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EXPO-Tour 12 Hannover - Celle

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Hannover (Hauptbahnhof)
Streckenverlauf:Altwarmbüchen, Engensen, Westercelle
Ziel:Celle (Bahnhof)
Länge:48,47 km
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte 1:75.000, RC23, RC30, RC31
Kontakt:kontakt@adfc.de
www.adfc.de

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Informationen zur Tour

Tour durch duftende Kiefernwälder, romantische Dörfer und mächtige Eichen.

Hannover - Celle Die Tour bietet all das, was die Landschaft nördlich von Hannover so schön macht: Grüne Wiesen und duftende Kiefernwälder, romantische Dörfer und mächtige Eichen. Die Strecke hat keine nennenswerten Steigungen, ist bequem und führt in manchen Abschnitten sogar über einen historischen Postweg. Vom Hauptbahnhof in Hannover fahren Sie in Richtung Stadtwald Eilenriede. Ab hier folgen Sie dem Hinweisschild mit der roten Libelle bis zum Basselthof. Von nun an sind Sie auf die Karte angewiesen und folgen dem eingezeichneten Tourenverlauf bis Celle. Wem es unterwegs zu heiß wird, der erfrischt sich in einem der Badeseen. Die Landschaften zwischen Hannover und Celle Die Hannoversche Moorgeest Zwischen Hannover und Engensen durchfahren Sie mit der Hannoverschen Moorgeest eine ebene bis flachwellige, überwiegend sandige Landschaft. Namensgebend sind größere Moore wie das Altwarmbüchener Moor bei Hannover oder das Oldhorster Moor bei Ehlershausen. Die Hannoversche Moorgeest reicht von der Weser im Westen bis Burgdorf im Osten. Im Norden schließt das feuchtere Allerflachland an, im Süden bildet der Mittellandkanal die Grenze zur fruchtbaren Börderegion. Die Prägung dieser Landschaft geht noch auf die Saale-Eiszeit vor 200.000 - 125.000 Jahren zurück. Skandinavische Gletscher dehnten sich bis hierher aus und schoben Sand, Kies und Steine zu "Moränen" auf, die im Laufe der Jahrtausende allerdings wieder verflachten. Die so entstandenen Sandböden verfügen nur über wenige Nährstoffe und können kaum Regenwasser speichern. Das Landschaftsbild der Geest mit ihren Wiesen, Weiden und Äckern, ihren Wäldern, Hecken und Feldgehölzen ist ausgesprochen vielseitig. Die Landwirtschaft wird hier seit alters her von der Viehhaltung bestimmt. Mais und Gerste, die gute Erträge auf armen Böden liefern, werden zur Fütterung von Schweinen, Rindern und Milchkühen angebaut. Viehweiden sind häufiger als Mähwiesen, was gut an den vielen Weidezäunen zu erkennen ist. Die verbliebenen sandigen Hügel und Kuppen tragen überwiegend Kiefernforste. Der typische Geestbaum ist allerdings die Eiche, sowohl auf trockenen, als auch auf feuchten Sandböden ist sie zu Hause. Überall, in Dörfern, auf Wiesen oder auf Bauernhöfen treffen Sie auf mächtige Exemplare. Die Allerebene Die Allerebene, in der Sie sich zwischen Engensen und Celle bewegen, erstreckt sich wie ein Band zwischen der Lüneburger Heide im Norden und der Hannoverschen Moorgeest im Süden. Sie ist Teil eines eiszeitlichen Urstromtals, durch das in der Saale-Eiszeit gewaltige Schmelzwasserströme eines Gletschers abgeflossen sind. Dieses Urstromtal ist heute eine weite, bis zu 30 Kilometer breite, ebene Landschaft ohne nennenswerte Erhebungen. Typisch für die Allerebene sind ausgedehnte Waldgebiete mit Eichen, Birken und Kiefern. Vielerorts bildeten sich im Boden stauende Ton- oder Ortsteinschichten, durch die das Regenwasser nicht versickern kann. Die Folge sind feuchte bis sumpfige Gebiete, die Sie z. B. im Hastbruch südlich von Celle durchfahren. Um den Hastbruch urbar zu machen, wurden unzählige Entwässerungsgräben gezogen. Trotzdem ist Ackerbau hier nicht möglich; feuchte Wiesen und Weiden bestimmen das Landschaftsbild. Etwa 1140 Hektar sind Landschaftsschutzgebiet. Der Hastbruch soll erhalten bleiben und Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bieten. Die interessantesten Stationen zwischen Hannover und Celle Die Eilenriede (30/E+F 9) In Hannovers Stadtwald Eilenriede wachsen seit mindestens 650 Jahren ununterbrochen Bäume. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass in früheren Jahrhunderten Holz der wichtigste Brenn- und Baustoff war. Doch schon im 14. Jahrhundert wachten die Stadtväter Hannovers ängstlich über ihren Waldbesitz und bewahrten die Eilenriede in ihrer heutigen Größe. Vor etwa 100 Jahren wurde dann damit begonnen, die Eilenriede zum Erholungswald auszubauen. Spielplätze, Schutzhütten und Wege wurden angelegt, die alten Baumbestände mit Rhododendron und Eiben unterpflanzt. Heute ist die Eilenriede eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Hannoveraner. Stellenweise lassen sich hier in Wällen, die links und rechts von Gräben gesäumt werden, Reste der Hannoverschen Landwehr erkennen. Im 14. Jahrhundert, einer Zeit zunehmender kriegerischer Auseinandersetzungen, wurde sie zum Schutz der Stadt angelegt und dicht mit Dornensträuchern bepflanzt. So zwang man fahrende Händler, die wenigen Durchlässe, z. B. am Döhrener oder am Pferdeturm, zu benutzen und Zoll zu entrichten. Altwarmbüchener See (30/E10) Die Entstehung des Altwarmbüchener Sees ist die jüngste Station einer Entwicklung, die bereits im Anschluß an die letzte Eiszeit begann. Wegen des undurchlässigen Untergrundes konnte hier kein Regenwasser versickern, so dass sich vor rund 10.000 Jahren ein flacher See bildete. Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere, Schwebstoffe und eingeschwemmte Bodenteilchen führten bald zu seiner Verlandung und aus dem See wurde ein Moor. Jahrhundertelang war es sagenumwoben und es gehörte einiger Mut dazu, bei Nebel hineinzuziehen, um den zum Heizen benötigten Torf zu stechen. Vor rund einhundert Jahren kam der Torfabbau langsam zum Erliegen und das Moor kam zur Ruhe, bis 1978 die "Moorautobahn", in Richtung Celle mitten hindurch geführt wurde. Sand und Kies zum Bau wurden an Ort und Stelle gewonnen und Aushub wieder verfüllt. So entstand ein künstliches Naherholungsgebiet mit Spiel- und Liegewiesen. Der 45,5 Hektar große Altwarmbüchener See ist nach dem Maschsee das zweitgrößte Gewässer Hannovers. Die Flemmingsche Tongrube Regen, Regen, nichts als Regen. Vor einhundert Millionen Jahren, im Zeitalter der Unterkreide, herrschte ein richtiges Sauwetter. Immer neues Wasser brachten die Flüsse heran und mit ihnen ergoss sich Erde und Geröll ins Meer. Dort, wo keine Strömung herrschte, setzten sich kleinste Tonteilchen ab und schufen einen mächtigen Meeresboden. Die Flemmingsche Tonkuhle ist ein solcher ehemaliger Meeresboden. Die Tonteilchen kleben so dicht aneinander, dass das Land für die Bauern kaum von Wert war. Allmählich kam man jedoch auf die Idee, den blauen Ton zu Ziegelsteinen und Dachpfannen zu brennen. Früheste Spuren des Abbaus sind kleine Kuhlen und Halden in dem Wäldchen am Schulzentrum, von denen niemand weiß, wie alt sie sind. Mit Rücksicht auf gefährdete Tier- und Pflanzenarten sollten Sie dieses nasse Gebiet nicht betreten. Zur eigentlichen Tonkuhle führt ein fast zugewachsener Fußweg gegenüber der Schule. Hier hat sich nach Einstellung des Tonabbaus ein bis zu 20 Meter tiefer See gebildet. Basselthof Die erste urkundliche Erwähnung des Basselthofes reicht zurück ins Jahr 1349, damals wurden zwei Hofstellen in "Borstolde" erwähnt. In späteren Jahrhunderten kamen zu diesen beiden Bauernhöfen nie weitere hinzu, weil die feuchten Sandböden rund um den Basselthof keine weiteren Menschen hätten ernähren können. Saftige Wiesen bestimmen das Bild und sind Grundlage der Pferdezucht, die hier betrieben wird. Die Lage des Basselthofes am Alten Postweg ermöglichte in früheren Zeiten auch den Betrieb einer Schankwirtschaft, in der Reisende gerne ausspannten. Doch nur, wer von dem Hof wusste, konnte ihn finden, den anderen blieb er - wie früher bei kleinen Siedlungen üblich - hinter hohen Eichen verborgen. Der Alte Postweg Östlich des Basselthofes erreicht Tour 12 den ehemaligen Heer- und Postweg von Hannover nach Celle. Neben seiner Funktion als Poststraße diente der "gelbe Damm" auch den Isernhagener Bauern, die einen einträglichen Hopfenhandel betrieben, als Route ins Wendland. Auf den nächsten 1000 Metern können Sie nachempfinden, wie sich frühere Reisende gefühlt haben müssen, wenn Sie etliche Kilometer auf Kopfsteinpflaster zurücklegten. Als 1782 der neue Postweg über Altwarmbüchen, Stelle und Schillerslage nach Celle fertiggestellt war, die heutige Bundesstraße 3 bzw. Kreisstraße 112, wurde es ruhig auf dem Alten Postweg. Sandabbau in Engensen (30/C11) Die Gletscher der Saale-Eiszeit reichten von Skandinavien bis hierher nach Niedersachsen und waren dabei viele hundert Meter mächtig. Wer die vergleichsweise winzigen Gletscher der Alpen und ihre Abflüsse kennt, der kann sich ausmalen, welche ungeheuren Gesteins- und Geröllmassen zur damaligen Zeit angefallen sein müssen. Überbleibsel dieser Zeit sind z. B. Findlinge, aus denen unsere Vorfahren manches Großsteingrab erbauten, oder Ablagerungen von Schmelzwassersanden, die wie hier in Engensen gewonnen werden. Beim Abbau solcher Sande füllt sich die Sandgrube in der Regel mit Grundwasser, weshalb schwimmende Bagger eingesetzt werden. Dorf Dasselsbruch (30/B12) Im Rahmen der Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen Mitte des 19. Jahrhunderts (Verkoppelung) wurde in der Westerceller Masch das Land neu verteilt. Gleich elf Höfe aus der Ortslage Westercelles verlegte man nach Dasselsbruch. Sicher keine leichte Entscheidung, die vertraute Hofstelle zu verlassen, doch von hier aus konnten die neuen Ländereien ideal bewirtschaftet werden. Fuhsekanal Kurz vor Celle erreichen Sie den etwa 11 Kilometer langen Fuhsekanal, der zwischen 1768 und 1769 erbaut wurde, um das alljährlich auftretende Hochwasser der Fuhse um Celle herum in die Aller abzuleiten. Der enorme Aufwand hatte allerdings nur geringen Erfolg, wie die regelmäßigen Fuhsehochwasser in Celle zeigen. Die Fuhse Die Fuhse entspringt im Oderwald bei Salzgitter und durchfließt bis zu ihrer Mündung in die Aller bei Celle ein ebenes, überschwemmungsgefährdetes Gebiet. Die Fuhse ist über weite Strecken reguliert und hat ein für Geestflüsse typisches sandiges Bett. In den Wintermonaten und im Frühjahr muss an ihren Ufern in Celle mit Hochwasser gerechnet werden. Gaststätten zwischen Hannover und Celle Corvara, Nansenufer 1, Hannover, Tel. (0511) 6478865, Mo-Sa 15-24, So 10.30-22. Alter Posthof, Ramlinger Str. 3, Engensen, Tel. (05139) 87406, Mo-Mi, Fr 17-22, Sa 11.30-22, So 10-22. Haus Am Walde, Am Lahberg 52, Engensen, Tel. (05139) 8609, Di-Fr 16-21, Sa-So 10-21. Tipps für Radfahrer zu Reparatur und Verleih Hannover FLITZ SPORT, Lister Meile 25, Tel. (0511) 3481600. Radhaus Schauerte, Hildesheimer Str. 53, Tel. (0511) 8039947. SANDVOSS, Stöckener Str. 135, Tel. (0511) 791639. Fahrrad-Land, Deisterstr. 52, Tel. (0511) 4583360 Fahrradverleih Werkstatt Treff Vahrenheide, Lilienthalstr. 12, Tel. (0511) 633293. Drahtesel, Volgersweg 58, Tel. (0511) 3481512. 2-Rad-Hof Buchholz, Schierholzstr. 112, Tel. (0511) 592259. Celle Böse, Lachtehäuserstr. 5, Tel. (05141) 31561. Brand, Hannoversche Heerstr. 3, Tel. (05141) 28860. Ehlers, Winsenerstr. 1, Tel. (05141) 54965 Fahrradverleih 2-Rad-Meier, Neustadt 42a, Tel. (05141) 41369.

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