| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Lerbach, Osterode am Harz |
| Länge: | 15,66 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR16 Oberharz und Randlandschaften |
| Kontakt: | Landkreis Osterode am Harz Postfach 1451 37504 Osterode am Harz Tel. 05522/960-0 Fax. 05522/960-333 kreishaus@landkreis-osterode.de www.landkreis-osterode.de |
Tour vorbei an Orten, die früher sehr eng mit dem Bergbau verbunden waren

Die meisten Orte im und am Harz hatten eine enge Beziehung zum Bergbau, so daß die kleinen örtlichen Heimatmuseen Zeugnisse davon aufweisen können. Als Beispiel sei Lerbach genannt.
Das Queren des langgezogenen Ortes wird durch zahlreiche Hinweisschilder des Heimatvereins (in Form des im Harz üblichen Tannenbaums) aufgelockert, die an Gruben, Quellen und andere Besonderheiten erinnern.
Es existiert auch ein Weg entlang der Eisensteingruben, der zu Fuß etwa 3-4 Stunden erfordert. Entlang des Weges werden viele Erläuterungen gegeben, von Sommer bis Herbst führt der Heimatverein auch Wanderungen zum Thema Bergbau durch. In der Kurverwaltung ist eine Begleitbroschüre erhältlich.
Für den Tourenvorschlag für Radfahrer wurden Teilstrecken des Wanderwegs übernommen.
Am Ortsende von Lerbach befindet sich die Abzweigung zum Campingplatz und Freibad. Man fährt aber die gewundene Straße steil bergauf bis "Claras Höhe" (Aussichtspunkt und Schutzhütte), biegt auf einen Forstweg ab und fährt oberhalb Lerbachs weiter. Dieser Streckenabschnitt berührt auch den erwähnten Eisensteingrubenweg. Außer an Bergbaurelikten kann man sich an dem Blick in das tiefeingeschnittene Lerbachtal und auf die Concordiaklippe erfreuen.
Nach vorsichtigem Überqueren der Bundesstraße gelangt man zu einem Wanderweg, der ins Kleine Bremketal führt. Etwa 30 m neben dem Weg, noch vor der Brücke, liegt der Eingang der Grube Sonnenschein, die von 1781 - 1861 betrieben wurde und eine Tiefe von 441 m erreichte.
Nahe der Mündung der Kleinen in die Große Bremke lag einst bei der Wegkreuzung ein Stauteich, der heute zwar leergelaufen ist, aber dessen Anlage immer noch gut nachzuvollziehen ist. Der Wiesenhang gegenüber war im 17./18. Jahrhundert Standort zahlreicher kleiner Gruben. Der Teich lieferte Aufschlagwasser.
Ab hier kann man auf asphaltierter Strecke weiterfahren. Etwas später läd eine kleine Schutzhütte zur Rast ein. Hier sieht man Reste eines gemauerten Stauteiches. Etwa 20 m weiter im Wald befinden sich ein verstürzter Stollen und kleine Abraumhalden, die anhand der spärlichen Vegetation ins Auge fallen. Das dort angehäufte schwarz-rötliche Gestein ist mürbe und grobkörnig. Es ist Eisenstein.
Von der Grube aus am Hang entlang, in Richtung Bachlauf, führt ein kleiner, gut sichtbarer Graben. Am Hang, bei der rechts gelegenen Baumgruppe, sind ebenfalls zahlreiche Grubenstandorte nachgewiesen.
Wenig später biegt man nach links ab Richtung Osterode/Freiheit, das man in der Nähe der Alten Burg erreicht. Der asphaltierte Weg weiter geradeaus führt im Bremketal nach Petershütte. Im 13. Jahrhundert war dort auch eine Münzwerkstätte. Der Rückweg nach Lerbach führt durch einen kleinen schattigen Park am gleichnamigen Bachlauf entlang. Bald darauf ist der in dem engen Tal sich lang hinziehende Ort wieder erreicht.
Weitere "bergbauliche" Ausflugsziele
Bergbauinteressierte sollten auf jeden Fall auch nach Bad Grund fahren. Hier befindet sich das Bergbaumuseum. Direkt daneben liegt der Knesebeckschacht mit einem Hydrokompressorturm aus dem Jahre 1912. Östlich von Bad Grund ist der Wiemannsbuchtschacht mit unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden der 50er Jahre zu besuchen.
Der Georg-Stollen, gebaut von 1777-99, diente als Wasserlösungsstollen der Entwässerung der Schächte von Clausthal-Zellerfeld. Er ist etwa 20 km lang und schließt mit einem sehenswerten Mundloch ab.
Mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist Gittelde. Dort befindet sich ein klassizistisches Mundloch aus dem Jahre 1864.
Im Herzberger Weifenschloß kann die Ausstellung "Der Harz -Forstwirtschaft und Bergbau - einst und jetzt" besucht werden. Hier werden unter anderem mit Zinnfiguren Szenen aus dem Bergbau, nicht nur für Kinder, anschaulich dargestellt.
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