| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Uelzen, Gerdau, Bohlsen |
| Länge: | 26,68 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR6 Nordheide |
| Kontakt: | Tourismuskreis Uelzen e.V. Postfach 1136 29501 Uelzen Tel. 0581/73040 Fax. 0581/72384 tourismuskreis-uelzen@t-online.de www.uelzen.de/tourismus |
Tour von der wirtschaftlich und kulturell bedeutsamen Kreisstadt Uelzen in das landwirtschaftlich orientierte Umland

Uelzen
Die Kreisstadt Uelzen ist über 700 Jahre alt und heute wirtschaftliches und kulturelles Zentrum eines überwiegend landwirtschaftlich orientierten Umlandes.
Seinen Ursprung hat Uelzen im heutigen Stadtteil Oldenstadt, wo im 10. Jh. ein Kloster entstand. Um 1250 gründeten die Bürger auf der anderen Seite der Illmenau eine neue Stadt. Von der Zeit des Wiederaufbaus (17. Jh.) zeugen noch einige verzierte Fachwerkhäuser. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Uelzen zu einer aufstrebenden Kreisstadt mit rd. 36.000 Einwohnern. Zur Hansezeit war Uelzen ein wichtiger Handelsplatz, heute gilt es als Standort wichtiger und zukunftsorientierter Wirtschaftszweige zu den Wirtschaftsstandorten im Norden mit dem Schwerpunkt Ernährungsindustrie.
Amtssitz der hiesigen Politiker war bis 1998 das alte Rathaus. Der gotische Kernbau wurde 1347 errichtet. 1791 entfernte man die Treppengiebel und das gotische Backsteinportal und gestaltete den Bau in klassizistischem Stil neu. Das Portal stammt von 1850, der Arkadenbau aus dem Jahre 1932. Im Innern des Gebäudes befindet sich das Kuhlau-Relief, ein geschnitztes Stadtwappen von 1591. Heute ersetzt ein großzügiger Neubau am Herzogplatz das alte Rathaus.
Im Uelzener Stadtwald befindet sich ein Wildgatter. Auf Spazierwegen kann man das ausgedehnte Gelände durchwandern und Dam- und Rotwild, Mufflons und Wildschweine beobachten.
Barnsen
Bei Barnsen befindet sich ein Motor- und Segelflugplatz. Hier ist an manchen Wochenenden die Möglichkeit zu Rundflügen gegeben.
Westlich von Barnsen erstreckt sich eine kleinere Heidefläche - Überbleibsel der großen Heidegebiete der vergangenen Jahrhunderte.
Gerdau
Die ev.-luth. St.-Michaelis-Kirche entstand auf den Grundmauern eines ehemaligen gotischen Backsteinbaus. 1890 wurde die Kirche renoviert. Westturm und Grundmauern sind in gotischem Stil erbaut. Unweit der St.- Michaelis-Kirche befindet sich die ehemalige Molkerei, die nach ihrer Stilllegung in eine Brennerei umgewandelt wurde. Heute wird dort aus Kartoffeln hochprozentiger Alkohol für industrielle und medizinische Zwecke produziert.
Die Klintmühle in Gerdau stammt aus dem 11. oder 12. Jh. Von der Mühlentechnik ist nur wenig erhalten; heute wird durch eine Turbine Strom erzeugt.
Böddenstedt
1991 gewann Böddenstedt den Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" und kann sich seitdem "Golddorf" nennen. In diesem Wettbewerb werden die behutsame und maßvolle Instandsetzung alter Bausubstanzen, eingebunden in die regionaltypische Natur, besonders bewertet. Böddenstedt feierte 1997 sein 800-jähriges Bestehen.
Neben der Vielzahl an alten Wohn- und Hofgebäuden mit unterschiedlichen Hofeinfriedungen befinden sich in dem Ort die ehemalige Mühle am Stahlbach sowie ein reetgedecktes niederdeutsches Hallenhaus in der Mühlenstraße, das aus der Bremer Gegend hierher umgesetzt wurde und heute unter Denkmalschutz steht.
Klein Süstedt
Die Hofmühle Kl. Süstedt wurde im Jahre 1970 erbaut. Ihre Motormühle erzeugt Strom aus Windkraft. Heute ist die Mühle mit ihrer Steinmüllerei Teil eines Demeterhofes mit Hofladen.
Bohlsen
Bohlsen gehört - wie Böddenstedt - zu den "Golddörfern". Es gewann 1993 den Bundeswettbewerb. Bohlsen kann auf eine mehr als 700-jährige Geschichte zurückblicken. Das älteste Bauernhaus im Ort ist ca. 250 Jahre alt. Daneben findet man die für die Heide typischen Treppenspeicher und Feldsteinmauern, die die alten, eichenbestandenen Bauernhöfe umgrenzen. Mitten im Ort steht die "Bohlser Mühle" - eine der wenigen kleinen Wassermühlen, die das "große Mühlensterben" in den 60er Jahren überlebt hat. Mühle und angegliederte Bäckerei verarbeiten ausschließlich Getreide und andere Produkte aus organisch-biologischem Landbau.
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