| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Lüneburg |
| Streckenverlauf: | Lauenburg, Boizenburg, Bleckede |
| Ziel: | Lüneburg |
| Länge: | 75,06 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. grünes Rechteckt mit Routennamen |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte: RC7, 1:75.000 |
| Kontakt: | Lüneburg Marketing GmbH Rathaus/Am Markt 21335 Lüneburg Tel. 04131/2076620 Fax. 04131/2076644 www.lueneburg.de |
Radrundweg von Lüneburg in die schöne Naturlandschaft Elbtalaue

In Lüneburg kann der Radrundweg Elbetour vor der Tourist-Information im Rathaus/Am Markt begonnen werden. Das Rathaus mit der Prachtfassade im Stil des Barock, ist das Schmuckstück der über 1000jährigen Salz- und Hansestadt. Die prächtigen Bürgerhäuser mit eindrucksvollen Giebelformen auf dem Platz "Am Sande" zeugen ebenso von der Blütezeit der mittelalterlichen Stadt, wie die drei großen Backsteinkirchen. Der "Alte Kran" beim ehemaligen Illmenauhafen "Am Stintmarkt" erinnert an die Zeit des lebendigen Handels. Zahlreiche Dokumente der Stadtgeschichte, neben vielen anderen interessanten Ausstellungsstücken, sind auch in den Museen zu besichtigen. Der Rundweg führt zum Kloster Lüne. Das ehemalige Benediktinerinnenkloster wurde 1172 nördlich von Lüneburg gegründet. Heute ist das Kloster evangelisches Damenstift. In der Klosterkirche sind ein kostbarer Altar von 1524 und die Orgel aus dem Jahre 1645 sehenswert. Seit 1995 ist dem Kloster ein neues Teppichmuseum angeschlossen, in dem die textilen Kostbarkeiten präsentiert werden, wie z. B. Altar- und Fastentücher aus dem 13. u. 14. Jahrhundert oder auch Teppiche und Banklaken. Weiter geht es zum Lüner Holz. Parallel zur Alten Salzstraße, die heutige B209, führt der Weg auf den Spuren der "Billunger" quer durch das kleine Wäldchen bis zum Elbe-Seiten-Kanal. Hermann Billung (Stellvertreter von König Otto dem Großen) hatte 956 die Herrschaft auf einer Burg "Lunenburg" auf dem Kalkberg. Der Weg führt uns weiter nach Artlenburg. Mehr als 1000 Jahre alt sind die Grundmauern des Artlenburger Kirchturms, der vermutlich früher ein Teil einer Befestigungsanlage an der alten Salzstraße war. In Verbindung mit dieser Anlage stehen Namen wie Hermann Billung (970) und Heinrich der Löwe (1180). Heute ist der Turm Wahrzeichen von Artlenburg und Glockenturm der ev. Kirche im klassizistischen Stil, die täglich geöffnet und sehr sehenswert ist. Danach kommen wir nach Echem: "Landluft-Lernen" in Echem; sich informieren und probieren. Die Lehr- und Versuchsanstalt LVA lädt dazu ein! Weiter geht es auf dem Radrundweg Richtung Lauenburg. Die verwinkelten Gassen der Unterstadt gehören zum ältesten Teil Lauenburgs. Hier befindet sich die Maria-Magdalenen-Kirche, der Markt und das ehemalige Rathaus, in dem heute das Elbschifffahrtsmuseum untergebracht ist. Obwohl Lauenburg nicht am Fernhandelsweg "Salzstraße" lag, gewann es doch große Bedeutung für den Salzhandel durch den Stecknitzkanal (1391-98). Die Palmschleuse in Lauenburg ist die älteste noch erhaltene steinerne Kammerschleuse Nordeuropas. Der Weg führt weiter nach Boizenburg. Die Gründung der Stadt Boizenburg geht auf das Jahr 1255 zurück. Im Mittelalter beteiligten sich deren Einwohner als Zwischenhändler am Salzhandel zwischen Lüneburg und Wismar. Sehenswert ist das kulturhistorisch reizvolle Ensemble des Marktplatzes mit dem 1711 erbauten Rathaus und dem sich anschließenden Kirchplatz mit der St. Marienkirche. Nun kommen wir nach Binnendüne. In der Nähe des ehemaligen Fischerdorfes Gothmann befindet sich eine Binnendünenlandschaft mit einer Trockenvegetation. Die höchste Düne, der "Bollberg" ist begehbar. Die Tour führt uns weiter nach Bleckede. Bereits 1209 wurde Bleckede von einem Sohn Heinrich des Löwen zur Stadt ernannt. Aus dem Jahre 1600 stammt das heutige Schloss, in dem alljährlich die Konzertreihe "Musikalischer Frühling" stattfindet. Viel Sehenswertes bietet das Fachwerkstädtchen: Burgruine und Künstlerstätte. Das Elbtalhaus bietet Informationen über Flora und Fauna der Elbtalaue, den Findlingsgarten bei Breetze oder auch über die Möglichkeiten der Elbschifffahrt ab Bleckeder Hafen. Zahlreiche Veranstaltungen erweitern das Angebot für Touristen. Unser nächstes Ziel ist Neetze. Eingebettet in die Landschaft der Ostheide präsentiert sich das kleine Dorf mit spätgotischer Feldsteinkirche "Willibrordi". Hat der Spargel Saison, so bietet der Spargelhof Strampe frisch gestochene Ware und so manches fachmännische Wort zum Aufbau dieser besonderen Pflanze. Der Hofladen (Tel. 058 50/13 31, Fax -280) und das Hotel & Restaurant Neetzer Hof (Tel. 058 50-97 00, Fax -9 70 50) bieten Waren und Spezialitäten "Frisch aus der Region". Bevor wir wieder zurück nach Lüneburg fahren, nehmen wir Kurs auf Scharnebeck. Ein sehenswertes technisches Schauspiel ist das größte Doppel-Senkrecht-Schiffshebewerk Europas, das moderne Frachtschiffe in eine Höhe von 38 Metern heben kann. Dieses ist notwendig, um zwischen Elbmarsch und Geest die Höhenschwelle zu überwinden. Malerisch ist das Bild des kleinen Ortes Scharnebeck mit Fachwerkgehöften, der mächtigen Backsteinkirche oder auch dem Ziehbrunnen am Dorfplatz. Gesellige Veranstaltungen, wie das Radvergnügen "Tour de Marsch", das Weinfest oder auch ein Kartoffelfest, laden die Besucher herzlich zum Verweilen ein.
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