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In den Naturpark Südheide

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Hösseringen
Streckenverlauf:Hösseringen, Oberohe, Hermannsburg
Ziel:Hösseringen
Länge:64,27 km
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, RC31
Kontakt:Tourismuskreis Uelzen e.V.
Postfach 1136
29501 Uelzen

Tel. 0581/73040
Fax. 0581/72384

tourismuskreis-uelzen@t-online.de
www.uelzen.de/tourismus

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Informationen zur Tour

Kulturell und geschichtlich interessante Rundtour durch die Südheide

Unsere Tour beginnt in Hösseringen (12/H7). Am Räberweg in Hösseringen steht noch ein ca. 175 Jahre alter Treppenspeicher im Fachwerkstil (Holz-Lehm- Konstruktion).
Im Jahr 1993 wurde er restauriert und heute kann man in ihm kleine Ausstellungen zur Dorfgeschichte und Umgebung sehen. Die Wassermühle Hösseringen stammt aus dem Jahre 1398. Ihr Wasserrad und Teile der Mühlentechnik sind noch erhalten. Unbedingt sehenswert ist das Museumsdorf mit Bauten der Lüneburger Heide, die hierher umgesetzt wurden. Ca. 20 Gebäude, die zu mehreren Höfen geordnet sind, geben Eindrücke vom Leben und Arbeiten der Menschen in der Zeit von 1600 bis 1900.
Der "Brümmerhof" von 1644 ist das Kernstück des Freilichtmuseums. Mit seinem beeindruckenden Haupthaus und den zahlreichen Nebengebäuden zeigt er beispielhaft, wie eine großbäuerliche Wirtschaft der Lüneburger Heide ausgesehen hat.

Unser erstes Ziel heißt Unterlüß (12/H5).
Das Albert-König-Museum in Unterlüß zeigt wechselnde Gemälde-, Holzschnitt-, Aquarell- und Zeichnungsausstellungen.
Der Künstler Albert König (1881-1944) widmete sich vor allem der Landschaftsmalerei.

Weiter geht es nach Oberohe (12/H4).
In der Saale-Eiszeit, vor ca. 200.000 Jahren, war das Gebiet der Lüneburger Heide von mächtigen Eismassen bedeckt. Nach ihrem Ende folgten Warmzeiten, aus denen man Reste von Pflanzen und Tieren, wie zum Beispiel der Kieselalgen, gefunden hat.
Diese Süßwasseralgen haben kieselsäurehaltige Panzer, deren Überbleibsel man heute noch in großen Mengen als Kieselgur südlich von Oberohe (zwischen Faßberg und Unterlüß) abbaut. Verwendet wird Kieselgur u. a. zur Produktion von Filtern und Dynamit.
Die Vorkommen in der Lüneburger Heide sind die bedeutendsten in Deutschland. Ihre Mächtigkeit erreicht hier bis zu 28 m.
Der Kieselgur-Rundwanderweg in Niederohe bei Oberohe informiert eingehend über Entstehungsgeschichte, Gewinnung, Verarbeitung und Verwendung dieses Rohstoffes.

Wir setzen die Fahrt fort und kommen nach Müden/Örtze (12/H3).
Der Ort Müden liegt an dem Heidefluss "Örtze", der zwischen Müden und Winsen/Aller entspringt.
Müden/Örtze liegt im Norden des Celler Landes, am Rande des "Naturparks Südheide" - einem riesigen Landschaftsschutzgebiet mit Wäldern, Mooren, Wiesen- und Heideflächen, durchzogen von kleinen Bächen und Wasserläufen. Südwestlich von Müden/Örtze, auf dem "Wietzer Berg", steht ein Denkmal des bekannten Heidedichters Hermann Löns (1866-1914).
In vielen seiner Romane, Erzählungen und Gedichte hat er Natur und Landschaft der Lüneburger Heide anschaulich beschrieben.

Sehenswert ist die Müdener Laurentius-Kirche aus dem Jahre 1217. Ursprünglich als Kapelle gebaut, wurde sie um 1450 zur Kirche erweitert. Sie beherbergt u. a. eine wertvolle, in Nürnberg gedruckte Altar-Bibel.

Die Müdener Mühle besteht aus der kleineren, älteren Sägemühle und der 1913 erbauten Kornmühle. Beide Mühlen sind durch ein Wehr verbunden, mit dem auch heute noch der Wasserstand im Oberlauf der Örtze geregelt wird.

Von hier aus geht es dann weiter nach Hermannsburg (12/H+J 2+3).
Hermannsburg ist über 1000 Jahre alt und heute ein staatlich anerkannter Erholungsort im "Naturpark Südheide".
Einen Bekanntheitsgrad weit über die Grenzen Europas hinaus hat der Ort durch die "Hermannsburger Mission" erlangt, die 1849 von dem Heidepastor Ludwig Harms gegründet wurde. Diese Mission wirkte vor allem in Schwarzafrika.
Über Geschichte und Gegenwart der Missionsarbeit informiert eine Dauerausstellung im Ludwig- Harms-Haus.
Sehenswert ist die Hermannsburger Kirche St. Peter Paul, die in den Jahren 958-72 vom Sachsenherzog Hermann Billung erbaut wurde. Die beim Um- und Erweiterungsbau entdeckten Fundamente der nachweislich ältesten Kirche gehörten zu einem vorromantischen Bauwerk aus der Zeit vor 1000 n. Chr. Bedeutendster Fund ist ein bronzenes Kruzifix, das in das 10 Jh. zu datieren ist.

Von hier aus geht es dann zurück nach Hösseringen, dem Ausgangspunkt unserer Tour.

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Urheber: © Tourismuskreis Uelzen e.V.

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