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Fette Tour

Rubrik:Mountainbiking, Eintagestour
Start:Bhf. Bantorf
Streckenverlauf:Bhf. Bantorf, Hohenstein(Süntelturm), Bhf. Bad Münder
Ziel:Bhf. Bad Münder
Länge:40,1
Schwierigkeit:Einsame Wege, grandiose Aussichtspunkte, letztes ? kaum noch Hm, vor letzter Abfahrt entspannte Rast im höchsten Biergarten der Gegend.

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Informationen zur Tour

Der Nordwesten des Süntels ist mit der S-Bahn leider nicht zu erreichen. Darum starten wir bereits am Bhf. Bantorf und schrammen den Deister, mit einem Kompromiss aus möglichst wenig Höhenmetern und direkter Strecke, im Westen über Kreuzbuche, Forsthaus Blumenhagen und Messenkamp, um in Hülsede den Einstieg in den Süntel zu erreichen; zugegeben - es handelt sich hierbei nicht mehr um eine Aufwärm-Anfahrt.

Start:

Am Bhf. Bantorf überquert man die B65 und fährt auf der anderen Seite in den Ort. Hier nehmen wir den direkten Weg bergan (nicht am Feld), durchqueren den unteren Ortsteil bis zur Hauptstraße (Verkehrsinsel), überqueren diese leicht links um auf der anderen Seite dieser Aufwärtsstraße weiter gerade zu folgen. Oben verlässt man rechts neben dem Haus den Ort und gelangt über wenige Meter im freien Feld zum Waldrand (123 Hm). Leicht rechts geht es durch eine Kehre auf diesem Weg hinunter bis zu einer Teerstraße um dort links einzubiegen. Nach 20m verlassen wir diese Straße geradeaus (nicht Richtung Mooshütte) in den Waldweg, nutzen diesen Fahrweg hochzu auf den nächsten 2,61 Km und folgen der Beschilderung "Kreuzbuche". Eine T-Kreuzung zwingt uns zum Abbiegen; es geht links weiter und nach 110m rechts in einen ordentlich ansteigenden und nicht sonderlich guten Weg (Hinweis Kreuzbuche). 1 Km später erreicht man die Kreuzbuche, ein 5-Wegekreuz mit Schutzhütte und Wanderkarte.

Der Wegweiser Richtung Lauenau / Feggendorf weist uns den richtigen Weg bergab. In vielen gefälligen Kurven geht es vorbei am winzigen Abzweig "Feggendorfer Stollen" und später noch an einem linken (Wallmannhütte) und rechten Abzweig (Lauenau) vorbei; jedenfalls halten wir uns von der Kreuzbuche auf 2,66 Km grundsätzlich südlich. Wenn der Weg sich teilt, biegen wir rechts ab zum Forsthaus Blumenhagen (oberhalb Lauenau). Ein tolles Ausflugslokal, wo man ein Rupp (hell/dunkel) eingeschenkt bekommt, das Bier der kleinen Privatbrauerei Felsenkeller aus Lauenau. Lecker. Das klosettdeckelgroße Schnitzel ist auch nicht von schlechten Eltern. Der von den mächtigen Mauern des abgebrannten Gebäudeteils umgebene Biergarten ist so gemütlich, dass das Weiterfahren schwer fiele. Darum brausen wir auch vorbei. (hat eh erst ab 11h an wenigen Tagen geöffnet).

Von Blumenhagen geht es zunächst auf der Teerstraße Richtung Lauenau. Wir müssen nach Messenkamp. Unterhalb von Blumenhagen, kurz vor einer kleinen Waldschänke, geht links ein kleiner Pfad ab, der durch einen kleinen Talgrund mit Bachlauf nach Messenkamp führt und auf älteren Karten als Wanderweg eingezeichnet ist. Eigentlich eine schöne Verbindung, denkt man. Geht aber leider überhaupt nicht !! Die Natur hat sich den Trail zurückgeholt. Matsch bis zum Tretlager und üppiges Buschwerk, welches den Weg überwuchert: Die Zecken warten schon. Darum rollen wir die Teerstraße weiter bis zu den rechtsseitigen Häusern; dort links ins Feld und anschließend den Feldweg südlich bis zur Überquerung vom "Altenhägener Bach" fahren. Hier rechts und kurz danach am Sportplatz links. Im Ort trifft man auf die Hauptstraße, biegt nach links ein und folgt dieser, bis es nach Hülsede rechts abgeht. Unter der B442 hindurch immer gerade aus über die nächste Kreuzung in den Ort Hülsede und gerade dem Straßenlauf (rote Pflasterung) folgen ( "Über der Beeke" "Süntelstraße"). Links am Bolzplatz vorbei hoch zum Wald (in der Karte nicht als Weg eingezeichnet, keine Ahnung warum nicht). Willkommen im Süntel!

Jetzt heißt es wieder Höhenmeter stemmen. Am Waldeingang befinden wir uns talaufwärts auf der linken Talseite. Vorbei geht es an einem kleinen Haus, an der Wegteilung dann rechts. An der 2. und 3. Weggabel jeweils links. Am nächsten Linksabzweig noch vorbei, aber dann den Folgenden links rein, nur knappe 65m fahren und dann rechts ab (soweit bschildert zum "Dachtelfeld"), und geradeaus weiter bis zur großen Wegkreuzung, wo ein kleines Schild über die Geschichte des Dachtelfeldes informiert. Hier biegen wir rechts ab und fahren auf breitem Weg 495m westlich, bis links ein kleiner Weg abbiegt. Ca. 190m geht es noch eben durch den Wald, dann teilt sich der Weg; für uns leicht rechts (gegen 1 Uhr). Nun geht der Waldfahrweg in einigen Serpentinen steil bergab. Viel steiler kann ein Forstweg kaum sein. An manchen Stellen ist neben dem Weg erstmal nichts außer Abhang. Wie in den Alpen - nur bewaldet. Zu allem Übel ist der Weg frisch geschottert. Ich frage mich, warum der Bach im Tal "Blutbach" heißt?

Unten am Bach erreicht man den Talweg, in den wir rechts einbiegen und bis zu einer "Wegdoppelweiche" fahren. Scharf links über den Bach querend, geht es auf der anderen Seite talaufwärts. Wir ändern nach 200m erneut die Richtung und biegen rechts in den heftigen Schotterweg. Eine Schinderei beginnt.

Dieser Weg stößt irgendwann auf eine kleine Teerstraße, auf der es links weitergeht. Der Belag wechselt auf Erde. Wir bleiben grundsätzlich auf diesem Weg mit stetigem bergan, obwohl erst links, später rechts, mal ein kleiner Pfad oder eine Treppe locken, den Weg zum Hohenstein abzukürzen. Aber welcher MTB-ler will schon schieben, wenn ein Fahrweg zum Ziel führt; und keine Sorge - später kommt auch für die "Wanderfreunde" noch ein kleiner Abschnitt, wo mal Luft an den Sattel kommt. Also weiter durch die Kurven hecheln, bis ein deutlicher Weghinweis "Hohenstein" rechts in einen fahrbaren schönen Weg weist. (Vom Einbiegen in den Teerweg bis hierher: 1167 Meter). So erreicht man nach wenigen Metern rücklings den Steilabbruch Hohenstein an einer Schutzhütte. Rechst führt uns der Weg noch 260m bis zum Hirschsprung, den man auf gar keinen Fall auslassen darf. Von 90m hohen Felsen kann man über Hess. Oldendorf hinaus weit ins Weserbergland schauen (Vorsicht mit Clickschuhen - Abrutschgefahr auf dem Fels). Fotoapparat nicht vergessen! --- kurze Rast----

Am Rande des Steilabbruchs geht es zurück, jetzt gerade an der Schutzhütte vorbei. An manchen Stellen reichen die Spalten des Abbruchs direkt an den Weg (Vorsicht). Ein weiterer kleiner Ausguck lohnt ebenfalls noch. Vom Hirschsprung fahren wir insgesamt 1,967 Km am Abgrund entlang, ehe der Weg sich teilt. Von hier ab ist die Route bis zum Süntelturm komplett durchgeschildert. Es geht leicht hoch und runter; hintenrum mehr hoch. Erwähnenswert bliebe da nur noch die Stelle für unsere Wanderfreunde:

Irgendwann kommt der Weg auf einen Pfad zu, wo man sich fragt, "was, da geht´s hoch"? Ja geht es, aber nur 263m weit und 40 Höhenmeter. Auf halber Höhe erinnert ein Gedenkstein an zwei belgische Flieger, dessen Flug hier endete. Oben angekommen lohnt das Aufsteigen kaum, schon ist man am Süntelturm und 437 Hm liegen an.

Der Biergarten mit Granittischplatten und Korbstühlen lädt zum Rasten ein. Ein herrliches Flecken Erde. Die Wirtsleute verkaufen einem auch gerne für zivile Preise leckere Gerichte und kühle Getränke. Die sehr sauberen Toiletten sollte man mal aufsuchen. Selbst solche Räume lassen sich geschmackvoll gestalten, wie man hier unter Beweis stellt. Für 0,50 € kann man den Turm besteigen und zurückblicken auf die Landschaft, welche man soeben mit dem Bike durchpflügt hat.

Die Abfahrt ist noch mal ein Highlight. Vom Turm geht es erst südöstlich Richtung Klein Süntel und nach 511m links ab. Noch einen Querweg kreuzen und dann fast gerade auf relativ guten Weg steil runter. 200 Höhenmeter werden auf einer Strecke von 1694 Metern vernichtet, ehe wir zum Linksabbiegen gezwungen werden. Ein Schild weist den direkten Weg zur Bergschmiede. 50m weiter erreicht man eine Kreuzung!!

!!!!!!! Wer hier noch nicht satt ist, kann die Tour an diesem Punkt verlängern. Und zwar bis:

A) Bhf. Springe

B) Bhf. Völksen

C) Bhf. Wennigsen

Die Beschreibungen dazu findet ihr im Anschluss; ebenso die jeweiligen Mehr-Höhenmeter u. Streckenlängen der Einzelabschnitte.

Nun aber erstmal die weitere Tour bis zum Bhf. Bad Münder. Die im vorderen Teil gemachten Tourdaten und das Overlay beziehen sich übrigens auf das nun folgende Ende.

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An dieser Wegkreuzung geht es rechts weiter. Nach 720m biegen wir links in einen "Zickzack-Weg" und müssen leider - links, rechts, links - ein paar Höhenmeter hinnehmen, ehe nach 730m ein Querweg kommt; hier rechts (Hinweis "klein Süntel"). Bergab erreichen wir den Ort, biegen aber kurz davor links in den Weg. Nach 1280m bitte rechts abbiegen Richtung Bhf. Bad Münder. Am Waldrand weist dann ein weiteres Schild dorthin, der Weg führt ins offene Feld. Am 3-ten Abzweig rechts, und an den Kleingärten anschließend links in den Ort. Rechts geht`s es dann 200m weiter zum Bahnhof. Fertig!

Beschreibung der Verlängerungen A, B, u. C ?ab eine Kreuzung? (siehe oben):

Geradeaus gelangen wir zur Bergschmiede.

Für alle drei Verlängerungen ist die Überfahrt Bergschmiede (Süntel) bis Köllnischfeld (Deister) gleich und in meiner Tourbeschreibung "Bhf. Wennigsen-Süntelturm-Annaturm-Bhf. Egestorf" beschrieben. Zum besseren Verständnis des Weges durch Bad Münder, hier noch mal die wichtigsten Etappenpunkte dieses Abschnitts:

Bergschmiede, Waldweg Bad Münder - Ortsstraße bis Ampel, links hoch - oben dann 1x rechts, 1x links, 1x rechts, 1x links, vorbei am Kurpark, B442 unterqueren. Nachfolgend kursiv der restliche Teil bis Köllnischfeld:

Unterquerung der Bundesstraße und den Teerweg immer gerade hoch, dann auf losem Untergrund an den Häusern vorbei und an der nächsten Kreuzung im Wald links in den Weg biegen (Hinweisschild: Köllnischfeld). Wenn der Weg sich teilt, rechts. Nach einer Weile zweigt links ein mit grauem Splitt gesetzter Weg mit deutlichem Hinweis zum Köllnischfeld ab. Den müssen wir nehmen, denn der weitere Weg endet entgegen der Darstellung auf älteren Karten an einem Zaun, der das Wildschutzgebiet vor Durchquerung schützt.

Am Waldrand mit Sicht ins Tal biegt der Weg wieder rechts in den Wald. 3 Regentage verwan-deln den nächsten Abschnitt in ein Schlammbad. Unfehlbar geht es auf diesem ?Wildweg? weiter, bis wieder ein fester Fahrweg beginnt. Hier halten wir uns rechts und radeln gerade bis Köllnisch-feld. Verlängerung für alle drei Varianten bis Köllnischfeld: + 11,87 Km / + 281 Hm.

A) Verlängerung Köllnischfeld bis Bhf. Springe: + 6,8 Km / + 92 Hm.

Am Köllnischfeld angekommen biegen wir rechts in den xE1 (siehe Deisterkarte) und bleiben an der direkt folgenden Gabelung rechts. Dieser Weg verläuft sodann nach einer leichten Biegung schnurgrade 1,574 Km bis zu einem Linksknick, nochmals gerade 278m bis zu einem Wegekreuz, welches wir leicht versetzt gerade passieren (östlich!). 219m hinter der Kreuzung biegen wir rechts, nach 438m links und nach weiteren 278m noch mal rechts ab. Alles richtig gemacht? Dann müsste jetzt nach 150m der Mobilfunkmast erreicht sein (siehe Kartensymbol). Kurz hinter dem Mast führt der Weg in Serpentinen durch den Steilabbruch hinunter nach Springe (siehe Beschriftung in Karte: Deisterpforte u. weißes Quadrat mit rotem Punkt). Hier noch mal links in den Saumweg, die letzten 17 Hm machen und nach 314m rechts in den Ort. Weitestgehend östlich geht es jetzt noch 2 Km bis zum Bahnhof. (Instinkt folgen).

B) Verlängerung Köllnischfeld bis Bhf. Völksen: + 9,9 Km / + 186 Hm (schwerste Variante).

Am Köllnischfeld angekommen fahren wir auf der Teerstraße 760m gerade und biegen dann schräg rechts in einen steil abfallenden Trail, der zwei Waldwege schneidet und nach 917m wieder auf die Teerstraße trifft. Auf der Straße rollen wir 100m gen Ort und biegen nach links in den Weg S2 (in Karte rot gepunktet). Nach 1010m links hochfahren bis zum Taternpfahl. Noch ca. 50m weiter und rechts ab Richtung Völksen. Nach weiteren 180m geht es rechts runter. Auf diesem Hauptweg bleiben wir an der nächsten Gabelung links und rollen so bis zum Ortseingang Völksen. Jetzt nur noch gerade runter durch den Ort, die B217 unterqueren und der Hauptstraße folgen, bis zum Hinweis Bahnhof.

C) Verlängerung Köllnischfeld bis Bhf. Wennigsen: + 6,8 Km / + 78 Hm (entspannteste Variante, wahlweise mit nettem Trail).

Vom Köllnischfeld geht´s 766m östlich auf der Teerstraße, ehe wir links in den Parkplatz ein-biegen und den Weg zur "Laube" hochfahren. Im letzten Teil ist es noch mal richtig steil und an der Laube kann man vor der letzten Abfahrt noch mal rasten. Den Kammweg querend geht es nun nach Wennigsen hinunter. Nach dem ersten Stück Steilabfahrt, kommt von rechts ein Weg heran. An dieser Stelle (und sich wiederholend unterhalb) befindet sich der Einstieg in einen parallel zum Weg laufenden Trail, der mir berghoch bereits einmal auffiel und vielversprechend aussah; also gesagt, getan. Wer noch fit ist, sollte ihn probieren. Doch Vorsicht, so mancher Buckel entpuppt sich als Sprung. Hier ist zu wenig Geschwindigkeit genauso schädlich wie zuviel. Alle kniffligen Stellen haben jedoch eine Umfahrung. Sei`s drum, egal ob Trail oder Forstweg - wir rollen nur noch runter, bis zum Ort. Eine Baumallee führt nach Wennigsen. Wir fahren gerade aus bis ins Zentrum und biegen an einer Kreuzung links ab zum Bahnhof. Das ist kaum zu verfehlen. 57,57 Km und 1400 Hm sind bewältigt.

Viel Spaß

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Urheber: © Gunther Hannig

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