| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Grossenkneten, Steinloge, Ahlhorn |
| Länge: | 30,72 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR9 Südoldenburg |
| Kontakt: | Gemeinde Ganderkesee www.ganderkesee.de |
Tour entlang von Stein- und Hügelgräbern in der Wildehauser Geest

Wegbeschaffenheit: Sehr verkehrsarme Straßen, Asphaltwege, gut befahrbare Schotterwege, zwei sandige Strecken von ca. 1 km.
Startpunkt: Bahnhof Großenkneten
Fahren Sie hinter dem Bahnhofsgebäude in Großenkneten in den Bahnhofsweg (nur für Fußgänger und Radfahrer erlaubt) und biegen Sie links in die Hauptstraße auf den Fußweg. Nach ca. 1 km sehen Sie an der Wegegabelung den Hof Muhle.
Dort fahren Sie in die Moorbeker Straße Richtung Wildeshausen und nach ca. 800 m rechts ab in die Buchenallee und links in die Straße Am Gräberfeld nach Hespenbusch. Linker Hand sehen Sie das Hespenbuscher Gräberfeld.
Alternative:
Wenn Sie die Buchenallee in voller Schönheit genießen wollen, so fahren Sie nach Besichtigung des Hespenbuscher Gräberfeldes die Straße Am Gräberfeld wieder zurück und biegen scharf links in die Buchenallee ein, der Sie bis zum Ortsschild "Steinloge" weiter folgen. Nun lesen Sie die Wegbeschreibung ab Steinloge weiter.
Der Straße Am Gräberfeld weiter folgen, bis rechts die Straße Am Griesenmoor nach Pallast/Steinloge abgeht. Hier biegen Sie ein und folgen der Straße bis zur Buchenallee. Dort geht es links weiter.
Steinloge: Nach dem Ortsschild "Steinloge" geht es links in die Asphaltstraße Im Glaner und die nächste rechts Im Lehmstich. Nach Erreichen der Bundesstraße links auf den Radweg fahren und gleich wieder rechts abbiegen (Sie können auch über den Parkplatz der Raststätte "Visbeker Braut" fahren. Hinter der Raststätte am Rande des Campingplatzes Findling).
An diesem Weg befindet sich hinter der Autobahn-Unterführung die Visbeker Braut. Kehren Sie wieder auf den Weg zurück und fahren Sie in südlicher Richtung, bis kurz vor der Auebrücke rechts ein Weg abzweigt. Diesen entlang fahren, nach ca. 1 km biegen Sie links in den asphaltierten Varnhorner Weg ein. Fahren Sie über die Holzbrücke der Aue und biegen Sie nach ca. 150 m in den Schotterweg rechts ein.
Engelmannsbäke: Dieser Weg (z. T. Schotter und Asphalt, gekennzeichnet mit einem kleinen grün-weißen Radwanderschild) führt an Fischteichen vorbei und über die Twillbäke. Geradeaus weiter fahren, bis Sie nach ca. 4 km die Vorfahrtstraße erreicht haben. Dort rechts abbiegen. Nach der Auebrücke, gleich hinter der Einfahrt zum Ausflugslokal, biegen Sie von der Vorfahrtstraße rechts in den nächsten Weg ein (Verkehrsschild "Für Kfz verboten", Fahrspur mit Grasnarbe in der Mitte). Rechts in den Wanderweg weiter fahren (mit Rücksicht auf Wanderer evtl. das Fahrrad schieben), der Sie über eine Fußgängerbrücke geradeaus zum Heidenopfertisch führt.
Nach Besichtigung fahren Sie wieder zurück über die Fußgängerbrücke und rechts weiter zum Visbeker Bräutigam und zum Brautwagen. Nun geht es ein Stück auf dem Brautweg entlang, der Weg ist zum Teil schmal, wegen der Spaziergänger eventuell absteigen. Dieser Waldweg führt bis zu einer Wegekreuzung (rechts ist ein Acker zu sehen), dort links abbiegen.
Bei einem Findling links am Wegesrand sehen Sie rechts die Ahlhorner Kellersteine.
Diesem unbefestigten, zum Teil sandigen Weg weiter folgen, nach der BAB-Unterführung biegen Sie links in einen gepflasterten Weg ein.
Nach der Rechtskurve weiter geradeaus bis zur Bundesstraße. Dort auf den Radweg links ein kleines Stück weiter bis zur nächsten Straße rechts, in die Sie einbiegen. Nach ca. 600 m können Sie links Am Fahrenkamp einen Abstecher zum Schafstall machen.
Nach ca. 300 m rechts bergab Richtung Hagel. Am Rastplatz des Hageler Ecks links weiter (ca. 2,5 km) bis zum Dachsweg, in den Sie einbiegen.
Am Ende des Dachswegs rechts Richtung Großenkneten, an der Ahlhorner Straße rechts, nach der Linkskurve (Gasthof Lüken) an der Marienkirche vorbei bis zur Hauptstraße weiter, dort links weiter bis zum Bahnhofsweg rechter Hand.
Sehenswürdigkeiten:
Steingräber aus der Jungsteinzeit (ca. 3500 - 1800 v. Chr.) spiegeln die Änderungen in den Lebensgewohnheiten des Menschen wider.
Der Mensch gab das unstete Leben als Jäger, Fischer und Sammler auf und wurde sesshaft. Auf der oldenburgischen Hohen Geest wurden Steingräber häufig an oder in der Nähe von Fluss- und Bachläufen erreichtet. Wahrscheinlich war diese Gegend in der Jungsteinzeit verhältnismäßig dicht besiedelt. - Leider wurden in unserem Jahrtausend Findlinge der Steingräber für die Kirchen-, Haus- und Straßenbau verwendet.
Durch Raubgrabungen und Einebnung der Grabhügel wurden außerdem viele Grabstätten zerstört.
Funde, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden, können im Staatlichen Museum für Naturkunde und Vorgeschichte, Damm 42, 2900 Oldenburg, geöffnet Di.-Do. 9.00 - 17.00 Uhr, Fr. 9.00 - 15.00 Uhr, Sa. und So. 10.00 - 17.00 Uhr, Mo. geschlossen, besichtigt werden.
Buchenallee: Das Alter der Buchen wird auf 140 Jahre geschätzt.
Trotz aufwendiger Erhaltungsmaßnahmen werden viele kranke Buchen aus Gründen der Verkehrssicherheit durch junge Bäume ersetzt werden müssen.
Hespenbuscher Gräberfeld: Dieses unter Naturschutz stehende Gräberfeld aus der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 10. - 5. Jahrh. V. Chr.) ist im Vergleich zum bekannteren Pestruper Gräberfeld klein, es umfaßt nur 52 Hügel.
Es werden überwiegend Urnengräber vermutet. Genaue Untersuchungen sind noch nicht gemacht worden.
Von den mit Heide bewachsenen Hügeln reicht der Blick bis in die Hunteniederung.
Findlinge in Steinloge: Auch heute noch werden große Findlinge zu Tage gefördert.
Eine Attraktion war im Januar 1990 die Bergung eines über 100t schweren Findlings auf einem Acker hinter der Raststätte "Visbeker Braut". Zwei Superkräne hoben diesen Stein, der leider in drei Teile zerbrochen war. Der größte Brocken wog aber immerhin noch 75t.
Als Visbeker Braut wird das Kammergrab aus der Jungsteinzeit mit einer ca. 80 m langen Einfassung aus Findlingen bezeichnet. Die Grabkammer in der Mitte ist ca. 5,5 x 1,5 m groß, einige Decksteine sind nicht mehr vorhanden.
Heidenopfertisch: Dieses Steingrab ohne Steineinfassung ist - wie die meisten Steingräber - in Ost-West-Richtung an einem Flußlauf angelegt worden. Einige Tragsteine sind nicht mehr vorhanden, einer der drei Decksteine fehlt ebenso. Die ursprüngliche Größe der Grabkammer betrug 2,5 x 10 m, es zählt zu den größten Steingräbern im deutschen Raum.
Die Bezeichnung stammt aus dem vorigen Jahrhundert.
Visbeker Bräutigam, Brautwagen: Der Visbeker Bräutigam ist eines der eindrucksvollsten Hünengräber. Es ist ca. 104 m lang und 8 bis 9 m breit. Die einzige Grabkammer ist inmitten der Steineinfassung nur 10 m lang. An der Ostseite überragt ein aufrecht gestellter Findling das Grab: Der steinerne Bräutigam, der der Sage nach diese Stätte bewachen soll.
Vor über 4.500 Jahren sollte eine Braut einem Bräutigam zugesprochen werden, den sie aber nicht wollte. Ihr Wunsch, die ganze Hochzeitsgesellschaft möge in Stein verwandelt werden, wurde erfüllt. Der noch gut erhaltene Brautwagen ist südöstlich des Bräutigams zu sehen. Die Totenkammer ist mit ihren vier Decksteinen vollständig erhalten, sogar die Reste des ehemaligen Hügels sind noch zu sehen.
Ahlhorner Kellersteine: Wie bei fast allen Steingräbern ist auch hier der ursprüngliche Erdhügel nicht mehr vorhanden. Die Decksteine sind alle abgesunken. Die hintere Grabanlage liegt in einem Rundhügel, von den drei Decksteinen ist nur noch einer vorhanden.
Schafstall Fahrenkamp: Die Rotbuche beim Schafkoben hat einen Stammdurchmesser von ca. 1,50 m, ihr Alter wird auf 250 Jahre geschätzt.
Schafkoben erinnern an die Heideflächen in der Wildeshauser Geest, auf denen Schafe weideten. Erst durch Einsatz von Kunstdünger konnten Heideflächen in Äcker umgewandelt werden.
Das Reetdach wurde in Vereinsarbeit mit Roggenstroh wieder hergerichtet. Der First wurde hier statt mit dem früher verwendeten Heidekraut mit Dachpfannen gedeckt.
Die Marienkirche, eine einschiffige Hallenkirche in Großenkneten aus dem 13. Jahrhundert, wurde leider oft verändert. Sie soll der Sage nach auf einem Megalithgrab stehen. Ausgrabungen haben dies nicht bestätigt. Allerdings wurden Findlinge als Baumaterial verwendet.
Einkehrmöglichkeiten: Steinloge:Raststätte "Visbeker Braut"; Gaststätte Schnittker.
Visbek:Ausflugslokal und Landgasthof Engelmannsbäke; Forellenfarm. Ahlhorn:Gasthaus Rönnau und weitere Gaststätten im Ort.
Großenkneten:mehrere Einkehrmöglichkeiten.
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