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Radvergnügen in Butjadingen

Rubrik:Regionales Radwandern
Start:Wilhelmshaven, Helgolandkai
Streckenverlauf:Wilhelmshaven, Eckwarden, Burhave
Ziel:Wilhelmshaven, Helgolandkai
Länge:58,21 km
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR2 Nordoldenburg
Kontakt:Fritz Oeltermann, ADFC Wilhelmshaven

kontakt@adfc.de
www.adfc.de

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Informationen zur Tour

Radtour durch die Oase der Ruhe

Streckenbeschaffenheit: Eben, befestigte, überwiegend asphaltierte Wege. Geeignet für: Familien, Kinder ab 8 J., Naturfreunde, Interesse an Küstengeschichte. Am Wegesrand: Info-Tafeln über Besonderheiten und Geschichte der Landschaft. Ausrüstung: Tourenrad, Fernglas, ggf. Badezeug. Wir starten zu einer genüßlichen Radtour durch die Gemeinde Butjadingen auf der anderen Seite des Jadebusens. Kenner wissen, daß die Radler dort in der Regel eine Oase der Ruhe erwartet. Die Fähre am Helgolandkai startet erstmals am Himmelfahrtstag, ab etwa Ende Mai (Termin wird in der Presse bekanntgegeben) bis Ende August täglich um 09.00 Uhr am Helgolandkai. Es empfiehlt sich, rechtzeitig vor Ort zu sein, denn an schönen Tagen ist der Radlerandrang groß. Etwa 30 bis 40 Minuten dauert die Überfahrt nach Eckwarderhörne, das Nordseeküstenbad an der Südwestecke Butjadingens. Das 45 Meter hohe Richtfeuer für den Schiffsverkehr auf der Jade ist gleichzeitig das Wahrzeichen von E`hörne. Vom Anleger geht es zunächst nach links den Deich hinauf zur Strandhalle. Auf der anderen Seite die unvermeidliche Abfahrt in Richtung Eckwarden. Nach der Linkskurve, die uns vom Deich wegführt, ist ein neuer Fahrradweg (linksseitig) angelegt worden. So können wir vom Kfz-Verkehr ungestört radeln. Nach etwa 1,5 km liegt in einer Rechtskurve Sinswürden mit der alten Hof-/Burganlage Memmenburg. Ein paar hundert Meter weiter endet der Radweg und wir radeln auf der Straße weiter nach Eckwarden. Bei der Kirche auf der hohen Wurt ist ein kurzer Stop angesagt. Sie stammt aus dem 12./13. Jh. und beherbergt ein von Ludwig Munstermann geschaffenes Grabmal des Vogtes Meent Siassen und Familie, das von besonderer kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Um 1810 machte Napoleon Eckwarden zu einem starken Blockade-Stützpunkt gegen den britischen Handel. Am Ortsausgang fahren wir (wegen der Ruhe) rechts in den Bullwerksweg, der uns aber nach gut 1,5 km wieder auf die Hauptstraße zurückführt. Doch wenig später verlassen wir diese wieder nach rechts in die Roddenser Straße, auch "Apfelallee" genannt. Hier können wir die Seele baumeln lassen. Zunächst gelangen wir wieder an den Deich des Jadebusens, fahren ein Stück ostwärts, vorbei an zwei, drei Gehöften und erreichen eine etwas stärker vom Kfz-Verkehr frequentierte Straße. Nach links führt sie uns zur Ortschaft Iffens. Etwas versteckt biegt rechts ab der Alandsweg. Wir überqueren das Fedderwarder Sieltief und fahren nach dem links am Weg liegenden Wohnhaus geradeaus auf dem Sieltiefsweg (gut befahrbarer Pfad) weiter. Die Asphaltstraße, die wir nach gut 1,5 km erreichen, trägt den Namen Mitteldeich. Der Mitteldeich aus dem hohen Mittelalter durchzieht Butjadingen von West nach Ost. Er war im 14. Jh. Schutzdeich gegen die von der Jade zur Weser durchgebrochene Heete. Auf dem Mitteldeich fahren wir nach Osten. Nach gut vier Kilometern biegen wir links ab in den Knappenburger Weg. In der bald darauf erreichten Ansiedlung Isens machen wir eine kleine Pause und genießen die Idylle dieser Ansiedlung. Auf dem Isenser Burweg (links) setzen wir unsere Tour fort, biegen bei der nächsten Abzweigung rechts ab und erreichen gleich nach der Ansiedlung Cöln die Burhaver Straße. Auf dem Weg nach Burhave passieren wir Sillens. Hier lohnt sich ein Spaziergang durch das idyllische Dorf auf der Rundwurt. Weiter auf der Straße nach Burhave wenden wir uns in einer Linkskurve nach rechts in den Seeksweg, auf dem wir gleich darauf den Nordseedeich und, vorbei an schön restaurierten alten Siedlungen, Burhave erreichen. Burhave ist der Sitz der Gemeinde und der Kurverwaltung. Der Ort hat, wie Butjadingen überhaupt, eine sehr wechselvolle Geschichte. So wurde u.a. von hier aus sehr aktiv Seeräuberei betrieben (an der auch der Schwiegersohn von Edo Wiemken d.Ä. rege beteiligt war). Wir fahren am Deich weiter nach Fedderwardersiel, wo wir uns am schön hergerichteten Sielhafen eine ausgiebige Pause gönnen. Danach setzen wir unsere Fahrt am Deich noch ein paar Pedalumdrehungen fort. Auf der Wurtstraße nach links verlassen wir den Deich. Nach 2 km kurvenreicher Fahrt passieren wir in Niens rechts einen Bio-Hof ("Demeter") mit Hofladen. Danach geht es rechts weiter (Autoverkehr!) und nach ein paar hundert Meter folgen wir der Routenbeschilderung nach Süllwürden und Seeverns. Am Ortseingang Seeverns biegen wir rechts ab. Nach einem Links-Rechts-Schwenker finden uns an den Wegweisern Richtung Tossens. Der Dükerweg, den wir damit einschlagen, ist an einigen Stellen etwas holprig, aber insgesamt gut zu befahren. In Tossens gönnen wir uns den letzten Zwischenstop beim Nordsee Tropen Parc, dem subtropischen Badeparadies. Am Deich geht es dann auf die letzten ca. 7 km zurück zum Fähranleger Eckwarderhörne, den wir gegen 17.00 Uhr erreicht haben sollten! Abfahrtzeit der Fähre nach WHV ca. 17.15 Uhr.

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Urheber: © Fritz Oeltermann, ADFC Wilhelmshaven

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