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Zum Otterzentrum nach Hankensbüttel

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Bad Bodenteich
Streckenverlauf:Bokel, Schweimke, Hankensbüttel
Ziel:Lüben
Länge:57,67 km
Dauer:1 Tag
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1 : 100 000 |7|
Nordostniedersachsen
Regionalkarte 1 : 100 000 |14|
Großraum Braunschweig
Radwanderkarten 1 : 75 000 | R16|
Südheide Gifhorn
Kontakt:Tourismuskreis Uelzen e.V.

Postfach 1136
29501 Uelzen

Tel. 0581/73040
Fax. 0581/72384

tourismuskreis-uelzen@t-online.de
www.uelzen.de/tourismus

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Informationen zur Tour

Tour zu dem am Südrand der Lüneburger Heide gelegenen Otterzentrum

Unsere Tour beginnt in Bad Bodenteich. Der Ort Bodenteich wurde 1998 als "Bad" anerkannt. In der Ortsmitte des Luftkurortes und Heilbades steht die Pfarrkirche St. Petri, die im Jahre 1808 durch einen Brand stark beschädigt wurde. Von 1833 bis 1836 baute man sie in Form einer klassizistischen Saalkirche in Ziegelbauweise mit Sandsteingliederungen wieder auf. Am Ortsrand von Bad Bodenteich liegt der Seepark. Er erstreckt sich über 20 ha und verfügt über 8 ha Wasserfläche. Die drei Seen des Seeparks werden von der Aue durchflossen und mit Wasser gespeist. Bis 1966 befand sich am Wasserlauf des Teiches im Gebäude Hauptstr. 5, die Bad Bodenteicher Wassermühle, die über 650 Jahre existierte. Im Jahre 1968 begannen die ersten Arbeiten zur Erweiterung des bestehenden "Mühlenteichs" zum heutigen "Seepark". Die Bad Bodenteicher Seewiesen sind die Überbleibsel eines großen Sees, der bis in die 30er Jahre existierte. Im Zentrum dieses für den regionalen Landschaftsschutz bedeutenden Fläche befindet sich das "Zwergbirkenmoor", das als ältestes Naturschutzgebiet der Gegend gilt. Wir fahren nach Bokel. Die Kapelle von Bokel ist ein Feld-/Backsteinbau aus dem 14./15. Jahrhundert. Bemerkenswert ist die schwere Bohlentür, deren geschnitzte Inschrift berichtet, dass sie 1631 von einem 106 Jahre alten Mann gestiftet worden sei. Einer Sage nach soll es ein Schäfer gewesen sein, der die Tür als Dank für seine Errettung aus Todesnot gestiftet habe. Im Kreis Gifhorn - zwischen Bad Bodenteich und Hankensbüttel - liegt die Bokeler Heide. Sie ist ein Überbleibsel der ehemals riesigen Heideflächen Norddeutschlands; heute befindet sie sich inmitten großer aufgeforsteter Kiefernmonokulturen. Bei Bokel befindet sich das Naturschutzgebiet "Bullenkuhle", eine Heide- und Moorlandschaft mit einem kleinen See, der von den Rändern her langsam zuwächst. Die Entstehung der Bullenkuhle geht vermutlich auf einen Toteisblock zurück. Wir setzen die Fahrt fort und kommen nach Schweimke. Zwischen Lüder und Schweimke liegt ein Hochmoorgebiet, das "Schweimker Moor". Hochmoore wachsen über dem Grundwasserspiegel. Die Pflanzen leben ausschließlich von Regenwasser und Staub - auch darin sind Nährstoffe enthalten. Die Pflanzenwurzeln sterben am unteren Ende ab und bilden so den Torf. Pro Jahr wächst ein Hochmoor auf diese Weise um einen Millimeter. Im Schweimker Moor wird noch heute Torf abgebaut. Danach geht es nach Hankensbüttel. Das Otternzentrum Hankensbüttel liegt am Südrand der Lüneburger Heide, im Landkreis Gifhorn. Dieses in Europa einzigartige Naturschutzzentrum wurde im Mai 1988 eröffnet. Über 55.000 qm groß ist das am idyllischen Isenhagener See gelegene Freigelände. Vielfältige Landschaftsausschnitte aus Hecken, Bächen, Teichen, Wiesen, Äckern und einem rd. 100-jährigen Wald vermitteln je nach Jahreszeit unterschiedliche Einblicke in verschiedene Lebensräume. In den großzügig und naturnah gestalteten Gehegen leben Fischotter, Dachse, Steinmarder, Iltisse, Baummarder und die seltenen Otterhunde. Im Otter-Zentrum erfahren die Besucher unter dem Leitsatz "Spiele und Lerne" Probleme und Lösungsmöglichkeiten des Umwelt- und Naturschutzes hautnah und nachhaltig. Sie sollten in die Lage versetzt werden, diese Erfahrungen in ihrer heimatlichen, privaten und beruflichen Umwelt umzusetzen. In der Nähe von Hankensbüttel befindet sich das Kloster Isenhagen. Es gehört neben Ebstorf, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen zu den berühmten "Lüneburger Klöstern" ("Heideklöster"). Alternativroute ab Wentorf (dann insgesamt ca. 46 km): Wer möchte, kann den sehenswerten Ort Lüben anfahren. Zwischen Bad Bodenteich und Wittingen befindet sich das Rundlingsdorf Lüben. Rundlingsdörfer waren meist von einem Wald schützend umgeben und nur durch eine Zufahrt erschlossen. Vom Platz in der Dorfmitte blickt man direkt auf die Bauernhäuser, die ihre verzierten Fachwerkgiebel mit der großen Toreinfahrt ("Groot Dör") auf die Dorfmitte ausgerichtet haben. Neben dem Haupthaus führt die Hofeinfahrt zu den Nebengebäuden. Das größte Haus - gegenüber dem Dorfeingang - gehörte meist dem Dorfschulzen, heute mit einem Bürgermeister zu vergleichen. Die kleineren Häuser an der Zufahrt bewohnten Zugezogene, für die einige Jahrhunderte nach der Dorfgründung nur noch wenig Platz vorhanden war. Wer die Dörfer mit der eigentümlich runden Form angelegt hat, ist bis heute nicht sicher nachzuweisen, ebenso ungewiss sind die Gründe, ein Dorf in dieser Form anzulegen. Im Rundlingsdorf Lüben ist das "Museum im Dorf" eingerichtet und lädt zu einem Besuch ein.

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Urheber: © Tourismuskreis Uelzen e.V.

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