| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Oetzen, Rosche, Rätzlingen |
| Länge: | 44,98 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Wanderkarte 1:50.000, WL1 Naturpark Elbufer - Drawehn |
| Kontakt: | Tourismuskreis Uelzen e.V. Postfach 1136 29501 Uelzen Tel. 0581/73040 Fax. 0581/72384 tourismuskreis-uelzen@t-online.de www.uelzen.de/tourismus |
Tour durch Wiesen und Moore entlang der "Wipperau-Niederung"

Oetzen
Die Backsteinkapelle in Oetzen stammt aus dem 14. Jh., aus der Zeit der Gotik.
Ihr Westturm ist aus Feldsteinen erbaut. Die Kapelle beherbergt einen Schnitzaltar aus dem 16. Jh.
Aus dem Jahre 1339 stammt die Oetzmühle, deren Mühlentechnik jedoch nicht mehr vorhanden ist.
Bruchwedel
Bruchwedel gehört wie Dörmte, Katzien und Hohenzethen zu den für die Region an der "Wipperau-Niederung" typischen Halb-Rundlingsdörfern.
Rundlingsdörfer waren meist von einem Wald schützend umgeben und nur durch eine Zufahrt erschlossen.
Vom Platz in der Dorfmitte blickt man direkt auf die Bauernhäuser, die ihre verzierten Fachwerkgiebel mit der großen Toreinfahrt ("Groot Dör") auf die Dorfmitte ausgerichtet haben.
Neben dem Haupthaus führt die Hofeinfahrt zu den Nebengebäuden.
Das größte Haus - gegenüber dem Dorfeingang - gehörte meist dem Dorfschulzen, heute mit einem Bürgermeister zu vergleichen. Die kleineren Häuser an der Zufahrt bewohnten Zugezogene, für die, einige Jahrhunderte nach der Dorfgründung, nur noch wenig Platz vorhanden war.
Wer die Dörfer mit der eigentümlichen runden Form angelegt hat, ist bis heute nicht sicher nachzuweisen. Ebenso ungewiss sind die Gründe, ein Dorf in dieser Form anzulegen. Halb-Rundlingsdörfer weisen nur in beschränkter Form die typischen Merkmale der (Voll-) Rundlingsdörfer auf.
Stütensen
Das Ortsbild Stütensens wird geprägt durch fünf landwirtschaftliche Betriebe, deren Anfänge bis ins Jahr 1847 zurückgehen.
In Stütensen gibt es außerdem einen "Bauckhof", der seine Produkte aus biodynamischem Anbau über die Region hinaus vermarktet.
Katzien
Katzien gehört zu den Halbrundlingsdörfern und wurde im Rahmen der Flurbereinigung dorfgerecht neu gestaltet.
Wiesen mit moorigem Untergrund, auf denen intensive Viehwirtschaft betrieben wird, prägen die Umgebung.
Im Bereich Katzien sind häufig seltene Vogelarten, wie z. B. Kolkraben, zu beobachten.
Rosche
Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Samtgemeinde Rosche sind aus den Jahren um 1130.
Die Landbereiche waren zu unterschiedlichen Zeiten den Klöstern Oldenstadt, Ebstorf und Medingen zugeordnet.
Seither prägt die Landwirtschaft diesen Raum. Bis in das 18. Jh. war Rosche ein typisches Bauerndorf, in dem sich aber auch mehr und mehr Kleinhandwerk und Handel entwickelten.
Nach dem zweiten Weltkrieg erfuhr der Ort einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung, da viele Flüchtlinge und Vertriebene dort Heimat und Arbeit fanden. Durch die zunehmende Industrialisierung in den 50er und 60er Jahren wanderten aber viele von ihnen in die westlichen Industriegebiete ab.
Die St.-Johannis-Kirche in Rosche ist der erste neugotische Backsteinbau im Kreis Uelzen und stammt aus den Jahren 1860-62.
Das Gotteshaus wurde am 14. September 1862 in Anwesenheit von König Georg V. von Hannover eingeweiht.
Naturräumlich ist das Gebiet um Rosche dem "Uelzener Becken" zuzuordnen; es liegt im Osten der Lüneburger Heide, angrenzend an das "Hannoversche Wendland".
Das Umland war früher ein Heide-, Sumpf- und Feuchtgebiet im Bachverlauf des Flusses "Wipperau".
Wiesen und Moore mit Sumpf- und Baumvegetationen machten die Landschaft aus. Noch heute zeugen davon kleine Reste im Bereich der "Wipperau-Niederung".
Borg/Neumühle
In der heutigen wiesen- und waldreichen Umgebung von Borg und Neumühle wurde in früherer Zeit Torf gestochen.
An der "Wipperau" arbeitete eine Wassermühle.
Rätzlingen
Die Gemeinde Rätzlingen ist eine alte Siedlung, die im Jahre 1032 erstmals urkundlich erwähnt wurde (unter der Bezeichnung "Restinge").
Eine Besonderheit ist heute der "Rätzlinger See" - ein Dorfteich, der vor langer Zeit ein großer See gewesen sein soll.
Stöcken
In Stöcken steht die Alte Dorfkapelle, ein gotischer Feld-/Backsteinbau aus dem 13. Jh. Die flache Bohlendecke ist mit Schablonenmalerei von 1499 verziert und gilt als seltenes Beispiel einer gemalten gotischen Bretterdecke.
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