GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

EXPO-Tour 4 Hannover - Hildesheim

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Hannover
Streckenverlauf:Sarstedt
Ziel:Hildesheim
Länge:37,77 km
Dauer:1 Tag
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarten, 1:75,000, RC30
Kontakt:kontakt@adfc.de
www.adfc.de

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Bequeme Route durchs Leinetal und die Hildesheimer Börde

Die EXPO-Tour 4 führt Sie lange Zeit an der Leine, den Fluss Hannovers, in dessen ebener, weitläufiger Aue regelmäßig mit Hochwasser zu rechnen ist. Vorbei an alten Bauerndörfern des Calenberger Landes fahren Sie nach Sarstedt, kommen, wenn die Sonne scheint, an einem schneeweißen Berg vorbei und erreichen die alte Bischofsstadt Hildesheim. Diese Tour führt über 37 bequem zu radelnde Kilometer von Hannover nach Hildesheim. Zunächst gelangen Sie anhand des beiliegenden Innenstadtplans vom Hauptbahnhof zum Maschsee (30/F9). Von dort weisen Schilder mit Fischsymbolen am Westufer entlang in die Leineaue. Werfen Sie hier lieber häufiger einen Blick auf die Karte, damit Sie sich nicht verfahren! Zwischen Hildesheim und Sarstedt folgen Sie einfach den kleinen grün-weißen Hinweisschildern. Die Landschaften zwischen Hannover und Hildesheim Das Leinetal Die Leine entspringt im thüringischen Eichsfeld und mündet nördlich von Schwarmstedt in die Aller. Ihre bedeutendsten Nebenflüsse sind Rhume und Innerste. Im schiffbaren Unterlauf der Leine zwischen Sarstedt und ihrer Mündung hat die Leine Platz, um ihr Tal in weiten Schlingen zu durchfließen. Der Fluss hat sich tief in den Untergrund eingeschnitten und tritt deshalb erst bei größeren Hochwassern über die Ufer, dann aber richtig. In einer Breite von über einem Kilometer werden Wiesen und Weiden in der Aue überflutet. Beim Rückgang des Wassers lagern sich Schwebstoffe, die die Leine flussoberhalb abgetragen hat, in den überfluteten Bereichen ab und hinterlassen fruchtbaren Auelehm. Von Hecken, Feldgehölzen und Gräben durchzogene Wiesen und Weiden sind typisch für diese Auelandschaft. Viele Male hat der Fluss im Laufe der Zeit sein Bett gewechselt und dabei zahlreiche feuchte Mulden und Altarme hinterlassen, in denen unterschiedlichste Pflanzen und Tiere einen Lebensraum finden. Wegen der regelmäßig auftretenden Leinehochwasser ist die Aue unbesiedelt, erst oberhalb ihrer natürlichen Begrenzung, den Terrassenkanten, reihen sich Häuser und Ortschaften wie Perlen an der Schnur. Das Calenberger Land und die Hildesheimer Börde Zwischen Koldingen und Ruthe (30/H10) durchfahren Sie einen Teil des im Dreieck zwischen Deister, Leine und Mittellandkanal gelegenen Calenberger Landes, auch Calenberger Börde genannt. Der Name geht auf eine 1292 im Leinetal von den Welfen erbaute Burg auf dem Calenberg zurück. Von dieser Burg bei Nordstemmen sicherten sich die Welfenherzöge die Macht über das Land zwischen Deister und Leine, auf das allmählich der Name Calenberg überging. Jenseits der Leine, die in früheren Zeiten eine wichtige Grenze zwischen dem Bistum Hildesheim und dem Fürstentum Calenberg darstellte, geht das Calenberger Land in die Hildesheimer Lössbörde über. Beide Landschaften sind bekannt für ihre natürliche Bodenfruchtbarkeit. Sie beruht auf mächtigen Lössablagerungen, die nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren hierher geweht wurden. Löss besteht aus feinsten Bodenteilchen, ist reich an Bodenmineralen und besitzt ein gutes Wasserspeichervermögen, eine Garantie für hohe Erträge. Deshalb werden überwiegend anspruchsvolle Getreidearten und Hackfrüchte wie Zuckerrüben angebaut. Auffallend ist die Siedlungsleere des Calenberger Landes bei Koldingen, die mit der Nähe zu Pattensen zusammen hängt. Pattensen war nicht nur vorübergehend welfische Residenz und Tagungsort calenbergischer Landtage, sondern es gab auch eine Burg und sieben Rittergüter, die keine bäuerlichen Siedlungen auf ihrem Land duldeten. Die interessantesten Stationen zwischen Hannover und Hildesheim Maschsee Der etwa 78 Hektar große Maschsee wurde zwischen 1934 und 1936 im ehemaligen Überschwemmungsgebiet der Leine angelegt. Er ist 2,4 Kilometer lang, maximal 500 Meter breit und durchschnittlich nur zwei Meter tief. Um den Wasserstand etwa eineinhalb Meter über dem der unmittelbar benachbarten Leine zu halten, wurde der See mit Ton abgedichtet. Das Wasser des Maschsees stammt aus den grundwassergespeisten Ricklinger Kiesseen. Das zur Innenstadt Hannovers weisende Nordufer hat mit dem international angesehenen Sprengel-Museum seine größte Attraktion, am Südufer lockt ein Strandbad Besucher an. Der Schnelle Graben Als Hannover im Jahre 1651 wieder einmal durch ein mächtiges Leinehochwasser heimgesucht wurde und sämtliche Wassermühlen der Stadt stillstanden, fassten die Stadtväter einen Entschluss: Künftig sollten die schlimmsten Fluten durch den eigens dafür angelegten Schnellen Graben bereits vor der Innenstadt zur Ihme geleitet werden. Da zwischen beiden Flüssen ein Höhenunterschied von 3,50 Metern besteht, kam man 1922 sogar auf die Idee, ein Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung zu bauen. Mit anhaltendem Erfolg, die Anlage läuft heute noch, seit 1984 sogar ferngesteuert, und versorgt 1.500 Haushalte mit Strom. Grüner Ring Einsichten in die Landschaft um Hannover soll der Grüne Ring vermitteln. Auf 80 Kilometern verläuft dieser blau gekennzeichnete Rad- und Fußweg immer durch die Nahtzone zwischen Stadt und Umland, führt durch Felder und Wälder oder durchquert Grünzüge und Kleingartenanlagen. Im dazugehörenden GrünenRingBuch erfährt man alles, was es unterwegs zu entdecken gibt: Tipps zu Gastronomie und Freizeiteinrichtungen ebenso wie Hinweise auf historische Spuren in der Landschaft. Die Laatzener Tonteiche (30/H9) Auf historischen Tonabbau in der Leineaue gehen vor allem die kleineren Stillgewässer wie die Laatzener Teiche zurück. Wegen ihrer Bedeutung als Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, insbesondere Amphibien und Vögel, sind sie als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Zentrum liegen drei wassergefüllte Senken, und die "Alte Leine", ein ehemaliger Flussarm mit dichtem Gehölzsaum aus Silberweiden, zieht hier ihre Schlingen. Die langgestreckten Teiche, an denen Sie vorbei fahren, sind Bestandteil des Grasdorfer Wasserwerkes. Die Stadtwerke Hannover gewinnen hier in der Leineaue seit 1899 Trinkwasser. Dabei wird dem Fluss über ein Schöpfwerk Wasser entnommen und zur Sauerstoffanreicherung über Kaskaden geleitet. Von dort gelangt das Leinewasser zur Reinigung über zwei Vorklärbecken in acht insgesamt 24.000 m² große Versickerungsbecken und wird so vorgereinigt dem Grundwasser zugeführt. Auf diese Weise gefiltert, wird es wieder emporgepumpt und ins Hannoversche Trinkwassernetz eingespeist. Störche In der Leineaue fallen die auf Strommasten gebauten Storchennester auf. Alle Jahre wieder, zu Beginn des Frühjahrs, kommen die Vögel aus Afrika hierher zum Brüten. In den feuchten Wiesen und Weiden der Aue können die Weißstörche Regenwürmer, Frösche, Mäuse und Insekten jagen, die sie für die Aufzucht ihrer Jungen benötigen. Die NABU-Ergebnistafeln am Wegrand dokumentieren den beachtenswerten Bruterfolg. Dorf Koldingen (30/H9) Als 1939 in Salzgitter die großen Stahlwerke entstanden, mussten viele Bauern weichen und sich in Koldingen neu ansiedeln. In Baumaterial und -stil fügten sich die neuen Bauernhöfe gut in das Ortsbild ein. Heute, 60 Jahre später, entsprechen sie bereits nicht mehr den neusten Anforderungen an Bewirtschaftung und Maschinengröße. Am Rande der Bauernhöfe wurden Obstwiesen zur Selbstversorgung angelegt. Oft sind es kunterbunt zusammengewürfelte Baumarten und Obstsorten, man wollte ja etwas Abwechslung haben. Leider sind solche schönen Landschaftsbestandteile heute durch das schwindende Interesse am eigenem Obst gefährdet und damit auch der Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. So sind in Obstwiesen 450 Pflanzen- und über 320 Tierarten nachgewiesen worden. Innerste Das bedeutendste Gewässer Hildesheims ist die Innerste. An einer ihrer natürlichen Furten wurde die Stadt gegründet. Die Innerste entspringt bei Clausthal im Harz, mündet nach 99 Kilometern in Ruthe bei Sarstedt in die Leine und gilt als ihr größter Nebenfluss. Kurz bevor der Fluss den Harz verläßt, wird er von der 1966 gebauten Innerstetalsperre aufgestaut und hält so die vornehmlich bei Schneeschmelze auftretenden Hochwasser zurück. Kirche in Groß-Giesen Zwischen 1672 und 1675, im Zeitalter des Barock, wurde die Giesener Kirche (30/J11) erbaut. Wegen ihres bis 1929 noch langgestreckten rechteckigen Grundrisses, ihrer Spitzbogenfenster und dem Kehlungsprofil am Kranzgesims wirkt sie jedoch eher gotisch und nimmt deshalb eine Sonderstellung innerhalb der Baudenkmale der Umgebung ein. Geweiht wurde das Gotteshaus dem heiligen Vitus, der 305 n. Chr. für seinen Glauben von den Römern umgebracht wurde. Gaststätten zwischen Hannover und Hildesheim Restaurant/ Cafe im DLRG-Zentrum, Karl-Thiele-Weg 41, Tel. (0511) 835500, So-Do ab 11. Wiesenhaus, An der Vogelschutzstation in Laatzen, Tel. (0511) 871343, Di-Fr 11-20, Sa-So 10-20. Hotel Ernst, Godehardstr. 2, Giesen, Tel. (05066) 70420. Hartjens Hof, Rathausstr. 56a, Giesen, Tel. (05121) 77311, Mi-Mo ab 17.30. Gaststätte "Zum Osterberg", Linnenkamp 4, Himmelsthür, Tel. (05121) 42461, Mo-Sa ab 16, So bis 13. Knochenhauer Amtshaus, Am Markt, Hildesheim, Tel. (05121) 32323, Tägl. 10-24. Ratskeller, Markt 1, Hildesheim, Tel. (05121) 14441, Di-So 11-15 und 18-24. Bäckeramtshaus, Markt 8, Hildesheim, Tel. (05121) 133388, Mo-Fr 8-18.30, Sa 8-18, So 10-18. Tipps für Radfahrer zu Reparatur und Verleih Hannover (Auswahl) FLITZ SPORT, Lister Meile 25, Tel. (0511) 3481600. Radhaus Schauerte, Hildesheimer Str. 53, Tel. (0511) 8039947. F ahrrad-Land, Deisterstr. 52, Tel. (0511) 4583360. Fahrradverleih Werkstatt Treff Vahrenheide, Lilienthalstr. 12, Tel. (0511) 633293. Drahtesel, Volgersweg 58, Tel. (0511) 3481512. Hildesheim (Auswahl) DYNAMO, Goschenstr. 69, Tel. (05121) 132397. Holgers Zweiradhandel, Gartenstr. 16, Tel. (05121) 39493. MISPAGEL, Von-Wintheim-Str. 6, Tel. (05121) 84818 ZA LA Bikes & Parts, Schillstr. 17, Tel. (05121) 82126. Ab Frühjahr 2000 steht im Parkhaus der Andreaspassage ein Fahrradkäfig bereit, in dem Räder geschützt abgestellt werden können.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (1,24 MB)

Urheber: © KGH und ADFC

« zurück zur Übersicht »