| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Suderburg, Räber, Hösseringen |
| Länge: | 13,32 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR7 Nordostniedersachsen |
| Kontakt: | Tourismuskreis Uelzen e.V. Postfach 1136 29501 Uelzen Tel. 0581/73040 Fax. 0581/72384 tourismuskreis-uelzen@t-online.de www.uelzen.de/tourismus |
Tour durch das in der Saale-Eiszeit entstandene Tal

Unsere Tour beginnt in diesem Fall in Suderburg (31/A13), auch wenn ein Einstieg in diese Rundtour beliebig von jedem der genannten Orte aus begonnen werden kann.
Den Ort Suderburg gibt es vermutlich schon fast 1000 Jahre. Ursprünglich stand hier eine Burg, die Suderburg, nach der der Ort benannt worden ist. Ein Rest dieser alten Schutzburg ist der heute noch erhaltene Turm der St.-Remigius-Kirche. Die Kirche, ein kreuzförmiger Saalbau im Fachwerkstil, entstand 1753 als Erweiterungsbau des um 1000 nach Christus aus Feldsteinen erbauten Turmes.
Wenn wir die Fahrt fortsetzen, kommen wir nun nach Räber (31/B12).
In der Nähe dieses kleinen Ortes entspringt der Röberspringbach, der mit seinem Wasser einen kleinen See speist.
Im Bruchweg befindet sich der Nachbau einer historischen Waschbank am Räberspringbach. An einer solchen Waschbank trafen sich früher die Frauen des Dorfes, um ihre Wäsche und die Kartoffelsäcke zu waschen. Das Waschen mit einer Waschbank war zur damaligen Zeit eine sehr mühselige Arbeit.
Anschließend geht es weiter nach Hösseringen (31/B12).
Am Räberweg in Hösseringen steht noch ein rund 200 Jahre alter Treppenspeicher im Fachwerkstil.
Früher baute man Gerüste aus Holzbalken und füllte die Zwischenräume mit Lehm aus.
Die Treppenspeicher hatten meistens auch eine Außentreppe, über die man in den oberen Teil gelangen konnte. In den Speichern wurde nicht nur Erntegut (z. B. Honig, Korn, Flachs) gelagert, sondern auch Truhen mit Leinen, Kleidung und wertvollen Dingen fanden hier ihren Platz.
Der Hösseringer Treppenspeicher wurde 1993 ausgebessert und verschönert.
Heute kann man in ihm kleine Ausstellungen zur Dorfgeschichte oder zur Umgebung sehen.
Besonders sehenswert ist das Museumsdorf Hösseringen, ein landwirtschaftliches Freilichtmuseum.
Es wurde 1975 angelegt und seither kommen regelmäßig Neuerungen dazu. Auf 10 ha Fläche kann man in ca. 20 eingerichteten Gebäuden herausfinden, wie die Menschen auf dem Land in der Zeit von 1600 bis 1900 wohnten und arbeiteten.
Verschiedene Ausstellungen informieren z. B. über Imkerei, Schafhaltung, Spinnen und Weben oder auch über Vorratshaltung und Landtechnik.
Im Gelände des Museums gibt es eine Dauerausstellung mit dem Namen "Steinreiche Heide".
Darin geht es hauptsächlich um "Findlinge". Findlinge sind rundliche Steine unterschiedlicher Größe, die man in der Lüneburger Heide seit jeher zahlreich im Boden findet.
Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig diese Steine im Laufe der Geschichte verwendet wurden. Man kann auch selbst aktiv werden, z. B. beim Gewichtheben oder Steinbewegen.
Das Museumsdorf Hösseringen bietet ein "7-Zwerge-Suchspiel" für Kinder an.
Auf dem Museumsgelände sind sieben Zwerge versteckt. Wer alle Fundstellen auf der Übersichtskarte des Museumsgeländes eingezeichnet hat, bekommt ein kleines Geschenk.
Nach der Zwergensuche kann man sich im Speicher beim Brümmerhof die kleine Ausstellung über Zwerge ansehen.
Jedes Jahr im Herbst findet im Landwirtschaftsmuseum Hösseringen ein Kindertag statt.
Dann befinden sich im gesamten Museum unterschiedliche Stationen, an denen so gespielt und gebastelt werden kann, wie es die Kinder früher getan haben.
Lustig und spannend wird es auf dem "Waldgeschichtspfad Schooten", der am Parkplatz des Museumsdorfes beginnt.
Das Wildschwein "Sudl" klärt mit Hilfe von Infotafeln an unterschiedlichen Stationen darüber auf, wie der Mensch früher den Wald nutzte und welche Auswirkungen dies hatte. Entlang des Pfades wird die wechselhafte Geschichte des Waldes in der Lüneburger Heide deutliche.
Als abschließendes Ziel vor der Rückfahrt nach Suderburg erreichen wir nun den Hardausee (31/B13).
1971 staute man den Fluß "Hardau" und es entstand der Hardausee. Der See hat eine riesige Wasserfläche (78.000 qm) und ist umgeben von Sandstränden und Wald. Die Hardau entspringt etwa 3 km nördlich von Hösseringen in der Hösseringer Heide.
Dieses Gebiet ist in der Saale-Eiszeit (ca. 235.000 - 125.000 v. Chr.) entstanden, als riesige Gletscher Stein- und Geröllmassen vor sich herschoben und hier zurückließen.
Bei wärmeren Temperaturen kann man im See schwimmen, paddeln und angeln oder an seinem Strand sonnenbaden.
Ein markierter Wanderweg führt durch die interessante Natur rund um den Hardausee.
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