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Die Mühlentour-West bei Lüneburg

Rubrik:Lehr-/Naturerlebnispfade (für Naturerlebnispunkte), Mehrtagestour
Start:Lüneburg
Streckenverlauf:Bardowick, Heiligenthal, Soderstorf, Melbeck
Ziel:Lüneburg
Länge:75 km
Dauer:1 - 2 Tage
Kontakt:Lüneburg Maketing GmbH
Rathaus/Am Markt
21335 Lüneburg
Tel.: 04131-2076633
Fax: 04131-2076645
Mail: Ines.Utecht@marketing.lueneburg.de
Internet: www.lueneburg.de

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Informationen zur Tour

Auf einer West- und einer Ostroute können Mühlenliebhaber, Natur- und Kulturfreunde insgesamt 24 Mühlen in Lüneburgs Umgebung entdecken.

© Wassermühle in Bardowick

© Wassermühle in Bardowick

Fernab der Autostraßen, auf gut ausgebauten Radwegen und GPS-unterstützt, gibt es auf beiden Strecken zum Teil noch voll funktionstüchtige Mühlen zu bewundern, die auf unterschiedlichste Art genutzt werden: Hotels, Restaurants oder auch Wohnmühlen, Veranstaltungsorte und Produktionsstätten für Vollkorn- und Spezialprodukte laden zu einem Besuch ein.

Ausgangspunkt der 75 km langen Westroute ist die "verschwundene" Wassermühle in Bardowick, die vermutlich aus dem 10. Jahrhundert stammt. Heute erinnern nur noch ein kleiner Verweilplatz und eine Schautafel an ihre Existenz. Nicht weit entfernt, ebenfalls in Bardowick, liegt der erste Halt der Tour: die Windmühle Bardowick, neben dem Dom Wahrzeichen des Ortes.

Die in der "Franzosenzeit" von 1807-1813 erlangte Gewerbefreiheit führte zu ihrer Errichtung. Heute sind hier ein Naturkost- und Futterladen untergebracht. An heißen Sommertagen lädt das beliebte "Naturbad Bardowicker Strand" zum Schwimmen ein.

Weiter geht's zum ländlichen Handorf, aufgrund des wichtigen Maiblumenanbaus auch Maiblumendorf genannt. Bis in den 60er Jahren wurde hier eine Wassermühle betrieben. Heute ist sie eine Wohnmühle, die von außen zu besichtigen ist.

Wer an dieser Stelle doch lieber die Ostroute radeln möchte, kann nun in Richtung Artlenburg an die Oststrecke anknüpfen. Zurück auf der Westroute führt der Weg weiter nach Heiligenthal über Radbruch, einst auch bekannt durch den "Wunderheiler Schäfer Ast", der mit seiner Kräuterheilkunde unzähligen Kranken half.

Über Mechtersen, zwischen sandiger Geest und mooriger Wiesenlandschaft gelegen, und Kirchgellersen, umgeben von Wäldern und Feldern, endet die Etappe an der Wassermühle Heiligenthal. Einst eine tüchtige Mühle mit Kloster, beherbergt sie heute ein Hotel und Restaurant, welches dann den Mühlenbetrieb zur Stromerzeugung im Jahre 1998 wieder aufnahm. In privater Atmosphäre und mit erlesener Hausmannskost werden hier Gaumen und Sinne verwöhnt.

Die nächsten 19 km führen über Südergellersen und Rolfsen zur Wassermühle in Soderstorf, nord-westlich von Amelinghausen. Die Wassermühle Soderstorf diente einstmals als Mahl-, Öl-, Grütz-, Loh- und Sägemühle. Noch voll funktionsfähig, wird sie heute gelegentlich noch zu Mahl- und Backtagen genutzt.

4 km weiter, entlang der Luhe, erreicht man den Ort Wohlenbüttel, mit der im Jahre 1870 errichteten Wassermühle. Trotz Funktionsfähigkeit wird die Mühle heute nicht mehr genutzt, auf dem Gelände laden jedoch Ferienwohnungen zum Verweilen ein.

Im nächstgelegenen Ort Oldendorf kann auf Anfrage die Wassermühle besichtigt werden. Diese Mühle ist heute eine vollautomatische Anlage, die auf Vollkorn- und Spezialprodukte ausgerichtet ist.

Folgt man der Straße weiter in Richtung Barnstedt, laden das Fachwerkdorf Marxen, das ländliche Drögennindorf und idyllisch gelegene Betzendorf zu einem Zwischenstopp ein. In Barnstedt, das im "Naturpark Lüneburger Heide" gelegen ist, kann die historische Wassermühle am Mühlenteich auf Anfrage besichtigt werden. Besonders sehenswert ist auch die Barnstedter Gutskapelle.

Die letzte Etappe der Tour führt zurück Richtung Lüneburg. Auf dem Weg zu den Mühlen der historischen Salz- und Hansestadt Lüneburg kann die einst funktionstüchtige Wassermühle und heutige Wohnmühle in Melbeck besichtigt werden. Die Route liegt landschaftlich reizvoll entlang der Ilmenau und endet schließlich in der romantischen Stadt Lüneburg, wo die letzten drei Mühlen bestaunt werden können.

Stadteingangs, nahe dem Wasserturm, befindet sich die Ratsmühle, eine Wassermühle die von 1750-1850, die die Pumpen der Saline antrieb. Heute dient sie nur noch der Stromerzeugung. Die Lüner Mühle gehörte einst dem Kloster Lüne an, ist heute in privatem Besitz und zu einem Restaurant umfunktioniert. Die Dritte Mühle der einst so reichen Stadt liegt direkt am Hafen und ist Lüneburgs älteste Mühle: die Abtsmühle. Sie wurde als ein Geschenk Heinrichs dem Löwen an den Abt des St. Michaelisklosters überreicht. Bis in die 1990er Jahre war sie in Betrieb und dient heute der Stromerzeugung. Das Mühlengebäude wird als Gästehaus des gegenüberliegenden Hotelbetriebes Bergström genutzt.

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Urheber: © Lüneburg Maketing GmbH

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