände sind Original-Flugzeuge und Hubschrauber zu sehen. In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Sportfliegergruppe können kurzfristig Rundflüge vermittelt werden. Über Oxstedt erreichen wir die ehemaligen B6 (heute L135). Hier fahren wir links und 150 m weiter rechts in den Oxter Weg. Am Ende des Weges dann links in den Karkweg. Vor dem Bahnübergang rechts und wiederum am Ende links abbiegen. Vor dem nächsten Bahnübergang erreichen wir rechts parallel zur Bahn die Heerstraße. Hier biegen wir links zur B73 ab und folgen dieser rechts bis Cuxhaven (Altenwalder Chaussee). Im weiteren Verlauf ändert sich der Straßenname in Abendrothstraße. Gegenüber der Feuerwehr vor der Stadtsparkasse fahren wir rechts in die Rohdestraße, queren dann rechts den Kämmererplatz und folgen der Bahnhofstraße zurück zum Bahnhof.
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Urheber: © Michael Günther, ADFC Kreisverband Cuxhaven