| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Ebstorf |
| Streckenverlauf: | Oldendorf, Amelinghausen, Brockhöfe |
| Ziel: | Ebstorf |
| Länge: | 61,21 km |
| Dauer: | 1 Tag |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte 1 : 75 000 |RC12| Uelzen Regionalkarte 1 : 100 000 |12| Großraum Osnabrück |
| Kontakt: | Tourismuskreis Uelzen e.V. Postfach 1136 29501 Uelzen Tel. 0581/73040 Fax. 0581/72384 tourismuskreis-uelzen@t-online.de www.uelzen.de/tourismus |
Tour durch landschaftlich- aber auch archäologisch interessante Gebiete

Ebstorf (12/D7) Der Geschichte nach zog im Jahre 817 der Erzbischof Ebbo von Reims auf Weisung des Papstes nach Norden aus, um die Sachsen zu bekehren und das Christentum zu festigen. Er baute im "Schwieneautal" eine Kapelle, weil an dieser Stelle ein alter Frachtwege-Kreuzungspunkt war. Das in der Nähe liegende Dorf, der heutige Gemeindeteil Altenebstorf, wurde Ebbekestorpe genannt, worauf dann Ebstorf wurde. Die Seeanlage Ebstorf verfügt über ca. 35.000 qm Wasserfläche. 1995 fertiggestellt, ergänzt sie das Naherholungsangebot in der Region. Hanstedt I (12/D6) Die evangelische Kirche in Hanstedt I ist eine einschiffige Feldsteinsandkirche mit romanischem Baukern. Sie stammt aus der Zeit um 980 nach Christus. Das Gotteshaus beherbergt einen wertvollen Altaraufsatz und Schrein. Die Mühlentechnik der Wassermühle Hanstedt I von 1368 ist noch heute vollständig erhalten. Mit Hilfe einer Turbine erzeugt das historische Bauwerk Strom. In der Nähe von Hanstedt I (am Kahlen Berg bei Eitzen) fanden Archäologen Spuren mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Verkehrswege. Vermutlich benutzten Händler, wandernde Handwerker, Kaufleute, aber auch Einheimische mit ihren Wägen diese Wege, da das Reisen zu Fuß damals sehr zeitaufwendig war. Bis in das 15. Jahrhundert gab es keine Wegekarten. Daher mussten sich Reisende auf die Kenntnisse von Einheimischen oder der Kutscher verlassen. Auffällige Bauten oder natürliche Hindernisse dienten dabei der Orientierung. Süsing (12/A4) Der Süsing ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Niedersachsens, mit z. T. urigen Altholzbeständen und Buchenwäldern. Am Westrand des Süsings befindet sich das Naturschutzgebiet "Wettenbosteler Moor". Oldendorf (12/A4) In Oldendorf steht eine historische Wassermühle aus dem Jahre 1511. Sie wird heute durch Turbinen angetrieben. In der Nähe des Ortes befindet sich die "Oldendorfer Totenstatt" mit vier z.T. restaurierten Großsteingräbern, darunter ein in voller Länge (80 m) erhaltenes Hünenbett. Die Grabanlage stammt aus der Jungsteinzeit bzw. Bronzezeit, als die Menschen ihre Toten noch in festen Häusern bestatteten, die aus großen Steinen gebaut und mit Erde überdeckt wurden. Die Steine (Findlinge) wurden mit ihrer glatten Seite nach innen aufgestellt, die Fugen zwischen den Platten mit zerschlagenen Feldsteinen mörtellos zugemauert. Den Boden pflasterte man mit Wackersteinen. Großsteingräber sind in der Regel über einen Gang begehbar. Amelinghausen (12/B4) Amelinghausen ist ein bekannter Erholungsort am Rande der Lüneburger Heide und schon über 1000 Jahre alt. Im August/September - zur Heideblüte - wird hier eines der größten Heideblütenfeste gefeiert. Lopausee (12/D4) 1973 wurde der Fluss "Lopau" zu einem See aufgestaut. Der Lopausee mit dem angrenzenden Lopaupark hat sich im Laufe der Jahre zu einem Natur- und Freizeitparadies entwickelt. Das "Lopautal" steht heute teilweise unter Naturschutz. Bemerkenswert ist der naturnahe Verlauf des Flusses bis hin zum Lopausee in Amelinghausen. Wulfsode (12/D4) Der Heideort Wulfsode ist das "Tor zum Lopautal", einer landschaftlich reizvollen Niederung, die von der "Lopau" durchflossen wird. Der Ort ist mehrfacher Preisträger in den Kreis-, Landes- und Bundeswettbewerben "Unser Dorf soll schöner werden". In Wulfsode steht ein alter Treppenspeicher von ca. 1832. Diese für die Lüneburger Heide typischen Speicher waren von außen begehbar und dienten der Unterbringung sowohl von Erntegut (z. B. Honig, Korn, Flachs) als auch von Truhen mit Leinen, Kleidern und anderen Wertgegenständen. Brockhöfe (12/E5) Der Heideort Brockhöfe kann auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Bemerkenswert sind die noch erhaltenen 9 Vollhöfe im alten Dorfkern. Brockhöfe liegt in der Schwienau-Niederung. Bruchwälder, Wiesen, Weiden und verschiedene Feuchtbiotope prägen die Landschaft. Bode (12/D6) Inmitten einer Wiese unter hohen Buchen liegt die kleine, fast kreisrunde Anlage der Burg Bode, bestehend aus Wall und Graben. Der Wall besitzt noch eine Höhe bis zu 2,50 m und umschließt eine Fläche von etwa 40 qm. Der bis zu 5 m breite Grabenrest ist als äußere Begrenzung noch gut erkennbar. Der "Ringwall" - wie Archäologen diese Form einer Burganlage nennen - ist nicht genau zu datieren, vermutlich stammt er aber aus der Zeit um 1000 n. Chr. Die verteidigungsgünstige Lage in der Niederung und das Wall-Graben-System lassen auf Wehr- und Befestigungscharakter der ehemaligen Burg Bode schließen.
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