| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Bomlitz, Uetzingen, Riepe, Kroge |
| Länge: | 35,07 km |
| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. Route mit "R1" ausgeschildert |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR11 Zentralheide, Südheide |
| Kontakt: | Tourist-Information Bomlitz, Martina Röhnelt Schulstraße 4 29699 Bomlitz Tel. (05161) 489-30 Fax. (05161) 489-19 |
Tour auf asphaltierten Wegen durch die nördliche Feldmark von Fallingbostel

Der erste Rundweg, gekennzeichnet mit "R1", führt durch das gesamte Gemeindegebiet, berührt fast alle Ortsteile und gibt dadurch einen umfassenden Einblick in die landschaftliche Vielfalt rund um Bomlitz (11/G5).
Sie ist daher zum einen die ideale Einstiegstour für alle "Neu-Bomlitzer", zum anderen ist sie gut geeignet für diejenigen Radwanderfreunde, die nur für kurze Zeit in der Gegend sind und sich trotzdem ein recht umfassendes Bild von der näheren Umgebung machen möchten. Beginnend am Dorfgemeinschaftshaus, führt die Tour zunächst zum alten Verwaltungsgebäude (Fa. Wolff), wo in die Feldchaussee eingebogen und dann über die Bomlitz hinweg den Ort in nördlicher Richtung verlassen wird.
An der Kleingartenkolonie kreuzen wir die Straße Westerharl-Benefeld und fahren in das große, zwischen Westerharl und Jarlingen gelegene Waldgebiet ein.
Unser Ziel ist Jarlingen (11/G5), deswegen halten wir uns an der ersten Kreuzung links und erreichen nach einiger Zeit die Warnau an der alten Jarlinger Mühle.
Wir folgen der Beschilderung Richtung Cordingen/Warnautal, fahren durch die Siedlung Cordingen (11/G5) und gelangen von dort abseits der Hauptstraße (auf die Beschilderung achten!) an die Straße Benefeld-Cordinger Kreisel.
Wer mag, fährt links und stattet der Cordinger Mühle einen Besuch ab, ehemals Wohn- und Wirkungsstätte des Schriftstellers Amo Schmidt, Veranstaltungsort und gelegentlich Ausgangspunkt geführter Rad- und Fußwanderungen.
Unser Weg führt jedoch geradeaus unterhalb des alten Bahnhofs entlang durch die Siedlung und schließlich oberhalb der reizvollen Warnauniederung durch die langgezogene Ortschaft Borg. Am Ortsende böte sich die Möglichkeit, über die "Vogelparkstraße" (Uetzingen-Vogelpark) hinweg über den Borger Steg (empfehlenswert: Böhmeüberquerung!) nach Walsrode zu fahren. Wir halten uns jedoch vorher links und folgen dem Radweg entlang der Straße Richtung Uetzingen/Lönsgrab.
Dabei kommen wir am Wanderparkplatz Borg vorbei, einem guten Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Lohheide und das Eibia-Gebiet (11/G5) (ehem. Sprengstoffherstellung). Auf jeden Fall lohnt sich an dieser Stelle ein kurzer Abstecher entlang des Wanderwegs auf das landschaftlich sehr reizvolle, heide- und wacholderbestandene Hügelgräberfeld. Auf der anderen Seite der Straße, gegenüber dem Parkplatz, befindet sich in ca. 300 m Entfernung die Mündung der Warnau in die Böhme.
Auf der dortigen Landzunge stand einst eine Hünenburg. Die Stelle ist ausgeschildert und heute ebenfalls noch interessant.
Ansonsten ist unser nächstes Ziel das einige Kilometer entfernte Lönsgrab in der Tietlinger Heide. Entsprechend der Beschilderung erreichen wir vorbei an der Bomlitzmündung (rechts unweit der Straße) und Uetzingen den Lönsgrab-Parkplatz und folgen dem Weg Richtung Tietlingen. Der Weg verläuft nun durch eine charakteristische Heidelandschaft.
Ein kurzer Abstecher führt zum Grab des Heidedichters Hermann Löns, dessen Leichnam hier im Jahre 1935 nach mehreren Wirrungen der Zeit seine letzte, durch Findlinge markierte Ruhestätte fand.
In Tietlingen (11/H5) angekommen, halten wir uns hinter dem Golfplatz sowie an der Kreuzung nach Uetzingen links und folgen dem Radweg durch die reizvolle Böhmeniederung über Elferdingen zurück nach Uetzingen.
Hier biegen wir rechts ab und fahren den Waldweg am Sportplatz vorbei nach Wenzingen (11/G6). Nach der Ortsdurchfahrt stoßen wir auf die Straße Fallingbostel-Kroge, der wir nach links bis zur Kreuzung folgen. Hier hat man die Möglichkeit, nach mehr als der Hälfte der Wegstrecke, die Fahrt zu beenden und nach Bomlitz zurückzukehren. Das wäre jedoch schade, beginnt doch jetzt ein landschaftlich ruhiger, deswegen aber nicht minder reizvoller Abschnitt.
Wir biegen rechts ab in den Wald Richtung Lehmhorst/Kriegerweg. Die Fahrt führt über einspurige, zum Teil asphaltierte Feldwege durch die nördliche Feldmark von Fallingbostel, unser Ziel ist Riepe (11/F6) (auf die Beschilderung achten!). Nach längerer Fahrt entlang des "Kriegerweges" - die Gegend lädt zum Picknick ein - kreuzen wir die Bundesstraße Kroge-Dorfmark und erreichen nach einer schönen Waldfahrt schließlich die zu Fallingbostel gehörende Ortschaft Riepe, auf deren Hof Neddenriep (links des Weges) am Ende des 2. Weltkrieges ein bedeutendes Waffenstillstandsabkommen geschlossen worden ist.
Der Beschilderung folgend fahren wir durch die Felder nach Bommelsen (11/F6), das auf eine über l000jährige Geschichte zurückblickt. Interessant sind hier zahlreiche, etwas versteckt liegende Höfe, eine alte Stechpalme (die größte ihrer Art in Norddeutschland) unweit der Bundesstraße Kroge-Visselhövede und besonders die 1929 erbaute, durch ihre schlichte Schönheit bestechende freistehende Friedenskirche mit der sie direkt umgebenden Friedhofsanlage.
Zusammen mit Kleinharl, Kroge (11/G6) und Westerharl - diese Orte sind unsere letzten Stationen, bevor wir nach Bomlitz zurückkehren - ist diese von der Bomlitz durchflossene und landwirtschaftlich geprägte Region charakteristisch für das nördliche Gemeindegebiet, dessen Landschaftsbild für den genießenden Beobachter so manche Schönheit parat hält.
Ein Tipp am Schluß:
Wer die Tour nicht in Bomlitz begonnen hat und dorthin auch nicht wieder zurück muß, kürzt in Westerharl (11/G5) ab und fährt direkt über den Wirtschaftsweg nach Jarlingen.
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Urheber: © Tourist-Information Bomlitz, Martina Röhnelt