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Der kleine wilde Westen im Deister

Rubrik:Mountainbiking, Eintagestour
Start:Bhf. Wennigsen
Streckenverlauf:Bhf. Wennigsen, Bhf. Barsinghausen
Ziel:Bhf. Barsinghausen
Länge:23,42
Dauer:2 Std
Schwierigkeit:Sachtes Warmfahren, heftige Kammauffahrt, dann welliges Profil mit Erho-lungsstücken, eine weitere Rampe, insgesamt kurz und knackig; bei entsprechender Kondition für Kinder ab 15 Jahren geeignet, vorausgesetzt ein gutes Bike!

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Informationen zur Tour

Bei jeder Tourplanung stellt sich die gleiche Frage, wie setze ich die Anfangs- u. Endpunkte? PKW oder öffentl. Verkehrsmittel als Anreiseart? Am Besten direkt bis an die eigentliche Tourstrecke, und wer will, sollte den Endpunkt mit dem Start noch radlerisch verbinden können, ohne die Tour rückwärts abspulen zu müssen. Für die nachfolgende Westquerung gar nicht so einfach, alle Wünsche werden nie erfüllt! Da sich der öffentliche Nahverkehr hauptsächlich auf der Deisterostseite abspielt, ist die Anfahrtsstrecke vom Bahnhof Wennigsen (östlich) etwas länger, aber nicht weniger schön.

Start: Am Bahnhof Wennigsen (S1 und S2, P+R) geht es im rechten Winkel zur Bahn kur-vig über Kopfsteinpflaster bis zur Einkaufstraße im Ort. Dort biegen wir rechts auf die ?Hauptstraße?, fahren auf dieser bis an eine größere Kreuzung und folgen dann dem Hin-weis zum Waldkater. Diese Straße führt uns bis an den Wald. Hier beginnt der Forstweg, welcher gerade 1980m recht steil (+153 Hm) über zwei Kreuzungen hochführt, bevor wir an der Weggabel (272 Hm) scharf rechts abbiegen. Nach 444m ohne Steigung links abbiegen und erneut quälen (+ 100 Hm). Es hilft nichts, wir müssen da hoch. Zunächst geht es erst gerade bergan. Wenn rechts ein Weg abzweigt fahren wir links im Bogen weiter, überqueren die nächste Kreuzung und erreichen gerade nach 860m den Kammweg (378 Hm), in den wir links einbiegen und kurz darauf die Laube erreichen. Zeit zum Verschnaufen sollte man an diesem herrlichen Rastplatz übrig haben. Denn jetzt geht es rechts rasant bergab und in den nächsten Weg rechts rein. Auf den fol-genden 5,77 Km führt ein guter Forstweg westlich unterhalb der Kammsteilstufe auf welligem Profil leicht abfallend (Von 343 Hm auf 225 Hm) parallel zum Höhenzug gen Nordwesten. Die Passage lädt zum lockeren Dahinrollen ein. Man kann nebeneinander fahren und klönen. Oberhalb liegt der Annaturm, unterhalb Köllnisch Feld (beide nicht sichtbar). Das schöne an diesem Streckenteil ist seine Einsamkeit, weil er an den Wandereranlaufstellen vorbei geht und deren Zuwege nur kreuzt. Nach 2340m fahren wir am Abzweig (Wegweiser zum Anna-turm/Kammweg/Stern) links vorbei und am nächsten Abzweig rechts. So gelangt man zum Parkplatz an der Kurve der Passstraße. Auf der gegenüberliegenden Seite (Vorsicht beim Überqueren - bekannte Motorradraserstrecke!) geht unsere Reise in gleicher Art, nur auf etwas schlechterem Weg, weiter. Zuerst 400m gerade, dann rechts rum, anschließend auf diesem Weg bleibend durch einige Kurven (insgesamt 2300m) immer Richtung Nordwest. Im spitzen Winkel treffen wir so auf den Anstieg zur Wallmannhütte, in den wir rechts einbiegen und dann bis zur Schutzhütte auf 500m Strecke 60 Hm überwinden, also 12% Steigung. Nachdem diese Höhenstufe erreicht ist, fahren wir rechts um die Schutzhütte herum und in den dahinterliegenden Forstweg, zunächst etwas ansteigend, dann neutral. An den Sand-steinklippen lohnt ein kurzer Stopp, um ca. 25m auf den Aussichtspunkt zu gehen. (Vor uns erstreckt sich der Deister bis Bad Münder. Gegenüber liegt der Süntel; weiter entfernt blickt man zum Ith (links), Weserbergland und über Hameln bis zur Dampfwolke des AKW Grohn-de). In den nächsten Abzweig biegen wir scharf rechts rein, gelangen durch eine Kehre und eine Rechtskurve auf den Kammweg, biegen links ab und stoppen nach 670 Metern am 2-ten Abzweig rechts. Eine Entscheidung muss getroffen werden: Wer jetzt genug Training hatte, biegt rechts in den steilen und kerzengraden Forstweg hinun-ter nach Barsinghausen. Mit ein wenig Gespür erreicht man den Bahnhof Barsinghausen ohne Probleme (hier auch besser für die Kids). Für den Rest gibt es noch eine kleine Abschlussbelohnung in Form eines, zugegeben, etwas anstrengenden und schwer erkennbaren 3,2 Km langen ? Trails ohne wirklich fiese Fieshei-ten. Die Schwierigkeit steckt mehr in dem oberen Teil. Es ist auf den ersten 300m recht ?saf-tig?, dann ist der Verlauf kaum zu erkennen. Wenn der Wegzustand bald besser und eindeu-tiger wird liegt das Problem an seiner Enge. Durch einen ausgesetzten kleinen Trog muss man zwischen kleinen Birken durchpreschen, die einen förmlich auspeitschen. Aber kann das einen MTB-ler ernsthaft schrecken? zum Verlauf: Der Eingang ist etwas versteckt und liegt kurz vorm Funkturm rechts 80m hinter dem letzten Rechtsabbieger. Zuerst geht es rechtwinklig auf der Fahrspur in den Wald. Wenn man den Hochsitz sieht, bitte nicht darauf zufahren, sondern versuchen, dem Trail etwas mehr links-seitig zu folgen. An der Weggabelung (830m) biegen wir dann links hinunter in den anschlie-ßend wieder nach rechts kurvenden Weg (Ein grob geflochtener Wildschutzzaum ist linkssei-tig). Es wird besser; dann münden wir in den Wendeplatz eines von unten kommenden Forstweges. Nach ein paar Kurven auf dem Forstweg geht es rechts schwach erkennbar (am lichten Wegstück) die Böschung rauf in den 2-ten und besseren Teil des Trails. Wir durchfah-ren einen langgezogenen rechten Bogen und folgen dem Weg vorbei an einem Linksab-zweig und über eine Kreuzung etwas grasig bis an den Ortsrand. Im Ort von hier weiter bergab, dann kurz rechts-links, 440m weitest gehend gerade runter, rechts rein, unter dem Wohnhaus hindurch und 320m am Festplatz vorbei bis zur T-Einbiegung, wo wir zuletzt links abbiegen in die Straße, welche direkt zum Bahnhof führt. Fertig! Vielleicht stimmt ihr mir ja zu. Der Reiz dieser Tour liegt in ihren Cruising-Passagen mit ent-spanntem Gleiten in einer einsamen schönen Waldlandschaft. Für die Fitness sorgen die machbaren Anstiege und zum Schluss weckt uns ein interessanter Trail. Genau das Richtige für den kurzen Sport nach der Arbeit. Viele Spaß.

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Urheber: © Gunther Hannig

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