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Wilhelmshaven, die Grüne Stadt am Meer

Rubrik:Regionales Radwandern, Eintagestour
Start:Bensersiel
Streckenverlauf:Neuharingersiel, Minsen, Horumersiel
Ziel:Wilhelmshaven
Länge:71,85 km
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich. Radwanderkarte 1 : 75 000
RC3 Aurich
RC4 Bremerhaven

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Informationen zur Tour

© Hotel Herrlichkeit Dornum

Die Tour beginnt in Bensersiel.
Wir fahren auf der "Butenseite", also der Seeseite vom Deich nach Neuharlingersiel.
Nicht auf der Deichkrone; da bleiben, wie immer, die Fußgänger unter sich.

Vor uns liegt der für Radfahrer schönste Strandabschnitt zwischen Norddeich und Wilhelmshaven! Seeseitig wurde zwar kein ebener Fahrradweg angelegt, das hätte den Querschnitt des Deichs nachteilig verändert. Aber man hat ein mehrere Meter breites Stück des Deichhangs mit einer Bitumenschicht überzogen, auf der es sich bestens fährt; ein wenig wie Steilwandfahrer kommt man sich vor. Genügend Abstand zum Wasser ist aber immer.
Über 10 km lang ist dieses Wegstück und fortwährend haben wir den schönen Blick über die See, oder je nach Tidenzeit das Watt, und auf die Inseln Langeoog und Spiekeroog.
Etwa hundert Meter bevor die Asphaltierung dieses herrlichen Wegstücks in Neuharlingersiel endet, schieben wir die Räder auf plattiertem Pfad über den Deich, fahren durch das Deichtor und weiter nach links ein kurzes Stück auf der Landstraße, dann auf den Deich, aber nicht auf den Fußweg! Richtung Harlesiel.
Wir fahren über die Brücke und wieder unter dem Deich.
Zum Zeitpunkt der Erarbeitung der Tour waren langwierige Deichbauarbeiten im Gange, deren Dauer nicht absehbar war. An der mit "U" gekennzeichneten Stelle biegen wir deshalb vom Deichweg ab und folgen der umgeleiteten Streckenführung über Tengshausen.
Hinter Minsen werden wir wieder auf den Deichweg geleitet. Wenn die Sperrung nicht mehr angezeigt wird, können wir bei "U" dem Weg unter dem Deich weiter folgen. Er führt über Schillighörn und dann nach Süden über Horumersiel an den Rand von Hooksiel.
Hier lassen wir uns von der ausgeschilderten (falschen) Wegweisung nicht irritieren, sondern folgen der Linie auf dem Display.
Der Weg an der Marina entlang ist kurvenreich und verschlungen, führt aber sicher über die Brücke des Hooksieler Tiefs.
Im Hafen liegt wahrscheinlich ein Seenotrettungskreuzer der "Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger". Diese 18XX gegründete Gesellschaft finanziert sich bis heute allein aus Spenden, nimmt keine staatlichen Mittel in Anspruch. Der unsinkbare Kreuzer führt im Heck ein Tochterboot für Rettungsmanöver im Flachwasser mit sich. Das Tochterboot wird über die Heckklappe des Kreuzers zu Wasser gelassen.

Wir folgen nicht der Straße, sondern fahren am Hafen vorbei auf den Uferweg mit Blick auf die Reede von Wilhelmshaven.
Vor der Großbaustelle für den "Jade-Weser-Port" im Voslapper Groden werden wir umgeleitet. Der Radweg geht ein Stück durch das Industrierevier des Ölhafens, bald aber folgen wir der Wegführung durch Grünzüge, Gartensiedlungen und Parks bis in die Innenstadt.
Wir verstehen, warum die Stadt sich die "Grüne Stadt am Meer" nennt.
Der Bahnhof einer Stadt, die sich nach einem deutschen Kaiser nennt, will sich so gar nicht wilhelminisch präsentieren. Versteckt in einem großen orangerot geklinkerten Klotz mit Namen "Nordsee-Passage" sind seine 4 Gleise über einen Seiteneingang der Passage zu erreichen. Nicht über den Seiteneingang der Passage, ein Piktogramm weist Fahrräder hier genauso ab, wie am Haupteingang an der Stirnseite; eine Tür weiter ist es. Trotz der Leuchtreklame der DB über der unscheinbaren Glastür kann man den "anmutig" gefliesten Zugang glatt übersehen. Ebenso den einen Eingang hinter dem angrenzenden Spielsalon "Cashothek" angebrachten Hinweis auf einen ungemein praktischen Fahrradparkraum. Den nutzen wir, um unsere Räder anzuschließen. Dann steht einem Stadtbummel nichts mehr im Weg.

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Urheber: © Hotel Herrlichkeit Dornum

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