GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Hamelquelle

Rubrik:Mountainbiking, Eintagestour
Start:Bhf. Wennigsen
Streckenverlauf:Bhf. Wennigsen über Stern, Nettelrede, Böbber, Süntelturm nach Hamelspringe, weiter über Eulenflucht zum Süntelturm, zurück über Bad Münder und Ziegenbuche
Ziel:Bhf. Wennigsen
Länge:45
Dauer:4 Std
Schwierigkeit:anstrengende Deisterüberquerung, Talquerung mit stark welligem Profil auf Feldweg und Straße, schwere Süntelturmauffahrt. Rasante Abfahrt und nochmalige Deisterkammüberquerung, hoher Trailanteil.

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Die Strecke stand dabei im Hintergrund. Was dabei heraus kam, ist eine echte abwechselungsreiche MTB-Tour, die es in sich hat. Alle Parameter einer MTB-Tour/Fahrradtour werden bedient, in jeder Kategorie teilweise bis zum Anschlag. Lange Anstiege, rasante Abfahrten auf verschiedenen Belägen, zwischendurch Feldwege und Landstraße, eine extrem steile Forstwegrampe, ruppiger Down-Trail durch wilden Bergwald.

Die Tour endet vorteilhafter Weise dort wo sie startet - wie bereits des Öfteren - am Bahnhof Wennigsen. Der Deistereinstieg erfolgt dieses Mal jedoch neben den Finnhütten, einem Camp für den ersten mehrtägigen Ausflug der umliegenden Kindergärten. Vom Bahnhof erreicht man diesen Ort über die "Bahnhofstraße", dort am 2-ten Abzweig rechts in die "Neustadtstraße" biegend, bis zum Erreichen der "Hauptstraße"; auf dieser links keine 150m weiter. Anschließend rechts in den "Bröhnweg" und hoch zum Wald. Vorbei geht es am Naturschwimmbad, welches mit seiner Kiesfiltertechnik eines der ersten in der Region war und durch seine Lage einen gewissen Charme hat. Im Sommer lohnt sich am Tourende ein Besuch, um vielleicht ein Bad im Quellwasser des Gebirges zu genießen, welches einem kurz zuvor noch das eigene Wasser aus dem Leib trieb. Unser Weg führt direkt rechts neben dem Camp/Sportplatz gerade in den Wald.

Im Wald überqueren wir eine Kreuzung und der Forstweg stößt in kurzen Abständen auf zwei (deutliche) Hauptweggabeln. An der Ersten rechts, an der Zweiten links, eigentlich aber immer gerade aus bergan weiter Richtung "Wasserräder". Wenn auf der rechten Seite ein kleiner Teich erscheint, müssen wir, unterhalb von diesem, rechts über einen kleinen Quer-weg steil zum oberhalb liegenden Parallelweg wechseln, in den wir links einbiegen. Dieser Hauptforstweg führt uns über knapp 2 Km unfehlbar bis an die geteerte Auffahrt "Forellenbach" (336 Hm), auch wenn die ältere Deisterkarte unterwegs zumindest ein Ende des Hauptweges abbildet und angeblich alle paar Meter links und rechts Wege abgehen. (Stimmt nicht!). Auf dem Teerweg geht es noch einige Höhenmeter bis zum "Stern (373 Hm)", einem zentralen Hauptwegekreuz. Die ersten 280 Hm sind gewuppt.

Nun geht es auf der anderen Seite hinunter durch zwei Kehren; am 1. Abzweig links und nach einer kurzen downhill - Passage am nächsten Abzweig rechts rein. Dann nach 173m links weiter runter und noch mal nach weiteren 530 Metern links. Nun folgt einen langer Linksbogen, hinter welchem lt. den LGN-Karten eigentlich recht bald rechts ein Weg abzweigen sollte. Den sucht man jedoch vergeblich, weil es ihn nicht mehr gibt. Also ist der erste Abzweig rechts etwas weiter unsere neue Richtung! Dieser Hauptforstweg führt nach kur-zem Anstieg immer bergab. Wir verlassen ihn nicht (von rechts kommen ab und zu Wege heran), bis am Waldrand rechtsseitig ein Acker liegt und der Weg kurz danach auf einen Feldweg trifft. Nach links einbiegend kann man hier erstmalig den in Fahrtrichtung liegenden Süntel mit Süntelturm (ganz klein) sehen.

An der folgenden Weggabel (232 Hm) geht es halbrechts weiter ins offene Land und an der nächsten Kreuzung mit etwas Baumbestand links in Richtung Nettelrede, welches wir am oberen Ende erreichen und berg runter bis zur Kreuzung an der B442, wo es gegenüber nach Böbber geht (nicht zur anderen Ortsausfahrt), durchfahren. Vorsicht bei der Überquerung der B442!!!!!!

Bis Hamelspringe geht es (über Böbber) nun leider nur über kleinere Verbindungsstraßen mit geringem Verkehrsaufkommen, weil es keine vernünftige Alternativverbindung auf MTB-Niveau gibt, darum. Einfach den Hinweisen folgen und schnell hinter sich bringen. In Ha-melspringe führen uns dezente Hinweise zur Quelle - auf viele Worte kann hier deshalb ver-zichtet werden.

Der Namensgeber der Tour ist nun erreicht. Vielleicht empfinden Einige die Quelle als enttäuschend, zuviel sollte man von dem Naturdenkmal wirklich nicht erwarten. 224 - max. 1768 m³/h drücken aus der Erde und fließen einfach weg. Eine kleine Rast an der Quelle sei erlaubt, denn vor uns liegt die Rampe zum Süntelturm, das sind 269 Hm Anstiegt, nur mal so nebenbei erwähnt. Ganz oben erwartet uns dafür eine richtig gute Belohnung: Einer der schönsten Biergärten in der Region, der höchste in der Gegend auf jeden Fall.

Auf der Straße geht es weiter hoch, oben erst durch einen Linksknick bis zum Wald, am Waldrand rechts und dann links in den Forstweg berghoch. Dieser Weg stößt auf einen Pfad, der mit einer verwilderten Treppe aufwartet. Doch davor liegt erstmal die hinterfurzigste Rampe, die es wohl gibt, zur Prüfung vor uns. Kurzfristig erreicht die Aufstiegsrate 25%; 150 Hm müssen auf diesem Kilometer überwunden werden. Ständig spielt man mit dem Gedanken zu schieben - und fährt doch weiter, weil der Untergrund es hergibt. Wenn die Treppe ins Blickfeld rückt, hat man endlich einen Grund, vom Rad zu steigen, denkt man. Schön wär`s. Wir biegen links in Querweg und nach 70 Metern scharf rechts in den (nun schlechteren) Forstweg, um unserer vorherigen Beschäftigung des Aufwärtsfahrens weiter nachzugehen. Auf diese Weise umfährt man die Treppe und passiert linksseitig das Gelände der Eulenflucht, einem ehemaligen Restaurationsbetrieb, bis zur Ausfahrt an der Teerstraße. An der Ausfahrt biegen wir nach rechts auf die Teerstraße, und folgen an der nächsten Weggabel dem Hinweis "Süntelturm". Kurz darauf hat man am folgenden Abzweig die Wahl zwischen zwei möglichen Wegen zum Turm. Wir fahren rechts. Dieser Weg verläuft genau zwischen den beiden gleich hohen Buckeln der "Hohen Egge" (437 Hm) hindurch. Nach 1,3 Km Metern gelangt man rückseitig an das Gasthaus, welches auf dem kleineren Buckel liegt.

Dieser Biergarten ist mein absolutes MTB-Lieblingsziel. Ein wunderschöner Platz zum Rasten, während man in den gemütlichen Korbsesseln dahindöst. Um poetisch zu sein: Jeder Moment mit geschlossenen Augen ist hier vertane Zeit. (schön, nicht?) Im Herbst liegen auf den Plätzen Decken, damit der Hintern nicht nur weich, sondern warm gebettet ist. Da vergisst man schnell die Zeit.

Ach ja, die Zeit; weiter geht die Reise. Und wenn wir schon mal hier sind, dann soll es auch der große Süntel-Bogen sein. Keine Angst, viele positive Höhenmeter - auf den folgenden 6,33 Km bis zum Feldrand oberhalb Bad Münders sind es nur +39 - sind nicht zu knacken, ganz im Gegenteil ! Die direkt folgende Abfahrt (minus 295 Hm!!!) bis zum Waldrand oberhalb von Flegessen, scheint nicht enden zu wollen und ist einfach klasse. Wer noch die wenigen Meter bis zum Ortsrand fahren würde, baut beachtliche 310 Hm ab. Diese Strecke ist neben der Auffahrt aus Bad Münder (über Eulenflucht) die Einzige, auf der man 310 Hm in einem Rutsch ohne Unterbrechung bewältigen kann. Gar nicht so einfach, wenn das Gebirge maximal 437m Höhe hat.

Vom Turm geht es also vorerst 881m Richtung Südost nach Flegessen, vorbei an einem rechten und einem linken Abzweig bis zu einem Wegekreuz, wo wir gegenüber in einen Waldpfad einbiegen. Einem sogenannten Trail, ziemlich wild und im oberen Bereich mit starker Neigung zum Morast!! Bergrunter kann man das ertragen. Wer dem Verlauf folgt wird belohnt, denn der obere, optisch diffuse Teil ist schnell geschafft und der bessere Teil beginnt; später stößt man auf einen neuen 1a Forstweg, zum Schluss wechselt man auf Teer. Der Trail führt anfangs in südöstlicher Richtung leicht kurvig zwischen Böschungen und Steilrändern hindurch, dann ein Stück durch einen Hohlweg, bis er sich nach 870m (338 Hm) teilt. Für uns geht es links weiter östlich und bald in sehr weitem Rechtsbogen bis an den Waldrand. Hier werden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt (kleiner Deister, Ith, Weserbergland). Links geht es nun ebenfalls auf einem Trail 20m parallel zum Waldrand etwas ruppig aber mit hohem Spaßfaktor bis "Klein Süntel". Geradeaus vermisst man dort zunächst den weiteren Weganschluss. Hierzu muss man kurz links hoch um nach 70m wieder rechts in den wei-teren Trail zu biegen. An dessen Ende folgen wir der Straße "Waldesruh" noch 150m, biegen rechts ab "Bruchweg" und nach 140m links auf die Hauptstraße "klein Sünteler Straße". Nach 280 Metern führt uns die Straße nun in den Wald zurück, dann biegen wir rechts ab und bleiben auf diesem Hauptweg durch den Wald bis zum Feld. Erste Hinweise nach Bad Münder helfen uns. Am Feldrand beginnt eine 2,427 Km lange Gerade (erst Feldweg, in Bad Münder Straße). Wer hier "satt" ist, kann am dritten Feldweg rechts zum Bahnhof Bad Münder abbiegen (einfach zu finden, knapp 1 Km), und über die S-Bahn 5 die Tour abkürzen. Um ggf. das Auto in Wennigsen abzuholen muss man dann aber in Weetzen in die S1/S2 umsteigen.

Alle Anderen landen am Ende der Geraden mitten im Zentrum von Bad Münder (115 Hm). Hier einmal kurz rechts-links und ein paar Kurbelumdrehungen weiter noch mal rechts-links, dann sollten wir auf die nächste, 1790 Meter lange Gerade eingebogen sein, die uns bergauf zuerst am Kurpark vorbei, dann unter der B442 hindurch, bis hoch zur Restauration "Ziegenbuche" (234 Hm) bringt. Am Waldrand links rum und dem Weg unterhalb vorbei am Gasthaus folgen, bis wir gezwungen werden, rechts abzubiegen. Einige Meter geht es am Waldrand hoch und am nächsten Abzweig rechts ab, weiter am Waldrand lang. Sobald wir in den Wald eingefahren sind, zweigt links ein schöner Trail ab. Nach 848m stößt er auf einen anderen Trail, dem wir nun links folgen. Nach rechts biegt der Weg wieder in den Wald. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es hier nach 3 Regentagen aussieht. Aber an den zahlreichen Nebenumfahrungsspuren des folgenden Abschnitts kann man erkennen, wo andere Biker den Schlammstellen ausgewichen sind. Unfehlbar führt dieser "Wildweg" wieder an normale Fahrwege heran. Dort halten wir uns eher rechts. Nun geht es auf der 3-ten langen Geraden über 2500m Richtung Ostnordost über Köllnischfeld hinaus, zuletzt auf Teer bis zur linksseitigen Einfahrt auf einen kleinen Parkplatz, den wir am oberen Ende verlassen und dann die kleine giftige Rampe zur "Laube" hochfahren.

Wir überqueren den Kamm und auf der anderen Seite folgt die letzte Abfahrt, auf der man sich bis Wennigsen nicht mehr verfahren kann!! Im Ort finden wir den Bahnhof nach Gespür, befragen einen Ureinwohner oder verhungern. Die gesparte Wegbeschreibung an dieser Stelle möchte ich lieber zugunsten des folgenden Hinweises nutzen: Nach dem ersten Stück Steilabfahrt, kommt von rechts ein Weg heran. An dieser Stelle (und sich wiederholend unterhalb) befindet sich der Einstieg in einen parallel zum Forstweg laufenden 4-ten Trail, der mir berghoch bereits einmal auffiel und vielversprechend aussah; also gesagt, getan. Nur wer noch fit ist, sollte ihn probieren. Doch Vorsicht, so mancher Buckel entpuppt sich als Sprung. Hier ist zu wenig Geschwindigkeit genauso schädlich wie zuviel. Alle kniffligen Stellen haben jedoch eine Umfahrung.

Ich hoffe, die Tour hat Spaß gemacht, gute Fahrt weiterhin.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (1,96 MB)

Urheber: © Gunther Hannig

« zurück zur Übersicht »