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Zur Ellerndorfer Wacholderheide

Rubrik:Mountainbiking, Eintagestour
Streckenverlauf:Ebstorf, Ellerndorf, Brockhöfe, Hanstedt
Länge:29.00
Kontakt:Tourismuskreis Uelzen e.V.
Postfach 1136
29501 Uelzen
Tel. 0581/73040
Fax. 0581/72384
tourismuskreis-uelzen@tonline.de
www.uelzen.de/tourismus

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Informationen zur Tour

Elgin Staginnus-Scheurer

Elgin Staginnus-Scheurer

Zur Ellerndorfer WacholderheideRundtour durch eine der charakteristischsten Heidegebiete zwischen Elbe und Aller.

TourenbeschreibungEbstorf (12/D7)

Kloster Ebstorf gehört neben Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen zu den "Lüneburger Klöstern" ("Heideklöster"), die nach der Reformation evangelische Konvente wurden. Die ehemalige Domäne in Ebstorf stammt aus dem Jahre 1528. Heute noch erhalten ist die Domänenscheune von 1576 - das älteste Vierständer-Fachwerkhaus im Landkreis Uelzen. Außerdem existiert noch ein Zinskornspeicher von 1622 in Form eines stockwerkweise abgezimmerten Fachwerkbaus. Die Seeanlage Ebstorf verfügt über ca. 35.000 qm Wasserfläche. 1995 fertiggestellt, ergänzt sie das Naherholungsangebot in der Region.

Stadorf (12/E6)

Stadorf liegt als Straßendorf an der "Schwienau", die der Gemeinde ihren Namen (Gemeinde Schwienau) gegeben hat. Als reines Bauerndorf mit 8 Bauernhöfen liegt Stadorf inmitten bewirtschafteter Nutzungsflächen.

Linden (12/E6)

Linden ist mit seiner landwirtschaftlichen bäuerlichen Struktur ein typisches Dorf der Lüneburger Heide. Hier stehen noch einige Bauernhöfe aus der Zeit der Jahrhundertwende, umgrenzt von alten Eichenbeständen. In Linden befindet sich die Verhorn-Mühle aus dem Jahre 1344. Die Mühlentechnik ist teilweise noch erhalten; zuletzt wurde sie durch Turbinen angetrieben.

Eimke (12/F5)

Die Feldsteinkirche in Eimke stammt aus dem 13. Jh., der hölzerne Glockenturm wurde im 17. Jh. ergänzt. In dem Gotteshaus befinden sich ein wertvoller Schnitzaltar mit Reliquienschrein sowie ein Vesperbild. Die Wassermühle Eimke von 1321 wurde, wie viele andere mittelalterliche Mühlen, zuletzt von Turbinen angetrieben.

Ellendorfer Wacholderheide (12/E5)

Die Ellendorfer Wacholderheide gehört zu den Heideflächen, die bis zum Ende des 19. Jh. weite Teile des Gebietes zwischen Elbe und Aller charakterisierten. Vom Ende der Jungsteinzeit (um 500 v. Chr.) an bis zum 19. Jh. rodete der Mensch die ursprünglichen Eichen/Birkenmischwälder, um Äcker und Weideland anzulegen. Durch die intensive Nutzung über lange Zeit verarmten die ehemals nährstoffreichen Böden, und nur anspruchslose Pflanzen wie die "Besen-Heide" (Calluna vulgaris) konnten sich ausbreiten. Die Heideflächen wurden im Laufe der Zeit zu Weidegebieten für die Heidschnucken, die alle konkurrierenden Pflanzen verbissen und für Verjüngung und Wachstum der Heide sorgten. Durch wiederholtes "Abplaggen" der Heideflächen (Abhacken der Heidewurzelpolster) erhielt man Streu- und Düngemittel und verhinderte das Wiederaufkommen von Wald. Neben der Heide konnten sich nur solche Busch- und Baumarten durchsetzen, die von den Schafen nicht gefressen wurden, wie beispielsweise der Wacholder. Außer Schafhaltung und kleinflächigem Getreideanbau spielte auch die Imkerei (Honig, Wachse) bis vor ca. 100 Jahren eine wichtige Rolle in der Wirtschaftsform der Heidebauern.

Die Ellendorfer Heide ist eine der letzten größeren Wacholderheidelandschaften in der Lüneburger Heide. Die dort weidende Heidschnuckenherde sorgt für Pflege und Fortbestand der Heidelandschaft und der hier ansässigen Imkerei.

Brockhöfe (12/E5)

Der Heideort Brockhöfe kann auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Bemerkenswert sind die noch erhaltenen 9 Vollhöfe im alten Dorfkern. Brockhöfe liegt in der Schwienau-Niederung. Bruchwälder, Wiesen, Weiden und verschiedene Feuchtbiotope prägen die Landschaft.

Bode (12/D6)

Die kleine, fast kreisrunde Anlage der Burg Bode liegt inmitten einer Wiese unter hohen Buchen und besteht aus Wall und Graben. Der Wall weist noch eine Höhe von bis zu 2,50 m auf und umschließt eine Fläche von ca. 40 m2. Der bis zu 5 m breite Grabenrest ist als äussere Begrenzung noch gut erkennbar. Der Ringwall, wie Archäologen diese Form einer Burganlage nennen, ist nicht genau zu datieren. Vermutlich stammt er aber aus der Zeit um 1000 nach Christus. Die strategisch verteidigungsgünstige Lage in der Niederung und das Wall-Graben-System lassen auf Wehr- und Befestigungscharakter der ehemaligen Burg Bode schließen.

Hanstedt I (12/D6)

Die ev. St.-Georgs-Kirche in Hanstedt I ist eine einschiffige Feldsteinsandkirche mit romanischem Baukern. Sie stammt aus der Zeit um 980 n. Chr. Das Gotteshaus beherbergt einen wertvollen Altaraufsatz und Schrein. Die Mühlentechnik der Wassermühle Hanstedt I von 1368 ist noch heute vollständig erhalten. Mit Hilfe einer Turbine erzeugt das historische Bauwerk Strom. In der Nähe von Hanstedt I (am Kahlen Berg bei Eitzen) fanden Archäologen Spuren mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Verkehrswege. Vermutlich benutzten Händler, wandernde Handwerker, Kaufleute, aber auch Einheimische mit ihren Wagen diese Wege, da das Reisen zu Fuß damals sehr zeitaufwändig war. Bis ins 15. Jh. gab es keine Wegekarten, Daher mussten sich Reisende auf die Kenntnisse von Einheimischen oder der Kutscher verlassen. Auffällige Bauten oder natürliche Hindernisse dienten der Orientierung.

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Urheber: © Tourismuskreis Uelzen e.V, Foto: Elgin Staginnus-Scheurer, Text und Overlay: Fritz Lange

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