| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Schierbrok, Hohenböken, Stenum |
| Länge: | 32,14 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR9 Südoldenburg |
| Kontakt: | Gemeinde Ganderkesee www.ganderkesee.de |
Auf dieser Tour "erfahren" Sie die drei Landschaften des Landkreises und den Urwald.

Wegbeschaffenheit: Wirtschafts- und Forstwege, Verkehrsstraßen mit Radweg, kurze Abschnitte auf verkehrsarmen Straßen, ca. 1km sandige Strecke (evtl. schieben).
Startpunkt: Bahnhof Schierbrok
Sie starten an der Bahnstation Schierbrok. Wenn Sie sich auf dem Parkplatz vor der Bahnstation am Bremer Weg befinden, fahren Sie über den Bahnübergang und an der nächsten Kreuzung rechts Richtung Delmenhorst auf dem Radweg weiter. In der nächsten Kurve überqueren Sie die Straße (Vorsicht, viel Kfz-Verkehr) und biegen links nach Schönemoor ab.
Vor der Hochspannungsleitung biegen Sie an der Eiche rechts in einen gepflasterten Weg ein (Horster Deich).
An der Schönemoorer Dorfstraße angelangt, wenden Sie sich nach links und fahren auf dem Radweg weiter. Vor der nächsten Bushaltestelle beim Kriegerdenkmal können Sie einen kleinen Abstecher über die Eichenallee zur Schönemoorer Dorfkirche machen.
Nach Ende des Radwegs geht es auf der Asphaltstraße weiter geradeaus. (Nach rechts können Sie weit in die Wesermarsch blicken).
In einer scharfen Linkskurve (links geht es nach Bookholzberg) fahren Sie in die mit Betonsteinen gepflasterte Kanalstraße.
Wegen des moorigen Untergrundes ist diese Strecke teilweise holprig.
An einer Wegekreuzung angelangt, biegen Sie rechts ab in die Kanalstraße Richtung Hoerspe.
An dem Wege-T fahren Sie links in die betonierte Neuenlander Straße. An der nächsten Wegegabelung folgen Sie der betonierten Straße, dem Lührkenweg.
Sie können auch einen Abstecher zum Neuenlander Moor über den Vollersweg machen.
Wenn Sie das Wohngebiet erreicht haben, fahren Sie scharf rechts auf die Vorfahrtstraße (Rad-Fußweg). Wieder geht es die nächste Straße rechts ab (Harmenhauser Straße, die Allee war früher die Hauptverkehrsstraße Richtung Nordenham).
Am Zollbaum können Sie die B 212 überqueren. Am Ende des asphaltierten Weges sehen Sie rechts den Badesee Hohenböken.
Zur Weiterfahrt nehmen Sie geradeaus den Sandweg, der nur nach einer langen Trockenperiode schlecht zu befahren ist.
An der nächsten Wegekreuzung fahren Sie links in den betonierten Weg. Nach ca. 2 km kommen Sie an einen Bahnübergang.
An der folgenden Wegegabelung - in der Mitte befindet sich das Kriegerdenkmal - biegen Sie rechts ab (Fuhrenweg).
Am Ende des Fuhrenweges geht es links ab. Die nächste Vorfahrtstraße überqueren und links weiter Richtung Hohenböken. In die nächste rechte Abzweigung biegen Sie ein und nehmen den links liegenden Weg, den Müllerweg (unbefestigter Weg). In die Alte Allee fahren Sie rechts rein. Dieser Weg führt Sie direkt zum Wanderparkplatz und zum Waldgasthof Hasbruch.
Fahren Sie geradeaus in den forstwirtschaftlichen Weg links vom Parkplatz, dort steht auch eine Orientierungstafel.
Hier gelangen Sie zur Jagdhütte Hasbruch.
Über die nächste Kreuzung fahren Sie weiter geradeaus, es beginnt bald das Naturschutzgebiet Urwald. An der nächsten Wegegabelung fahren Sie links Richtung Falkenburg, hier kommen Sie auch zur Jagdhütte (Rastplatz).
Fahren Sie wieder den Weg von der Jagdhütte zurück, an der Abzweigung (von dort sind Sie gekommen) fahren Sie rechts ab. Sie kommen bald über die Autobahnbrücke - rechts sehen Sie den Fernsehturm Steinkimmen. Biegen Sie links ab an dem Wege-T und fahren Sie die Kühlinger Straße weiter geradeaus.
Sie kommen wieder über eine Autobahnbrücke. Es geht über die nächste Kreuzung geradeaus weiter.
Wenn Sie die ersten Häuser von Kühlingen passiert haben, sehen Sie am Wegesrand zwei als Naturdenkmal ausgewiesene Eichen, diese sind ca. 350 Jahre alt.
An der nächsten Wegegabelung steht eine Eiche in der Mitte, halten Sie sich links und biegen gleich in die nächste links. Zum Moorschlatt. Bleiben Sie auf diesem Weg, der später in einen festen Sandweg übergeht. Halten Sie sich rechts. Nach Beginn der asphaltierten Strecke folgen Sie dieser bis zur Bundesstraße, die Sie überqueren.
Am Ende dieser Asphaltstraße (Haus Hollen) fahren Sie weiter geradeaus dem unbefestigten Weg entlang. (Hier können Sie geradeaus und etwas nach links in die Wesermarsch blicken und die Schornsteine der Klöcknerhütte auf der rechten Weserseite Bremens sehen). Bei guter Sicht sollten Sie den nächsten Sandweg links hochfahren, von dort haben Sie eine hervorragende Aussicht.
An der nächsten Wegegabelung fahren Sie rechts und an der Vorfahrtsstraße links. Dort können Sie das Gross-Steingrab linkerhand sehen.
Überqueren Sie die Hauptstraße (Vorsicht, viel Verkehr!). An der nächsten linken Abzweigung biegen Sie Richtung Rethorn ab, halten sich links auf der Heilstättenstraße, (linker Hand liegt die Fachklinik und rechter Hand das Stenumer Holz).
Der Radweg an dieser Straße ist sehr holprig.
In der Kurve biegen Sie rechts in den Weg Am Walde. An der nächsten Wegegabelung fahren Sie rechts am Waldesrand entlang in den Forstweg. An der Vorfahrtsstraße biegen Sie links ab in die Bahnhofstraße und kommen so zum Ausgangspunkt zurück.
Sehenswürdigkeiten:
Moor, Marsch, Geest und Urwald: Auf dieser Tour "erfahren" Sie die drei Landschaftsformen des Landkreises und den Urwald.
Die Umgebung Bookholzbergs gehört zur Delmenhorster Geest, einem West-Ost gestreckten Geestrücken.
Das Weser-Aller-Urstromtal greift mit dem Bremer Becken als Bucht in die Geest, so dass der Geestvorsprung von Hude-Bookholzberg entsteht. Hier hat sich eine Steilkante ausgebildet, die bei Bookholzberg 25 m tief abfällt.
Von Hollen aus haben Sie eine hervorragende Aussicht von der Geest bis ins Wesertal.
Die Wesermarsch gehört zum sogenannten "perimarinen" Bereich, d.h. sie ist zwar Binnenland, wurde aber als nacheiszeitliche Ablagerung von der Nordsee gebildet. Schlickreiche, im Laufe der Zeit abgelagerte Sedimente bilden entlang des Weserufers einen Uferwall.
Zwischen diesem Uferwall und dem höher gelegenen Geestrand, aus dem Grundwasser austrat, bildete sich eine Wanne, die zur Vermoorung neigt.
Diese Moore im Übergangsbereich zur Marsch sind bis auf kleine Reste (Neuenlander Moor) kultiviert und werden überwiegend als Grünland genutzt.
Schönemoorer Dorfkirche: Eine landschaftsprägende Doppelallee, vorwiegend mit Eichen, führt zur St.-Katharinenkirche (1234 erbaut), eine ehemalige Wallfahrtskirche, vorwiegend aus Backstein errichtet, mit interessanten Fresken im Innern.
Neuenlander Moor: Das Neuenlander Moor erinnert mit seiner kleinflächigen und fast gleichmäßig parzellierten Flächenaufteilung an die Zeit zu Beginn des Torfstichs mit der damals üblichen Landzuweisung in Form der Pfänder. Die zum Teil noch feuchten Pfänder werden als Grünland genutzt.
Urwald Hasbruch: Ca. 650 ha groß, eines der größten Eichenreviere Norddeutschlands mit über 1OOOjährigen Eichen.
Durch nährstoffreichen lehmigen Boden mit guter Wasserversorgung entstand hier ein Laubmischwald. Im 17. und 18. Jahrhundert ist der Hasbruch durch Waldweide, Plaggenhieb, Holzberechtigungen und Holzdiebstahl ausgeplündert worden. So entstanden aber auch die bizarren Formen der Bäume.
Der Charakter des Waldes war der eines lichten parkähnlichen Hudewaldes (= Weidewald).
Im vorigen Jahrhundert wurde der Hudewald in Hochwald umgewandelt, besonders markante Bestände wurden in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Ca. 38 ha im Kern des Naturschutzgebietes bleiben sich selbst überlassen.
Ein Wanderplan Hasbruch ist bei den Gemeinden Hude und Ganderkesee erhältlich.
Stenumer Holz: Das Stenumer Holz zeichnet sich durch seine Höhenunterschiede auf kleinstem Raum aus (Geestrand).
Ein Wander- und Lehrpfad, der hinter dem Gasthof Backenköhler beginnt, führt durch das Stenumer Holz (ein kleines Heft über diesen Lehrpfad ist bei der Gemeinde Ganderkesee erhältlich).
Einkehrmöglichkeiten:
Schierbrok: Restaurant Mediterrannee. Schönemoor: Nutzhorn´sches Wirtshaus. Mönchhof: Gaststätte Bücking "Zur Schiffstede". Bookholzberg: mehrere Einkehrmöglichkeiten. Hohenbökener Moor: Gastwirtschaft "Zur Tränke" (neben der Reithalle).
Hasbruch: Waldgasthof "Hasbruch".
Kühlingen: Gasthof "Zur Linde".
Stenum: Lüschens Bauerndiele, Backenköhlers Gasthof.
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Urheber: © Gemeinde Ganderkesee