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Der große wilde Westen im Deister

Rubrik:Mountainbiking, Eintagestour
Start:Bhf. Völksen
Streckenverlauf:Bhf.Völksen, Deisterwestquerung, Bhf. Bantorf
Ziel:Bhf. Bantorf
Länge:41,82Km
Dauer:3-4 Std
Schwierigkeit:Abwechslungsreich mit Forstwegen, Trails u. freien Feldwegen. Tolle Aussichtspunkte, Einkehrmöglichkeit Blumenhagen oder Mooshütte.

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Informationen zur Tour

Die nachfolgende Tour führt vom Bahnhof Völksen im Südwesten des Deisters über Taternpfahl, Funkmast Springe, Bühringbuche, Ziegenbuche, Nienstedt, Blumenhagen zum Nordwesten, um dort über den letzten Ausläufer des Kammes von der Teufelsbrücke zur Bantorfer Höhe zu Wechseln; von da erreicht man über eine letzte kleine Abfahrt das Ziel: Bahnhof Bantorf.

Vom Bahnhof Völksen fahren wir westlich bis zur K214 und biegen rechts ein in Richtung Innenstadt. Der Hauptstraße folgen wir und unterfahren bald die B217. Auf der Straße "Im Stiege" werden jetzt bereits Höhenmeter gesammelt. Dazu im leichten Bogen am 4-ten Rechtsabzweig in die abknickende "Im Stiege" weiter hoch zum Wald abbiegen. Etwas links (neben der Wanderkarte/ 179 Hm) geht es auf dem Forstweg bergan in den Wald immer gerade aus - von rechts kommt weit oben ein Weg dazu - , bis wir links abbiegen müssen; nach weiteren 40m erreicht man den kleinen Rastplatz am Taternpfahl (268 Hm). (1 härter) Vom Rastplatz geht´s bergab und nach 360m in den zweiten Weg rechts.

Man erkennt sofort, dass er weniger befahren wird. Leichte Verwilderungserscheinungen dürfen uns nicht zweifeln lassen. Mäßig abfallend können wir dahinrollen. Nach 1400m erreicht man den Waldrand (178 Hm) und biegt dem Hinweis "Köllnisch Feld" folgend, rechts ab in den Forstweg. 1 Km später treffen wir auf die Teerstraße zum Köllnischfeld und dort rechts einbiegend bergan. Keine 100m weiter (1) biegt links auf 11 Uhr ein Trail in den Wald (2 weicher). Anfangs noch erträglich, wird es immer steiler, bald liegen 17% an und Wurzeln und Steine sind echte Spaßverderber. Bis zum 1 Querweg hab` ich es jetzt schon 2x geschafft.

Nach dem dieser überquert ist, wird es noch härter. Hier ist für mich bisher immer Schluss gewesen. Aus Verzweiflung oder vor Erschöpfung oder einer Mischung aus Beidem drückte ein bisschen salzige Flüssigkeit aus den Augen; das muss doch zu schaffen sein?! Ist es auch! Ich habe schon jemanden gesehen, wie er es bis zum zweiten Querweg fahrend geschafft hat (2). Sei´s drum, es ist ja auch schön, wenn man noch Ziele hat, oder?

In den zweiten Querweg biegen wir jedenfalls links ein und die nun anliegende Steigung ist ein Witz. Der Weg schmiegt sich an den Hang und nach 928m trifft er auf einen Abzweig (350 Hm) an dem es links in den Hauptweg geht. Hier erstmal 1,9 Km entspannt auf diesem Weg bis zu einem deutlichen Linksabbieger. Nun fahren wir gerade 430m dem Tal entgegen (nicht in den Abzweig links oder rechts) in einen doppelspurigen Wegteil, der schon etwas Gras angesetzt hat. Wer alles richtig abgefahren hat müsste jetzt eine stattliche Brücke erreichen, die man hier nicht vermutet und erst sehr spät als solche wahrnimmt; lasst euch überraschen!

Die Aussicht ist genial und eine Pause ist angezeigt. Weiter geht es in einigen Serpentinen!!! steil in den Resten eines ehemaligen Steinbruches hinunter. Nach der Brücke erst schräg rechts, dann dem Weg folgend durch eine Linkskurve mit eindrucksvollem Aussichtspunkt. [Vorsicht: Hinter der Wegsicherung (2 Drähte) geht es an einigen Stellen 40m senkrecht abwärts]. Anschließend durch eine trogähnliche Passage und die nächste Rechtskehre (ca. 250m ab Brücke) weiter bergab.

So sollte man im flachen Grund des Kessels ankommen, von wo sich ein noch mal ein Blick bergauf lohnt. Diesen Kessel verlassen wir gegenüber auf dem breiteren Fahrweg in einer großzügigen Linkskurve um wenig später scharf rechts in den nächstmöglichen versteckten Abzweig zu biegen (ca. 260 Hm). Dieser Weg ist in den Karten nur als feiner grauer Strich gezeichnet, lohnt sich aber sehr. Sein Verlauf mäandert oberhalb von Springe auf 1180m und hat nur zum Ende hin eine kleine Steigung.

Dann erreichen wir ein Wegekreuz, an dem es halblinks (11 Uhr) weiter bergab geht, bis hinunter zum nächsten Wegkreuz mit Infotafel. Ein neuer Hinweis zeigt den Weg zur Ziegenbuche/Bad Münder. Die nun folgende Passage um den Südwestausläufer des Deisters ist sehr ruppig und hält einige Höhenmeter parat, teils als Fahrweg - später mehr als Trail. So schlagen wir uns (ausgeschildert Ziegenbuche) durch bis zur Bühringbuche mit Schutzhütte und Bank. Wo von oben ein weiterer Forstweg anstößt, führt für uns die linksseitige Einfahrt am Feldrand in einen wilden Trail (kurz erwähnt sei der Stacheldraht neben dem Weg, ok!). Hier brauchen wir einen kleinen Gang, denn auf enger Spur geht es nach kurzem Flachstück hinter der Kurve und Bachüberquerung einige Meter steil aber machbar bergan. Der Trail endet an einem Forstweg und links geht es weiter, über 1565m bis zu einem Wegekreuz. Wir fahren rechts dem Schild Ziegenbuche/Rundweg folgend. Schon 100m weiter geht es links hoch in einen steilen Wanderweg (Hinweis Ziegenbuche). Auch hier heißt es: beißen. Gerade wenn man überlegt, vielleicht abzusteigen, flacht es ab und gleich darauf müssen wir rechts abbiegen in den kleinen Kammweg dieses Vorberges oberhalb der Ziegenbuche.

Die Restaurationsbetriebe Ziegenbuche lassen wir wortwörtlich links liegen und fahren auf unserem Weg nördlich gerade weiter - der Belag wechselt kurzzeitig auf Teer. An der Weggabel führt unser Weg links weiter bis zum Feld und am Waldrand bis zum nächsten Querweg. Vor uns öffnet sich die Sicht in das weite Tal zwischen Deister und Süntel.

Der folgende Streckenteil geht teilweise übers freie Feld. Große Hitze braucht man für diese Tour also weniger, klare Sicht wäre aber für die schönen Fernsichten angezeigt. Wir biegen rechts in den Feldweg, und fahren an einem Gedenkstein vorbei bis zum gegenüberliegen-den Waldrand; am Wald dann links ab. Wieder im freien Feld, biegen wir rechts in den Feld-weg (232 Hm lt. Karte), vorbei am nächsten Linksabbieger, dann durch eine kleine Linkskurve und wenige Meter weiter rechts ab zum Wald. Wir umkurven das kleine Gebäude am Waldrand und fahren dahinter links in den Forstweg, den wir auf 2,17 Km nicht verlassen, bis uns eine sehr spitze Rechtskurve das Einbiegen in unseren nächsten aufsteigenden Weg ermöglicht. Durch eine leichte Kurve geht es nun bergan. An der Wegteilung links halten und am Waldrand links über den kleinen Graben ins freie Feld und rüber nach Nienstedt. Jetzt sind ca. ? der Strecke und Höhenmeter bewältigt.

Am Ortsrand von Nienstedt fahren wir 70 m auf der Hauptstraße und biegen dann links in den Ort. 340m der Straße folgen, die dann rechts abknickt, weiter einen kleinen links-rechts-Bogen beschreibt und kurz danach auf die Hauptstraße nach Messenkamp trifft. Wir Biegen nach links ein und bleiben der Straße 480m treu. Ca. 100m hinter dem Ortsausgang zweigt rechts ein Waldweg ab (3 weicher). Hier hinein, denn die Straße ist nicht die Heimat des MTB-lers. Nach 330m zweigt ein Weg ab - wir halten uns rechts und klettern gerade 90m hoch zur Wallmannhütte. Diese Auffahrt ist nicht ohne. Direkt vor der Hütte biegen wir links in den Weg und rollen über 1,9 Km durch einige schöne Kurven hinunter bis zum nächsten Querweg (3). So werden auf angenehme Weise die letzten 100 Hm gleich wieder vernichtet.

Am Querweg dann rechts ab. 1,3 Km weiter könnte man links abbiegen zum Forsthaus Blumenhagen (+600m, eingeschränkte Öffnungszeiten). Wer eine Pause mit gepflegter Gastronomie in schönem Biergarten genießen möchte, dem kann ich diesen Abstecher nur empfehlen. Einzig das Weiterfahren fällt dann umso schwerer.

Weiter geht´s nun hoch zur Kreuzbuche (322 Hm, ausgeschildert) - ein langer und quälender Aufstieg. Der letzte Tourabschnitt lässt sich textlich nur schwer darstellen. Ab der Kreuzbuche durchfährt man ein Gewusel aus kleinen Wegen, Querverbindungen, Kreuzungen und Abzweigen. Per Navi überhaupt kein Problem. Für die konservativen Papierbenutzer ist ein intensives Kartenstudium empfehlenswert. Am Besten einen Ausschnitt auf diesem Streckenteil griffbereit haben. Allein für die Abbiegehinweise kann man nämlich endlose Debatten darüber führen, was noch ein Weg ist und was nicht? Aber genau dies ist ja auch ganz reizvoll an diesem Sport, die eigene Position mal nicht genau einordnen zu können. Und schließlich ist im Deister noch kein Biker verloren gegangen.

Vom Platz an der Kreuzbuche fahren wir links in einen Trail, bleiben an den nächsten 2 Ab-zweigen links und gelangen höhenverlustfrei bis zum Aussichtspunkt "Rodenberger Höhe". Weiter geht die Fahrt Richtung Norden, vorbei am nächsten Rechtsabzweig. In einem groß-zügigen Bogen erreichen wir nach weiteren 800m die Teufelsburg. Auf der anderen Talseite geht es direkt durch den Biergarten neben dem Haus in einen Wanderweg, der oberhalb des Bachlaufes einen leichten rechten Bogen beschreibt. (Nicht in den Abwärtsweg einbiegen). So erreicht man den Waldrand und gleich darauf eine Wegkreuzung. Ein Schild zeigt den Weg nach Rodenberg, wir fahren schräg/halbrechts leicht hoch, aber nur kurz!! Denn schon 210m weiter biegen wir 90° rechts in den Waldpfad (gerade ginge es zur Cäci-lienhöhe), linksseitig an einer Schonung vorbei. Nach knapp 175m knickt der (jetzt) Forstweg nach rechts ab und steigt durch eine großzügige Linkskurve an. Rechts liegt eine kleine Lichtung.

Nach der Kurve geht es wieder in den dichteren Wald. Dann überqueren wir ein Wegekreuz und stoßen in Sichtweite auf einen Hauptforstweg. Hier biegen wir links ein, fahren 1,53 Km hinab, bis zu einer Teerstraße. 40m weiter biegt rechts ein kleiner Weg ab, der uns über 2 kleine Serpentinen an den Feldrand oberhalb von Bantorf führt. Der Rest ist einfach. Gerade rollen wir im Ort bergab, bis an die L391, überqueren diese schräg links, und fahren weiter runter direkt auf den Bahnhof zu.

Wir sind jetzt stolz auf uns! Im Folgenden Abschnitt findet Ihr die Alternativen:

Alternative 1: härter, + 32 Hm/ + 249m Direkt am Taternpfahl nehmen wir den auf losem Grund steil aufsteigenden Weg zum Bielstein. Nachdem der Anstieg ins Flache wechselt, geht links nach ca. 600m versteckt ein Trail ab, der (ungefährlich) dicht am Steilhang verläuft. Hinter der Schutzhütte rechts hinunter bis zum 5-Wegekreuz Wöltjebuche. Dort links abbiegen und recht steil auf dem Forstweg hinunter bis zur Teerstraße.

Alternative 2: weicher, + 51 Hm, + 742m Am Abzweig für den steilen Trail geht es relativ gemütlich weiter auf der Teerstraße. Nach 680m und der 2-ten Kurve nehmen wir links den zweiten Forstweg. Über ein paar positive Höhenmeter gelangt man über eine lange Rechtskurve zum oberen Anschluss des Trails.

 Alternative 3: weicher, - 80 Hm, - 249m Wir fahren am Abzweig zur Wallmannhütte vorbei bleiben für 1,23 KM auf der Passstraße. Auf der rechten Seite kommt die Einfahrt zu einem Parkplatz mit Hinweis zu den Hügelgrä-bern. Dort rein und auf dem abfallenden Weg nach 280m rechts und wenn nach weiteren 944m rechts ein breiter Forstweg abzweigt (Abzweig endet im nichts), links. Wenig später kommt von rechts der Weg von der Wallmannhütte heran - wir fahren geradeaus weiter.

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Urheber: © Gunther Hannig

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