| Rubrik: | Regionales Radwandern, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Bad Zwischenahn |
| Streckenverlauf: | Edewecht, Augustfehn, Westerstede, Rastede, Oldenburg, Gristede |
| Ziel: | Bad Zwischenahn |
| Länge: | 200,30 km |
| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. rotes A auf grün-weißem Sechseck mit Richtungspfeil |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. Regionalkarte 1:100.000, CR1 Ostfriesland |
| Kontakt: | Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Postfach 107747, 28077 Bremen atis@ammerland.de www.ammerland.de |
Tour durch die Parklandschaft des Ammerlandes

Sie beginnen die Fahrradrundtour "Ammerland-Route" z.B. in Bad Zwischenahn, denn hier kann eine Anreise optimal mit der Bahn oder entlang der Autobahn A28 mit dem PKW erfolgen. Das Zwischenahner Meer - "Die Perle des Ammerlandes" mit 526 ha der drittgrößte Binnensee Niedersachsens - ist ein hervorragendes Segel- und Surfrevier. Unterschiedlichste Geschäfte, Boutiquen und Souvenirläden säumen die belebten Straßen und Einkaufspassagen des staatlich anerkannten Moorheilbades. Viele Restaurants mit traditioneller und internationaler Küche sorgen mit kulinarischen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste. Ganz oben auf der Spezialitätenliste steht hier der "Ammerländer Smoortaal" - man ißt ihn mit den Fingern! Neben der modernen Fachklinik für Rheuma und Rehabilitation und sehr gepflegten Kurparkanlagen hat Bad Zwischenahn aber auch eine Vielzahl bedeutender Sehens- würdigkeiten vorzuweisen. In dem 1910 eröffneten Freilichtmuseum "Ammerländer Bauernhaus" sind 16 verschiedene Gebäude mit dem bekannten "Spieker" und eine Galerie- Holländer-Mühle aufgebaut. Sehenswert ist auch die St.-Johannes-Kirche von 1124 mit dem freistehenden Tor- und Glockenturm von 1469 sowie der 40 Meter hohe Wasserturm, der einen herrlichen Blick über das Zwischenahner Meer und das weite Umland bietet. Alljährlich findet hier im August die bekannte "Bad Zwischenahner Woche" statt. An Übernachtungsmöglichkeiten bietet Bad Zwischenahn eine große Breite - von sehr guten Hotels über Pensionen bis hin zu Privatzimmern und Ferienwohnungen - mit Blick aufs Meer oder ins Grüne.
Von Bad Zwischenahn führt (im Uhrzeigersinn) die Ammerland-Route auf einer Strecke von ca. 10 Km durch eine reizvolle von Mooren geprägte Landschaft bis in die Feriengemeinde Edewecht hinein. Ein Stopp in Edewecht ist lohnenswert, denn zu besichtigen sind hier z.B. die St.-Nikolai-Kirche von 1242 mit dem freistehenden hölzernen Glockenturm und der Bergfried auf einem kleinen Hügel, mit der größten Traueredeltanne Deutschlands. Einen großen Teil der Gemeindefläche Edewechts umfassen Moorgebiete, deren interessante Fauna und Flora man besonders bei einer Planwagenfahrt durch das Fintlands- und Vehnemoor beobachten kann. Die Ammerland-Route führt weiter über die Ortschaft Westerscheps, wo zwei voll funktionstüchtige Windmühlen - eine Galerie-Holländer und eine Erdholländer- Windmühle zu besichtigen sind. Weiter führt der Rundkurs zum Freilicht- und Heimatmuseum "Tollhus up´n Wurnbarg" direkt an dem Flußverlauf der Aue, welches um 1758 als Zollhaus an der Grenze zwischen Ammerland und dem Münsterland diente. Während der Weiterfahrt in Richtung Ocholt lohnt ein kleiner Abstecher zur Besichtigung der Howieker Wassermühle von 1608. Vorbei an den Natur- und Freizeitpark Karlshof mit Badesee führt die Ammerland-Route über Ocholt bis nach Apen.
In Apen, wo das Ammerland an die Weiten Ostfrieslands grenzt, ist die Natur besonders reich gesegnet an Wasserläufen, Mooren und saftig grünen Wiesen. Ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Individualisten. Hier können Sie die älteste Schinkenräucherei der Familie F. W. Meyer (von 1748) im Ammerland besichtigen. Sehenswert ist auch die in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute St.-Nikolai-Kirche mit dem freistehenden Glockenturm. Von Apen führt die Ammerland-Route dann nach einer Strecke von ca. 4 km in die Ortschaft Augustfehn zur Klappbrücke, die über den Nordloher Kanal führt. Hier befindet sich der südliche Knotenpunkt der Ammerland-Route und der Deutschen Fehnroute. Ein Überwechsel auf den Fahrradrundkurs "Deutsche Fehnroute" ist hier möglich.
Die Ammerland-Route führt Sie weiter über die Ortschaft Vreschen-Bokel nach Augustfehn zum Bahnhof, und weiter an den Augustfehnkanal = nördlicher Knotenpunkt zur Deutschen Fehnroute. Die Weiterfahrt auf der Ammerland-Route, entlang des Augustfehn Kanals und weiter durch landschaftlich von Mooren und weiten Wiesen und Feldern geprägte Natur, führt bis in die Kreisstadt Westerstede hinein. Westerstede, bekannt als Rhododendronstadt und staatlich anerkannter Erholungsort, bietet eine Vielzahl von Sport- und Erholungseinrichtungen. Kultur, Tradition und Handwerk werden hier groß geschrieben, was der jährlich stattfindende nostalgische Handwerkermarkt im September und Freilichttheateraufführungen bezeugen. Unzählige Baumschulbetriebe sowie auch die in der Ortschaft Westerloy beheimateten Mühlenhofmusikanten haben Westerstede auch überregional bekannt gemacht. Alle vier Jahre findet hier im Frühjahr die "RHODO" - die größte Rhododendronschau Europas - statt, bei der sich die gesamte Innenstadt in ein wahres Blütenmeer verwandelt.
Bereits 875 Jahre ist Westerstede alt, hiervon zeugt insbesondere die St.-Petri-Kirche von 1123 mit dem nebenstehenden Glockenturm. Lohnenswert ist auch der Besuch des Turm-Cafés, der in 32 m Höhe einen Panoramablick über die moderne Stadt Westerstede ermöglicht. Die Route führt weiter entlang alter Kirchwege durch ein reizvolles Waldgebiet direkt zum 44.000 qm großen Ammerländer Vogel- und Landschaftspark sowie zu dem 65 ha großen Rhododendron-Waldpark in Linswege, in dem viele hundert Sorten des Rhododendron zu bewundern sind.
Ab der Ortschaft Linswege bietet die Ammerland-Route eine ausgeschilderte Alternativstrecke über das Ferien- Erholungsgebiet Conneforde, wo idyllisch gelegene Naturbadeseen mit einem Campingplatz einen optimalen Erholungsurlaub ermöglichen. Der Abstecher führt dann wieder auf die Ammerland-Route. Diese führt Sie weiter durch die von Gartenbaubetrieben und ursprünglichen Wallhecken geprägten Landschaft bis nach Wiefelstede. Wiefelstede ist mit ca. 800 ha Forstgebiet die waldreichste Gemeinde im Ammerland. Die St.-Johannes-Kirche mit dem freistehenden Glockenturm und einem kostbaren Flügelaltar wurde 1057 als Findlingsmauerwerk erbaut und ist die älteste Kirche im Ammerland. Von Tradion und Kultur zeugen auch das "Haus von Wedel", in dem wechselnde Ausstellungen präsentiert werden sowie das Backmuseum. Auf einer Strecke von ca. 27 km führt die Ammerland-Route durch die von weiten Mooren geprägten Wald- und Geestlandschaft, durch den Ellernbusch und den Schloßpark bis in den Luftkurort Rastede hinein. Alljährlich finden hier im Juli Veranstaltungshighlights wie z.B. die internationalen Rasteder Musiktage und das Oldenburger Landesreitturnier statt. Die "Gute Stube des Ammerlandes" wird Rastede gern genannt, denn hier verbrachten einst die Oldenburger Herzöge ihre Sommerwochen. Ein Genuß für die Augen ist das 1643 erbaute Rasteder Schloß (nicht zugänglich) mit dem wunderschönen ca. 100 ha großen öffentlichen Schloßpark mit Ellernteich und großer Fontäne. Das Erbprinzenpalais mit schöner Parkanlage dient heute als Galerie mit wechselnden Kunstausstellungen sowie für Theater- und Musikveranstaltungen. Einen Besuch wert ist auch die St.-Ulrichs-Kirche von 1059 mit der ältesten Krypta im nordwestdeutschen Raum. Daneben lohnt ein Abstecher ins Bauernmuseum Brötjehof "Jan Pastor sin Hus", wo auf ca. 1500 qm vielzählige landwirt- schaftliche Geräte liebevoll restauriert und ausgestellt sind.
Ab Rastede ("Oldenburger Straße") ist seit Frühjahr 1999 auch ein Abstecher bzw. eine Alternativstrecke mit den Symbolzeichen ausgeschildert, der in die Universitäts- und Residenzstadt Oldenburg führt. Diese Alternativstrecke führt die Radler bis in das Zentrum von Oldenburg, dem sogenannten Pferdemarkt und zur Fußgängerzone in die Altstadt. Entlang dem Radfernweg Bahnlinie Oldenburg-Bad Zwischenahn führt die Alternativstrecke wieder von Oldenburg bis ins Moorheilbad Bad Zwischenahn zurück (Länge der Alternativroute Rastede/Oldenburg/Bad Zwischenahn ca. 32 km).
Folgen Sie ab Rastede weiter dem regulären Verlauf der Ammerland-Route führt die Weiterfahrt durch das Mansholter Holz nach Gristede. Hier führt ein kleiner Schlenker zum Rhododendronpark Gristede (hier verleihen auf ca. 50 ha u.a. über 700 Sorten Rhododendron und Azaleen dem Park einen besonderen und einzigartigen Charakter). Weiter führt die Ammerland-Route über Dreibergen an das Nordufer des Zwischenahner Meeres. Hier folgen Sie einem reizvollen Rundweg um das Zwischenahner Meer, wobei ein Abstecher zur Spielbank im "Jagdhaus Eiden am See" lohnenswert ist. Die Ammerland-Route führt Sie dann in das Zentrum von Bad Zwischenahn zurück.
Natürlich gibt es bei der Rundtour auf der Ammerland-Route noch mehr zu entdecken. So können im gesamten Landkreis Ammerland auch viele traditionelle Handwerksbetriebe besichtigt werden, in denen alte Handwerkskunst gezeigt wird.
Diese Darstellung der Rundtour Ammerland-Route kann nur einen ersten Eindruck von der Vielfalt und Einzigartigkeit der Parklandschaft Ammerland vermitteln.
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