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Ambergau - Radweg

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Hotel am Weinberg
Streckenverlauf:Nette, Holle, Bockenem
Ziel:Hotel Am Weinberg
Länge:36,90 km
Dauer:1 Tag
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarten 1 : 75 000 | RC24|
Braunschweig

Regionalkarte 1 : 100 000 |14|
Großraum Braunschweig
Kontakt:Stadt Bockenem
Buchholzmarkt 1
Tel.:05067 / 242-0
Fax: 05067 / 242- 71

info@bockenem.de
www.bockenem.de

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Informationen zur Tour

Radtour zwischen Bockenem und Holle

Ambergau - Radweg

Der 1996 eingerichtete, 38 Kilometer lange Ambergau-Radweg erschließt das landschaftlich reizvolle Gebiet beiderseits des Flusses Nette und durchläuft ohne größere Steigungen in buntem Wechsel Wälder, weite Ackerfluren und Wiesenauen. Er führt durch geruhsame und sehenswerte Dörfer, berührt Bockenem mit seiner historischen Altstadt, vor allem aber macht er mit den Schlössern und Burgen im Holler Raum bekannt.

Das Hotel/Restaurant Weinberg, mit einem großen Kaffeegarten, dient als Ausgangspunkt der Tour. Von hier aus hat man einen herrlicher Blick über den Ambergau bis hin zum Harz und zum Brocken.

Am Kilometer 2,8 erreichen wir das Wasserschloß Söder, eines der schönsten Barockschlösser Niedersachsens umgeben von einer großen Parkanlage. Es wurde im Jahr 1742 erbaut, und wurde im Jahre 1796 unter Moritz von Brabeck umgestaltet. Um 1800 war es kultureller Mittelpunkt des Hildesheimer Landes.

Wir fahren weiter zum Schloß (Kloster) Derneburg (km 8,8), das im Jahre 1213 ein Kloster der Augustinerinnen war. Von 1443 bis zur Säkularisation (1803) mit Unterbrechungen diente es den Zisterziensern. Es ist eine beschauliche Anlage mit Wirtschaftshof und Fischteichen. Seit 1814 war es im Besitz der Grafen von Münster, die das Kloster zum Schloß umbauten und einen großen Landschaftspark romantisch-klassizistischer Prägung anlegten. Beides ist heute im Besitz des Malers Georg Baselitz.

Ein Hinweis zum Lavespfad und dem Glashaus: Die unter dem Grafen von Münster in Derneburg vorgenommenen Umbauten wurden von dem damals vor allem in Hannover tätigen Baumeister Georg Friedrich Laves geleitet. Er schuf in Derneburg Bauten wie das Schloß, das Glashaus, das Kutscherhaus, die Mühle, die Fischerhäuser, das Mausoleum, den Tempel, schließlich die gesamte Parkanlage. Ein Rundweg erschließt alle diese Objekte. In dem mit einer Restauration verbundenen Glashaus erfährt der Besucher weiteres über die historischen Zusammenhänge.

Wir setzen unsere Fahrt fort und kommen an Holle vorbei, dem ehemaligem Zentrum des unteren Ambergaus. Hier gibt es ein sehenswertes Heimatmuseum.

Danach geht es weiter nach Sottrum. Am Anfangs des Dorfes liegt am Radweg die Zehntscheune. In der Ortsmitte steht die interessante Barockkirche und zur Nette hin eine ehemalige Mühle.

Der Ambergau-Radweg führt unterhalb der mächtigen mittelalterlichen Burg Wohldenberg vorbei. Sie war im Hochmittelalter Sitz der Ambergau-Grafen. Ihre Zerstörung erfolgte im Dreißigjährigen Krieg, vor allem durch das Heer Piccolominis. Erhalten sind die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wiedererrichtete Vorburg, der 26 Meter hohe Bergfried und die barocke und weithin bekannte Hubertuskapelle, die aus dem Jahr 1731 stammt.

Wir erreichen bei km 15,8 das Gut Nienhagen, ein ehemaliges Herrenhaus derer von Bortfeld, die das Gut im 15. und 16. Jahrhundert besaßen (siehe auch den hier vorhandenen Schnitzbalken).

Das Schloß Henneckenrode wurde 1579/80 unter Heinrich v. Salder erbaut. Die sehenswerte Burgkapelle mit Flügelaltar wurde 1597 unter Burchard von Salder erschaffen. Seit 1831/38 dient das Schloß als Waisenhaus, das in der heutigen Zeit von den Franziskanerinnen geführt wird. Wir sehen hier eine sehr markante Schloßanlage mit einem großen Wirtschaftshof und historischer Wassermühle. Das schönes Ortsbild des Dorfes Henneckenrode lädt für einen Augenblick zum Verweilen ein.

In Werder liegt an der Ostseite eine ehemalige Mühle, hier stand einst auch die nicht mehr vorhandene mittelalterliche Wasserburg, von der die Grafschaftsrechte über den Ambergau ausgeübt wurden. Werder wird alljährlich von Hochwassern heimgesucht und leidet dann unter Überschwemmungen. Unterhalb der Nettebrücke und des Reiterhofes liegt weites Wiesenland.

Gegebenenfalls bietet sich ein Abstecher zum ehemaligen Schloß derer von Cramm in Volkersheim an, heute ein DRK-Alten- und Pflegeheim. Die Ortsmitte mit St.-Georgskirche ist sehenswert.

Wir kommen dann nach Bockenem - in die Altstadt. Das Stadtrecht existiert seit 1300. Hier gibt es einen großen und schöngestalteten Marktplatz und die gotische Hallenkirche St. Pankratius, eine historische Superintendentur aus dem Jahre 1584. In Bockenem befindet sich auch das bekannte Turmuhren- und Heimatmuseum, das sogenanntes "Alte Dorf" im malerischen Straßenzug Winkel mit Beguinenhaus und Heiliggeist-Kapelle. Die prägende Fachwerksubstanz der Altstadt stammt mit wenigen Ausnahmen aus der Zeit nach 1847, als Bockenem zu 90 % eingeäschert wurde.

Bei km 27,3 kommen wir nach Königsdahlum. An der Ostseite in exponierter Lage, auf einem Terrassensporn über der Nette, liegt die Stelle der mittelalterlichen Kaiserpfalz Dahlum. Am Fluß steht die historische Mühle, im Dorf am Westrand der Spenglersche Hof, eines der ältesten Bauernhäuser des Landkreises.

Die größte Doline Niedersachsens liegt 400 m oberhalb des Verbindungsweges von Königsdahlum nach Hary. Anbei die sogenannte Dillsburg, ehemaliger Alterssitz des Bockenemer Turmuhrenfabrikanten Johann-Friedrich Weule.

In Hary finden wir ein sehr gepflegtes Ortsbild und einige sogenannte "Rübenburgen".

Wir setzen die Fahrt fort und erreichen bei km 31,6 den Ort Störy mit einem schönen Thieplatz und alter Bauernkirche.

Weiter geht es nach Upstedt, wo auf dem Thieplatz die berühmte 1000-jährige Linde steht. Sehenswert ist auch das hübsche Häuser-Ensemble im Bereich der Dorfkirche.

In Nette endet unsere Tour.
Hier gibt es ein Pfarrhaus mit schönem Fachwerk zu bestaunen, ebenso die Dreifaltigkeitskirche mit von Wrisbergschem Wappen über dem Portal und mit sehenswertem Inneren.

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Urheber: © Stadt Bockenem

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