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Bäuerliche Kulturlandschaft im Wandel der Zeiten

Rubrik:Regionales Radwandern
Streckenverlauf:Grossenkneten, Sage, Döhlen
Länge:37,11 km
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR9 Südoldenburg
Kontakt:Gemeinde Ganderkesee
www.ganderkesee.de

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Informationen zur Tour

Bäuerlicher Kulturlandschaft im Wandel der Zeit

Wegbeschaffenheit: Befestigte landwirtschaftliche Wege, kurze Strecken auf verkehrsarmen Straßen und auf straßenbegleitenden Radwegen; beim Huntloser Moor, nördlich der Erdgasaufbereitungsanlage und nördlich von Haast insgesamt ca. 2,2 km unbefestigte Wegstrecken (im Sommer evtl. schieben).

Startpunkt: Bahnhof Großenkneten

Fahren Sie zur Siloanlage neben dem Bahnhofsgebäude in Großenkneten, dort links am Bürogebäude der Viehverwertung vorbei in die Raiffeisenstraße bis zur Hauptstraße und biegen gegenüber der Raiffeisenstraße in die Straße Am Kirchholz ein (links an der Hauptstraße die Gaststätte Kempermann).
Auf der befestigten Straße bleiben, nach der Rechtskurve die Bahngleise überqueren.
Vor dem Wald rechts in die Asphaltstraße Rickensand abbiegen - Sie kommen links an einem Schafstall vorbei - und in die nächste Straße Sager Schweiz links fahren.
Am Ende dieser Straße geht es rechts auf der Asphaltstraße weiter.

Beim Ortsschild "Sage" in die Asphaltstraße Sandhopskämpe fahren, die im spitzen Winkel links abgeht, und hinter dem Schild "Landschaftsschutzgebiet" sofort in den nächsten unbefestigten Waldweg rechts einbiegen. An der Sager Straße rechts auf dem Radweg biegen (links kommen Sie zur Kriegsgräberstätte Sage). Beim Rathaus "B 69" die Straße überqueren und in den Weg Zur Sager Heide fahren. Hier steht eine Orientierungstafel. Dem Weg Zur Sager Heide, der an einer Wegekreuzung nach rechts abknickt, folgen. Ein schmaler Feldweg rechts führt zwischen Wald und Acker zum Schafstall Ritterhof.
Nach einer Rast unter der Eiche am Schafstall geht es auf der Asphaltstraße bis zur nächsten Wegekreuzung weiter, dort biegen Sie rechts in den Weg Blanker Schlatt Richtung Sage ein. An der Wegegabelung rechts in den asphaltierten Weg Vierte.

Alternative (mit Einkehrmöglichkeit):
Fahren Sie nicht Vierte, sondern Blanker Schlatt weiter geradeaus, an der Garreler Straße gibt es eine Einkehrmöglichkeit. Überqueren Sie die Garreler Straße und fahren Sie in den Schwalbenweg. An den nächsten beiden Wegegabelungen links und an der Haaster Höhe geht es noch einmal links ab.

Der Asphaltstraße Vierte folgen, die Garreler Straße überqueren und Haaster Höhe entlangfahren. Hier gibt es rechts und links des Weges Bauernhäuser und Nebengebäude im Fachwerk.
Weiter geht es rechts zur Goosthöhe, es folgt ein Stück unbefestigte Wegstrecke. Am Ende des Weges rechts dem befestigten Weg folgen bis Zum Fladder, dort links einbiegen. Die Straße mit Radweg überqueren und rechts fahren bis zur nächsten links, Nordholz. Fahren Sie auf die Vorfahrtstraße links Richtung Erdgasanlage, am Nordholzkamp und Nordholzweg vorbei und in der nächsten Kurve links in den unbefestigten Weg (vor dem Parkplatz für Unternehmerpersonal). Diesem Weg folgen, an der Krumlander Straße rechts einbiegen (Bauernhäuser).

Am Ende der Krumlander Straße biegen Sie links ab, folgen der Hauptverkehrsstraße bis zum Hinweisschild Döhler Camping, dort biegen Sie ein und sofort links in den Weg Kleines Moor. Hinter der Bahnunterführung rechts unterhalb des Bahndammes entlang. Nach einigen Kurven kommen Sie zu einer Wegekreuzung, dort links abbiegen (Betonsteine). Am Ende der gepflasterten Straße fahren Sie geradeaus weiter in den unbefestigten Weg. Nach dem Huntloser Moor fahren Sie in den Huntloser Moorweg, nach Beginn der Asphaltstraße rechts in den Brookweg. Überqueren Sie die Vorfahrtstraße Amelhauser Straße und fahren Sie rechts in den Rittrumer Esch (Betonsteine).

Überqueren Sie wieder die nächste Hauptstraße und fahren Sie geradeaus in die Rittrumer Straße (links: "Westrittrumer Krug"). Abstecher zum Huntesteg nach links möglich, sandiger Weg.
Überqueren Sie die Amelhauser Straße und fahren links auf den Radweg der Moorbeker Straße. Kurz vor dem Ausflugslokal GUT MOORBECK biegen Sie rechts in die Straße An der Possenkuhle (ein Abstecher zum Ausflugslokal Gut Moorbeck ist zu empfehlen). Nach der nächsten Linkskurve kommen Sie an eine Abzweigung Am Gräberfeld, dort biegen Sie rechts ein. Nach ca. 1,5 km bieten sich zwei Möglichkeiten an:

Die kürzere Strecke: folgen Sie dem Weg Am Gräberfeld, an der Buchenallee biegen Sie rechts ab und kommen so nach Großenkneten. Die längere Strecke führt Sie über einen neu erbauten landwirtschaftlichen Weg. Fahren Sie also rechts in den Privatweg des Realverbandes (gelbes Schild). Nach einer Linkskurve überqueren Sie die Moorbeker Straße (Vorsicht, Verkehr!) und fahren in den Moosbergweg. An der nächsten Wegekreuzung wenden Sie sich links und fahren den gepflasterten Weg weiter. Weiter geht es geradeaus über zwei Wegekreuzungen, an der Gabelung folgen Sie dem Asphaltweg links bis nach Großenkneten (mehrere wiederhergestellte Bauernhäuser). Überqueren Sie die Vorfahrtstraße und fahren Sie rechts auf den Radweg, rechts an der Wegegabelung sehen Sie den Hof Muhle. Nun gelangen Sie durch den Ort Großenkneten wieder zum Bahnhof zurück.

Sehenswürdigkeiten

Bäuerliche Kulturlandschaft im Wandel der Zeiten:
Auf der Geest wurde ein Teil des ursprünglich vorhandenen Waldes gerodet. Es entstanden an günstigen Stellen die ersten Ackerfluren der Dörfer. Dieses Ackerland, der Esch, lieferte vor allem den Roggen zur Brotherstellung (Esch = Brotland). Die Eschdörfer (Sage, erstmals urkundlich erwähnt 872, Großenkneten 890, Döhlen 782) wurden gegründet. Schafe lieferten den Dünger: Heideplaggen wurden als Streu in die Schafstelle gebracht und nach einiger Zeit auf das Ackerland als Dünger verteilt.

Im Mittelalter wurden zur Erweiterung der Ackerflächen Kämpe angelegt, z. B. Haast und Krumland waren solche Kampsiedlungen. Einstellige Höfe wie das Gut Moorbeck sind die ältesten Kampfluren. Im 19.Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhundert wurden vom Oldenburger Staat Kolonien vor allem auf den weniger fruchtbaren Heideflächen für neue Siedler gegründet (Pallast 1863, Hespenbusch 1910, Döhler Feld). Zu dieser Zeit kam der Kunstdünger auf.
Die meisten Moorflächen sind heute zu einem Wiesen- und Weidemoor umgewandelt worden (z. B. Altes Moor nördlich von Sage-Haast). Das Huntloser Moor steht unter Naturschutz (darf nicht betreten werden).
Die Erdgasgewinnungsanlagen und die Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten bilden einen imposanten Kontrast. Südlich von Oldenburg ist das bedeutendste Erdgasgebiet der Bundesrepublik.
In der Erdgasaufbereitungsanlage wird das mit Schwefelverbindungen belastete Erdgas "gewaschen". Jährlich werden so ca. 700.000 Tonnen Schwefel produziert, das weiterverarbeitet wird.

Sager Schweiz:
Hier sind etwa vor 300 Jahren vom Westwind Dünen aufgeweht, die früher weitgehend verheidet waren. In West-Ost-Richtung verlaufende Wege sind zu Hohlwegen ausgeblasen worden. Die Heideflächen wurden aufgeforstet oder in Ackerflächen umgewandelt. Der Eichenwald ist "verkrattet", d. h. die Eichen sind krumm, gedreht und verbogen.
Die bizarren Formen entstanden durch Wanderdünen, die die Baumwurzeln übersandeten, durch Kopfholzbetrieb zur Brennholzgewinnung und durch den Viehverbiß.

Schafstall Ritterhof mit Eiche:
Der Kronendurchmesser der ca. 300 Jahre alten Eiche - ein Naturdenkmal - beträgt 28 m. Der Schafstall wird heute für private Feiern genutzt.

Hof Muhle in Großenkneten:
Das reetgedeckte Bauernhaus von 1826 wurde 1932 erneuert. Besonders zu beachten ist der Heidefirst. Der Hof wird von Eichen und einer Buchenhecke eingerahmt.

Einkehrmöglichkeiten

Sage:Rathaus "B 69".
Sage-Haast:Gaststätte Otte. Döhlen:Landgasthaus "Döhler Krug", Döhler Bauernstuben.
Westrittrum:Westrittrumer Krug, Ausflugslokal Gut Moorbeck.

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Urheber: © Gemeinde Ganderkesee

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