| Rubrik: | Regionales Radwandern |
|---|---|
| Streckenverlauf: | Ebstorf, Barum, Bad Bevensen |
| Länge: | 27,58 km |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR7 Nordostniedersachsen |
| Kontakt: | Tourismuskreis Uelzen e.V. Postfach 1136 29501 Uelzen Tel. 0581/73040 Fax. 0581/72384 tourismuskreis-uelzen@t-online.de www.uelzen.de/tourismus |
Tour von Ebstorf nach Bad Bevensen, vorbei an zahlreichen Klöstern und Kirchen

Unsere Tour beginnt in Ebstorf (12/D7).
Kloster Ebstorf wurde um 1150 als Praemonstratenser Chorherrenstift gegründet und etwa 1200 - nach einem Brand - für Benediktinerinnen neu gestiftet. Klosterkirche und Konventsgebäude sind in norddeutscher Backsteingotik des 14./15 Jahrhunderts erbaut. Kloster Ebstorf birgt eine Fülle von mittelalterlichen sakralen Kunstschätzen. Dazu gehören Bronzetaufe, Renaissancekanzel und Barockaltar. Im Nonnenchor befinden sich ein gotischer Altar mit dem Triumpfkreuz darüber, Madonnen des 13. und 14. Jahrhunderts, sowie der heilige Mauritius in Lebensgröße. Im Kreuzgang sind wertvolle Glasmalereien in 15 Fenstern zu sehen, u. a. mit dem "Heilsspiegel" von ca. 1400, außerdem reiche Bauplastik spätromanischen bis frühgotischen Stils.
Weltberühmt wurde das Kloster durch seine "Ebstorfer Weltkarte", ein 13 qm großes Weltbild auf Pergament aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist eine originalgetreue Kopie der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Karte zu besichtigen. Kloster Ebstorf gehört neben Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen zu den "Lüneburger Klöstern" ("Heideklöster"), die nach der Reformation evangelische Konvente wurden.
Wir fahren nach Hohenbünstorf (12/D8).
In der Nähe des Ortes Hohenbünstorf liegt der "Eschenberg". Von hier aus sind in nördlicher Richtung bei guter Sicht die Türme von Lüneburg zu erkennen.
Weiter geht die Fahrt und wir kommen nach Barum (12/D8).
Die evangelische St.-Georgs-Kirche aus dem 13. Jahrhundert im Ort ist ein Feld- u. Backsteinbau mit gotischem Baukern. Bemerkenswert sind der gesondert stehende Glockenturm aus Fachwerk und der Altar mit Sandsteinaufsatz.
Weiter geht es zum Schweizerhof.
Der Kulturverein Schweizerhof e. V. wurde 1997 gegründet. Der Verein versteht sich als Förderer von Kunst und Kultur im ländlichen Raum und will jungen Künstlern die Möglichkeit geben, sich darzustellen. Die Verbindung von Kunst und deren Ausstellung auf einem biologisch betriebenen Bauernhof (dem Schweizerhof) soll dem Besucher Denkanstöße in Richtung ökologisches Bewusstsein geben.
Dann geht es nach Medingen (12/C9).
Die Geschichte des Ortes Medingen und die des Klosters sind untrennbar miteinander verbunden. Medingen wurde bereits 1323 von dem damaligen Probst Christian gekauft, um hier ein Kloster zu erbauen, das sich bis dahin in Altenmedingen befand.
Das Zisterzienserinnen-Kloster (seit 1336) wurde - wie alle Klöster im norddeutschen Raum - nach der Reformation (1554) in ein evangelisches Damenstift umgewandelt. Im Jahre 1781 vernichtete ein Feuer fast die gesamte Klosteranlage, nur das gotische Brauhaus blieb erhalten. Ab 1782 bis 1788 wurde Kloster Medingen neu erbaut.
Heute präsentiert es sich als schlossähnliche Anlage im klassizistischen Stil mit spätbarockem Kirchturm und einer Rundkirche. Zu den Schätzen des Klosters gehören neben Möbeln, Teppichen, Bildern und Silber auch Stickereien mit Flussperlen aus der Ilmenau. Kloster Medingen gehört neben Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Walsrode und Wienhausen zu den berühmten "Lüneburger Klöstern" ("Heideklöster").
Wir fahren dann weiter nach Bad Bevensen (12/C9).
Bevensen wurde erstmals im Jahre 1162 nach Christus urkundlich erwähnt, 1293 wurde das Münzrecht erteilt. Als Flecken entwickelte sich Bevensen zum geistlichen und wirtschaftlichen Mittelpunkt. Im Jahre 1489 wurde Bevensen an das Kloster Medingen verpfändet und erhielt seine Selbständigkeit erst mit der Einführung der Reformation wieder. Durch den 30-jährigen Krieg und zwei Feuersbrünste (1729 und 1811) wurde fast die gesamte Bausubstanz Bevensens zerstört. Erst nach 1847, nach dem Eisenbahnanschluss und der Errichtung einer Posthalterei, blühte die Stadt wieder auf. Auf der Suche nach Erdöl stieß man 1964 zufällig auf eine Heilquelle, deren medizinische Wirkung bald anerkannt wurde. Im Jahr 1975 wurde der Heidestadt das bedeutungsvolle "Bad" zuerkannt. Die hier sprudelnde Solequelle mit 4 % Salzgehalt ist die jodhaltigste Thermalquelle Deutschlands. Mit dem bis zu 30 Grad C warmen Wasser wird u.a. ein Thermal-Jod-Sole-Bad gespeist, das inmitten des großzügigen Kurzentrums mit Parkanlage liegt.
Die evangelische Dreikönigskirche in der Stadt stammt aus den Jahren 1811-13 und wurde auf Fundamenten des abgebrannten Vorgängerbaus als klassizistische Saalkirche wiederaufgebaut.
Als Abstecher empfiehlt sich ein Besuch des Ortes Klein Bünstorf (12/C9).
Südlich von Klein Bünstorf steht ein Heliand-Kreuz. 1931 errichtet, erinnert es an die Christianisierung des hiesigen Raumes um 900 - 1000 v. Chr. Vom Heliand-Kreuz aus hat man eine schöne Sicht auf das Illmenautal.
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