| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Wildeshausen, Aumühle, Dötlingen |
| Länge: | 43,23 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR9 Südoldenburg |
| Kontakt: | Gemeinde Ganderkesee www.ganderkesee.de |
Tour entlang von Stein- und Hügelgräbern in der Wildehauser Geest

Wegbeschaffenheit: Asphaltierte verkehrsarme Straßen und landschaftliche Wege, gut befahrbare Schotterwege, Radwege, keine nennenswerte Steigerungen.
Der Start dieser Tour erfolgt am Kreishaus in Wildeshausen.
Fahren Sie vom Kreishaus aus stadteinwärts. Vor der Huntebrücke "Zwischenbrücken" biegen Sie links in den Marschweg, fahren rechts in den nächsten Weg, "An der Hunte", an der Wegekreuzung geradeaus weiter in den Rad-Fußweg, über die Huntebrücke und sofort links an der Hunte entlang knapp 1 km bis zur Rövekampstraße. Dort einbiegen, links in die Uhlandstraße und bis in die Straße Am Freikamp fahren und wieder links in die Pestruper Straße (mit Radweg) bis zum Autowanderparkplatz. Hier können Sie das gegenüberliegende Pestruper Gräberfeld besichtigen.
Am Ende des Parkplatzes biegen Sie links ein und folgen dem schwarzen Wanderschild mit der Nr. 2 nach Pestrup bis zu den Kleinkneter Steinen. Dieser Weg führt zunächst geradeaus, an der Wegekreuzung biegen Sie rechts ab und folgen diesem Weg, der parallel zur Hunte verläuft. Am Ende dieses Weges geht es rechts ab zum Dorf Pestrup, dann links auf die Dorfstraße und die nächste Straße rechts Richtung Pestruper Straße (mit Radweg).
Diese überqueren Sie und folgen dem Hinweisschild "Kleinkneter Steine".
Von den Kleinkneter Steinen aus geht es weiter nach Düngstrup, am Gasthof "Zum Bahnhof" vorbei. In die nächste Straße Richtung Wildeshausen rechts einbiegen.
Nach ca. 1,5 km fahren Sie links über Lüerte nach Bargloy. Ein Abstecher führt Sie zur Bargloyer Steinkiste: In Bargloy wenden Sie sich nach rechts (vor einer gelben Scheune) und biegen links in den Schotterweg ein. Nachdem Sie die Steinkiste besichtigt haben, kehren Sie wieder zurück nach Bargloy.
Wenn Sie die große Tour fahren wollen, überspringen Sie bitte die nächsten beiden Absätze.
Ende der ersten Etappe: Über den Bargloyer Weg kommen Sie nach Wildeshausen zurück.
Beginn der zweiten Etappe:
Die 2. Etappe starten Sie in Wildeshausen am Hallenbad.
Wenn Sie sich vor dem Hallenbad befinden, fahren Sie in den Wanderweg, der in der Kurve von der Asphaltstraße abzweigt.
Nun durchqueren Sie den Stadtwald "Krandel". Nach dem Stadion kommen Sie an eine Wegegabelung, dort halten Sie sich rechts.
Am Ende des Waldweges überqueren Sie die Asphaltstraße (Glaner Str.) und fahren in die Nelkenstr., die später in einen Schotterweg übergeht. Jetzt immer dem schwarzen Wanderwegschild mit einem Steinsymbol folgen.
Überqueren Sie die Asphaltstraße "Spascher Feldweg" und folgen Sie dem Schotterweg, fahren über eine Fußgängerbrücke, an einem Rast- und Spielplatz vorbei bis zu einer Wegegabelung. Dort rechts halten, eine Straße (sie ist linker Hand asphaltiert und rechter Hand sandig) überqueren und in den Schotterweg mit Schlagbaum fahren. Am nächsten Schlagbaum links in den sandigen Weg einbiegen und dem Schild "Hohen Steine 250 m" folgen. Überqueren Sie die B 213.
Die Hohen Steine befinden sich an der Bundesstraße links im Wald. Nach Besichtigung der Hohen Steine fahren Sie den Sandweg wieder zurück und folgen links dem Schotterweg.
Große Tour:
Wenn Sie sich für die große Radtour entschieden haben, so geht es von Bargloy aus weiter zu den Hohen Steinen, die kurz vor der B 213 rechts im Wald zu finden sind. Überqueren Sie die B 213 und fahren in den Sandweg und in den nächsten Schotterweg links.
An der Asphaltstraße geht es rechts nach Aumühle und Heinefelde. Vor dem Ortsschild Heinefelde rechts abbiegen. (Ein Abstecher nach links zur idyllisch gelegenen Wassermühle in Heinefelde ist zu empfehlen!
Von Heinefelde aus kann ein weiterer Abstecher zum Gut Moorbeck gemacht werden - einem Ausflugslokal in einer alten Hofanlage mit großem Mühlenteich.
Von Moorbeck aus die Vorfahrtstraße mit Radweg in südlicher Richtung fahren. Hinter der Ortschaft Glane biegen Sie in die nächste Asphaltstraße auf der linken Seite ein). Ab der Vorfahrtstraße (mit Radweg) biegen Sie rechts ein und fahren nach ca. 200 m links in die Asphaltstraße.
Am Ende dieser Asphaltstraße folgen Sie rechts dem "Fuß- und Radweg Glaner Braut", die Steingräber befinden sich links des Weges. Anschließend den "Huntepadd" entlangfahren, der bergab an der Abbruchkante des Huntetales zur Huntebrücke führt. Hier in der Glaner Heide kommen Sie an drei Naturdenkmalen vorbei: Rechts des Weges Altwasser der Hunte, links des Weges Eichen auf einer Wiese und einer Rotbuche.
Am Lopshof fahren Sie links auf den Heideweg. Eine Rast kann hier auf dem Gierenberg eingelegt werden. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Hunteniederung. Folgen Sie dem Hinweisschild "Schützenhof".
Hinter dem Schützenhof befindet sich das Dötlinger Steingrab.
Kehren Sie wieder zurück und fahren in die Straße "Zum Sande", an der sich die Gerichtsstätte und die als Naturdenkmal ausgewiesene Buchenallee Aschenstedt befinden.
An der Straße Wildeshausen - Kirchhatten (mit Radweg) rechts abbiegen, nach ca. 700 m links in den Olen Oort über die Bahnlinie zur Bauerschaft Busch fahren, dort rechts halten und dem Olen Oort folgen.
Wieder links auf den Radweg der Wildeshauser Straße fahren, rechts in die B 213 einbiegen und dieser bis zum Ausgangspunkt folgen.
Sehenswürdigkeiten an der Strecke
In der Jungsteinzeit (ca. 3.500 bis 1.800 v. Chr.) entstanden die ersten bäuerlichen Siedlungen. Zeugen aus dieser Zeit sind die Großsteingräber (Megalithgräber). Als Material dienten riesige Granitböcke, die Eiszeitgletscher von Skandinavien nach Nordwest-Niedersachsen geschoben haben. Die drei wichtigsten Formen von Großsteingräbern sind:
1. Kammergrab: ohne Einfassung und Eingang. 2. Ganggrab: Kammer mit einem kurzen vorgebauten Gang .
3. "Hünenbett": Ganggrab mit einer weiteren wesentlich größeren rechteckigen oder ovalen Findlingssetzung.
Über die Trägersteine wurde Erde geschüttet, Decksteine wurden darüber gelegt. Mit der Zeit wurden die Erdhügel durch Frost, Regen und Wind abgetragen. Als Beigaben wurden den Toten vor allem Gefäße mit Nahrung (Trichterbecher, Schalen, Kummen, Kragenfläschchen), Bernsteinperlen, Feuerstein- und Feldgesteinbeile, Streitäxte und Pfeilspitzen aus Feuerstein mitgegeben.
In der Bronzezeit und Eisenzeit wurden die Toten unter Erdgrabhügeln beigesetzt.
In der späten Bronzezeit (zwischen 1.200 und 800 v. Chr.) wurde es Brauch, die Toten zu verbrennen und die Urnen unter den Grabhügeln beizusetzen.
Das größte Gräberfeld aus dieser Zeit liegt bei Pestrup.
Durch frühe Unterschutzstellung im vorigen Jahrhundert konnten rd. 500 Grabhügel erhalten werden.
Das größte Gräberfeld Nordeuropas, das Pestruper Gräberfeld mit 500 Grabhügeln aus der Zeit zwischen 900 und 200 v. Chr.
Von Ende August bis Mitte September kann hier die blühende Heide bewundert werden.
Nördlich von Kleinenkneten können zwei Großsteingräber aus der Jungsteinzeit (nach neueren Datierungen 2. Hälfte des 4. Jahrtausend vor Chr.) besichtigt werden: die Kleinenkneter Steine.
Eines der Gräber ist wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt worden. Dieses 50 m lange und bis zu 7 m breite und mit Erde aufgeschüttete Steingrab ist von 85 Findlingen umsäumt. In der Mitte liegt eine 8 x 3 m große Grabkammer.
Die Bargloyer Steinkiste (2 x 1,5 m) stammt aus der frühen Bronzezeit. Auf dem Deckstein sind schalenförmige Vertiefungen zu erkennen, die vielleicht kultischen Zwecken dienten.
Bei den "Hohen Steinen" handelt es sich um ein Ganggrab mit ovaler Einfassung und Decksteinen.
Die "Glaner Braut", nur ein Steinwurf von der Hunte entfernt, liegt inmitten einer Heidelandschaft. Zwei Hünenbetten sind bis zu 39 m lang, leider sind die Grabeinfassungen nicht mehr vollständig vorhanden.
Auf der Glaner Heide in den Dünen sind Feuersteingeräte aus der Altsteinzeit (gleichzeitig ausgehende letzte Eiszeit) gefunden worden. Hier hatten die Rentierjäger um 10.000 v. Chr. ein Sommerlager aufgeschlagen.
Das Huntetal:
Die Hunte, die am Rande der Geesthochfläche von Dötlingen - Kirchhatten verläuft, hat sich in ein während der Eiszeit geformtes Talsandbett eingetieft.
Dötlingen:
Im malerischen Dorf Dötlingen sind neben der hügeligen Geestlandschaft viele historische Schätze zu bewundern: Fachwerkhäuser wie der berühmteTabkenhof, die Kirche aus dem 13. Jahrhundert, deren Mauern aus Findlingen errichtet wurden, und die 1000-jährige Dorfeiche.
Das restaurierte Dötlinger Steingrab ist 18 m lang und ca. 2,20 m breit. Bestattungen wurde hier noch in der frühen Bronzezeit vorgenommen, denn die bei Ausgrabungen gefundenen Schmuckstücke, Gefäße und Geräte stammen aus dieser Zeit.
Wie bei vielen anderen Steingräbern ist auch das Dötlinger Steingrab leider z. T. zerstört worden.
Die Gerichtsstätte östlich von Dötlingen ist eine durch einen Erdwall umrahmte Steinsetzung aus der Jungsteinzeit.
Wildeshausen:
Alexanderkirche aus dem 13. Jh., 1000 Jahre altes Kapitelhaus (Remter), Rathaus in Backsteingotik aus dem 14. Jahrhundert, Dampfkornbranntweinbrennereimuseum von 1857 (geöffnet sonntags von 14 - 18 Uhr) und Stadtwall aus dem Mittelalter.
Einkehrmöglichkeiten:
Düngstrup: Bahnhofsgaststätte.
Lüerte: Benekes Gaststätte, Gasthaus Scheele, Haus Auetal, westlich von Aumühle (Raststätte an der B 213), Gaststätte auf dem Campingplatz.
Dötlingen: mehrere Gasthöfe, Hinweisschilder im Ort.
Aschenbeck: Aschenbecker Kate. Wildeshausen: Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
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Urheber: © Gemeinde Ganderkesee