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EXPO-Tour 1 Celle - Peine

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Celle (Bahnhof)
Streckenverlauf:Altencelle, Wienhausen, Eicklingen, Schwüblingsen, Abbensen
Ziel:Peine (Bahnhof)
Länge:54,86 km
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte 1:75.000, RC24, RC30, RC31
Kontakt:kontakt@adfc.de
www.adfc.de

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Informationen zur Tour

Eine Landschaft, wie man sie sich in Norddeutschland vorstellt, eben, weit und mit einer Schönheit, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt.

Die Tour besticht durch Ruhe und Abgeschiedenheit und hat mit dem Kloster Wienhausen und der Fuhseniederung zwei echte Höhepunkte. Die Allerniederung Die Landschaften zwischen Celle und Peine sind allesamt recht eben und sehen sich in ihrem Mosaik von Feldern, Wiesen, Wäldern und Hecken sehr ähnlich. Auf den zweiten Blick erschließen sich jedoch kleine aber feine Unterschiede. Die Allerniederung, die Sie in der nördlichen Hälfte der Tour von Celle über Wienhausen (31/H10) bis zum Schilfbruch bei Uetze durchfahren, ist dabei in ihrer Ebenheit besonders markant. In diesem eiszeitlichen, in typischer Südost-Nordwest-Richtung verlaufenden Urstromtal ist in Jahrtausenden eine etwa 15 Kilometer breite Niederung entstanden, die heute durch Deiche gegen Hochwasser gut geschützt ist. Die Prägung dieses Raumes durch die Aller ist weitgehend erhalten geblieben. Die bäuerlichen Siedlungen mit ihren mächtigen Hofeichen findet man an den wenigen flachen aber dennoch hochwassersicheren Erhebungen, i. d. R. nacheiszeitliche Sanddünen, wie z. B. Osterloh. Die meist grundwassernahen Böden werden traditionell als Grünland genutzt, erst in den letzten Jahrzehnten kamen durch zahlreiche Entwässerungsgräben und Drainagen auch einige Ackerflächen hinzu, auf denen oft Mais als Viehfutter angebaut wird. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Schilfbruch, dessen Name schon auf seine Niedermoorböden hinweist. Je nach Feuchtigkeitsgrad setzen sich auch die Baumarten in der Allerniederung zusammen. Von Kiefernforsten auf trockenen Sandböden bis zu Erlenwäldern in sumpfigem Gelände reicht die Palette. Begrenzt wird die Allerniederung im Norden durch die Südheide, im Süden schließt die Burgdorfer Geest an. Die Burgdorfer Geest Der südliche Abschnitt der Tour führt Sie durch die Burgdorfer Geest, einer Landschaft, die sich durch ihre etwas trockeneren Sandböden von der feuchteren Allerniederung unterscheidet. Die Burgdorfer Geest reicht von der Oker im Osten bis hinter Burgdorf im Westen, wo sie in die Hannoversche Moorgeest übergeht. Südlich von Peine schließt mit der Hildesheimer Börde eine weitaus fruchtbarere Region an. Die Burgdorfer Geest ist nicht ganz so eben wie die Allerniederung, hin und wieder zumindest haben Sie eine Anhöhe zu erklimmen. Verausgaben müssen Sie sich dabei freilich nicht. Auf Ihrem Weg liegen kleine typische Geestdörfer mit Bauernhäusern aus Fachwerk und Ziegel, die von mächtigen Eichen umstanden sind; Relikte aus einer Zeit, als Schweine noch mit Eicheln gemästet wurden. Die Landwirtschaft wird von der Viehhaltung bestimmt. Mais und Gerste, die gute Erträge auf den armen Böden liefern, werden zur Fütterung von Schweinen, Rindern und Milchkühen angebaut. Der Anbau von anspruchsvollem Getreide und Zuckerrüben ist in dieser Gegend nur durch Bewässerung der Äcker möglich. Auf den sandigen, trockenen Feldern wächst im Frühjahr eine Besonderheit, die das Burgdorfer Land weit über seine Grenzen bekannt gemacht hat: Der Spargel. Diese leckere Spezialität kommt alljährlich ab Mai frisch auf den Tisch. Zwischen Krätze (30/D14) und Schwüblingsen (30/E14) durchqueren Sie eines der größten Waldgebiete des Landkreises Hannover, das Landschaftsschutzgebiet "Burgdorfer Holz", in dem - auch typisch für die Geest - vor allem Kiefern und Eichen wachsen. Die Fuhseniederung Zu den landschaftlich schönsten Passagen der Tour zählen die Abschnitte entlang der Fuhse. Die Fuhse entspringt im Osterwald bei Salzgitter und mündet nach rund 100 Kilometern bei Celle in die Aller. Der Charakter der Fuhseniederung wird geprägt durch ihre sandigen und feuchten Auenböden, die traditionell als Wiesen und Weiden bewirtschaftet werden. Kleine Wäldchen mit Erlen und Eichen, zahlreiche Hecken, Feldgehölze und Einzelbäume gliedern die Landschaft in vielfältiger Weise. Malerische alte Dörfer in sicherer Entfernung zum Hochwasser und Wassermühlen geben ihr einen zusätzlichen Reiz. Niederwald bei Osterloh (31/H9) Im Wald östlich von Osterloh wachsen Bäume nicht in kräftigen Stämmen, sondern in mehreren, gleichstarken Trieben aus Wurzelstöcken, ein sicheres Zeichen für einen ehemaligen Niederwald. Beim historischen Niederwald machte man sich zunutze, dass die meisten Laubbäume in der Lage sind, nach dem Fällen wieder aus dem Wurzelstock auszutreiben, wenn in den Jugendjahren der Bäume damit begonnen wird. Dies läst sich im Abstand von zehn bis dreißig Jahren viele Male wiederholen, ohne dass der Baum an Vitalität verliert. Da man heute keine Verwendung mehr für derartiges Holz hat, wächst auch der Niederwald bei Osterloh allmählich in die Höhe. Uetzer Erlen (30/D15) Im Landschaftsschutzgebiet Schilfbruch ist eine Fläche von fast 1000 Hektar mit einem Roterlenwald bedeckt. Der Wald steht auf moorigem Boden, der die Erlen ideal wachsen lässt. Ein künstlich angelegtes Grabensystem zum Regulieren des Grundwassers wurde während des II. Weltkrieges zerstört, die Erlen starben ab. Nach dem Krieg wurde es wieder hergestellt und neue Erlen, heute etwa 45 Jahre alt, angepflanzt. Mit ihren astfreien, geraden Stämmen und ihrem roten, harten Holz sind die bis 20 Meter hohen Bäume wertvoller Rohstoff für Musikinstrumente und Möbel, für den Modellbau und zur Holzschuhherstellung. Kapelle in Schwüblingsen (30/E14) Die heutige Fachwerkkapelle in Schwüblingsen wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert gebaut. Der unscheinbare Bau fällt kaum ins Auge. Die Kostbarkeit besteht aus dem dreiflügeligen Altarschrein im Innern der Kapelle, der im 15. Jahrhundert von einem unbekannten Meister angefertigt wurde. Wer genauer hinsieht, dem wird auffallen, dass die Figuren keine Einheit mit dem Altarschrein bilden. Dies ist ein Hinweis darauf, dass eventuell 1666 ein leerer Schrein für die Aufnahme der schon vorhandenen Figuren gekauft wurde. In der Mitte steht die Figur "Anna Selbstdritt", so wird die Darstellung der Anna mit Maria und dem Jesuskind bezeichnet. Nach der Überlieferung war Anna die Mutter Marias. Die Seiten stellen vier Szenen aus dem Leben Christi dar, in den Flügeln stehen zwölf geschnitzte Heiligenfiguren. Den Schlüssel zur Kapelle kann man sich "An der Kapelle 3" ausleihen. Wassermühle in Oelerse (30/F14) Die Mühle in Oelerse wurde um 1580 von Celler Herzögen an der Fuhse gebaut und gegen Zins verpachtet. 1906 ließ ein Vorfahr des heutigen Mühlenbesitzers statt des Wasserrades eine Turbine einbauen. Diese schrotet seit 1994 keinen Hafer mehr, sondern liefert Strom für 50 Haushalte. Gutsanlage Abbensen (30/F15) Einen kleinen Abstecher lohnt die Gutsanlage im Südwesten von Abbensen, auf die schon aus der Ferne zwei Lindenalleen geradewegs zuführen. Die Gebäudeinschrift 1723 verrät das Alter des Gutes. Durch die beiden Pfeiler an der Toreinfahrt wird es als ehemaliger Besitz des Freiherrn von Bülow und des Herrn von Heimburg ausgewiesen. Das Gut ist ein schönes Beispiel für weitere kleinere Anlagen, die vom Landadel in dieser Region gegründet wurden. Eixer See (30/F15) Nach Ende des Kiesabbaus ist der Eixer See zum Naherholungsgebiet ausgebaut worden. Er bietet flache Sandstrände, eine Beachvolleyballanlage und einen Kiosk. Er ist mit dem Fahrrad bequem zu erreichen und erfreut sich großer Beliebtheit. Bei gutem Wetter sollten Sie die Gelegenheit zu einer kleinen Erfrischung nutzten! Grenzstein Mitten im Acker, nahe des Gasthauses Sundern, steht ein alter Grenzstein mit der Aufschrift P und M. Die Buchstaben weisen auf die Grenzfestlegung von 1725 bis 1740 zwischen dem Amt Meinersen im Landkreis Gifhorn und dem Amt Peine hin. Gaststätten zwischen Celle und Peine Allerkrug, Alte Dorfstr. 14, Altencelle, Tel. (05141) 84894, Mo 11.30-14.30, Mi-So 11.30-14 und ab 18 Paulaner im Flotwedel, Dorfstr. 1a, Oppershausen, Tel. (05149) 980339, Tägl. 11-24 Braugasthof Mühlengrund, Mühlenstr. 1, Wienhausen, Tel. (05149) 331, Tägl. 12-22 Zur Erholung, Braunschweiger Str. 2, Eicklingen, Tel. (05144) 8216, Tägl. 10-15 und 17.30-23 Eixer "Seeblick", Sundernweg 41, Peine, Tel. (05171) 292842, Mo-Fr ab 11.30, Sa-So ab 10 Gasthaus "Zum Sundern", Sundern 1, Peine, Tel. (05171) 15589, Di-Sa ab 15, So ab 10 Hotel "Schützenhaus", Kantstr. 1a, Peine, Tel. (05171) 77960, Mo-So ab 10, So ab 14 geschlossen ...zur Strecke Vom Celler Bahnhof gelangen Sie mit Hilfe des beiliegenden Stadtplans zur Brücke nahe des Steintors am östlichen Rand der Innenstadt. Von hier aus fahren Sie auf dem Radweg über den "Fischerdeich" in Richtung Altencelle und weiter anhand der Karte. Die Tour führt über gute und ebene Wege, nur zwischen Wienhausen und Sandlingen ist die etwas sandig. In Peine finden Sie den Weg zum Bahnhof leicht anhand des beiliegenden Stadtplans ab der "Sundernstraße" am linken oberen Planrand.

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