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Mühlentour-Ost bei Lüneburg

Rubrik:Lehr-/Naturerlebnispfade (für Naturerlebnispunkte), Mehrtagestour
Start:Lüneburg
Streckenverlauf:Scharnebeck, Lauenburg, Bleckede, Darchau, Dahlenburg, Neetze
Ziel:Lüneburg
Länge:130,00 km
Dauer:2 - 4 Tage
Kontakt:Lüneburg Maketing GmbH
Rathaus/Am Markt
21335 Lüneburg
Tel.: 04131-2076633
Fax: 04131-2076645
Mail: Ines.Utecht@marketing.lueneburg.de
Internet: www.lueneburg.de

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Informationen zur Tour

Auf einer West- und einer Ostroute können Mühlenliebhaber, Natur- und Kulturfreunde insgesamt 24 Mühlen in Lüneburgs Umgebung entdecken.

© Abtsmühle Alter Hafen

© Abtsmühle Alter Hafen

Fernab der Autostraßen, auf gut ausgebauten Radwegen und GPS-unterstützt gibt es auf beiden Strecken zum Teil noch voll funktionstüchtige Mühlen zu bewundern, die auf unterschiedlichste Art genutzt werden: Hotels, Restaurants oder auch Wohnmühlen, Veranstaltungsorte und Produktionsstätten für Vollkorn- und Spezialprodukte laden zu einem Besuch ein.

Die östliche Mühlenroute beginnt und endet in Lüneburg. Unterwegs begegnet man sehenswerten Zielen, die Natur und Technik vereinen. Radler, die die Westtour bereits geradelt sind und nun an die Osttour anknüpfen wollen, fahren weiter nach Scharnebeck. Radfahrer, die erst jetzt beginnen, können die Lüneburger Ratsmühle, die Abts- und Lüner Mühle bereits am Stadteingang bewundern.

Erste Etappe ist der Ort Scharnebeck, eingebettet in die idyllische Naturlandschaft zwischen Elbe und Geest. Zisterziensermönche gründeten hier 1253 ein Kloster, stauten den Sauerbach und bauten eine Klostermühle. Das Mühlengebäude sowie das anknüpfende Wohnhaus begeistern heute noch durch ihre imposanten massiven Außenmauern. Lohnenswert ist auch der Besuch des Schiffshebewerks in Scharnebeck. Besucher können hier einen Hebevorgang in 38 Meter Höhe in einem Fahrgastschiff selbst miterleben.

Von Scharnebeck führt die Tour entlang des Elbeseitenkanals durch die einmalige Naturlandschaft der Elbtalaue weiter nach Artlenburg. Artlenburg liegt an der sogenannten "Alten Salzstraße", auf der jahrhundertlang das Lüneburger Salz nach Lübeck transportiert wurde. Wahrzeichen Artlenburgs ist die Windmühle, die 1831 errichtet wurde. Nachdem die Mühle einem Brand zum Opfer fiel, wurde sie im Jahre 1932 wieder hergerichtet.

Die nächste Etappe führt in die Schifferstadt Lauenburg. In der dortigen Holländermühle sind heute ein Restaurant- und Hotelbetrieb eingerichtet. Die Dachterrasse bietet Naturliebhabern einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt, nach Mecklenburg und Niedersachsen, über geräumige Waldflächen, Heckenzüge und Seen.

In Hittbergen, dem nächsten Mühlenort, stand ehemals eine Bockwindmühle, die später durch eine Holländermühle ersetzt wurde und die heute eine Wohnmühle ist.

Bis zum nächste Etappenziel muss man nun etwas länger in die Pedalen treten: im 51 km entfernten Brahlstorf wartet ein wahrer Geheimtipp: Seit 1984 wird die dortige Wassermühle als "Kulturmühle" genutzt, in der Künstler und Schausteller ein Gastatelier betreiben können. Auch Seminare und Feiern finden hier statt.

Doch auch allein der Weg bis hierher über Barförde, Garlsdorf, Brackede, Radegast und Bleckede ist in jedem Fall lohnenswert.

Das Elbschlosse Bleckede präsentiert auf über 1000 m2 Ausstellungsfläche die einzigartige Natur der Flusslandschaft Elbe und ist Ort zahlreicher musikalischer Veranstaltungen.

Per Fähre geht es weiter über die Elbe und entlang der Orte Neu Bleckede, Teldau, Blücherau und Dersenow schließlich nach Brahlstorf. Die Tour führt nun in Richtung Süden nach Darchau über Neuhaus.

Neuhaus hat neben einer atemberaubenden Landschaft allerlei Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Storkenkate in Preten begeistert Jung und Alt, ebenso wie die Fachwerkkirche in Tripkau, die bewaldete Eiszeitwanderdüne in Stixe, das vollständig erhaltene Marschhufendorf im ehemaligen Sperrgebiet in Konau, sowie das Heimatmuseum.

In Darchau angekommen geht es mit der Fähre wieder auf die andere Elbseite, wo in Katemin die nächste Mühle wartet. Einst als Kornmühle in Betrieb, dient sie heute der Verarbeitung von Brotgetreide. In einem Nebengebäude ist ein Naturkostladen eingerichtet.

In Tangsehl, etwa 7 km südlich von Neu Darchau, kann die nächste Mühle bestaunt werden. Sie dient heute nur noch als Unterkunftseinrichtung.

Weiter führt die Tour in Richtung Dahlenburg. Auf dem Weg kann die Fachwerkkirche in Nahrendorf besichtigt werden und in Dahlenburg selbst können Blumenfreunde einen Halt am Orchideengarten einlegen, bevor es zur nächsten Mühle nach Ellringen geht. Diese erlebte während des dreißigjährigen Krieges mehrere Plünderungen, während der Göhrdeschlacht 1813 wurde sie von durchziehenden Truppen so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass das Gebäude heute nur noch an die Mühlengeschichte erinnert.

Bis nach Lüneburg sind es nun noch gute 33 km auf denen Wassermühlen in Thomasburg, Wennekath, Neetze und Neumühlen warten. Die Mühle in Thomasburg, der landschaftlichen Perle der Ostheide, kann leider nur noch von außen besichtigt werden. In Wennekath konnte am alten Mühlenstandort am Mausetalbach aus einer Ruine ein wahres Mühlenschmuckstück geschaffen und ein Stück Mühlenkultur wieder hergestellt werden.

Der nächstgrößere Ort ist Neetze, der seinen Namen dem gleichnamigen Fluss verdankt. Die Umgebung gilt als besonders reizvoll für Rad- und Wanderbegeisterte, die die Natur der Elbtalaue in vollen Zügen genießen möchten. Die Wassermühle in Neetze kann auf Anfrage besichtigt werden. Die letzte Mühle vor der Ankunft in Lüneburg, befindet sich in Neumühlen. Einst gehörte diese Mühle zum Kloster Lüne, kam aber dann zum Kloster Scharnebeck. Bis 1959 wurde in ihr noch gemahlen, heute dient sie der Stromerzeugung.

Auf den letzten 15 km bis Lüneburg zeigt sich die abwechslungsreiche Naturlandschaft um Lüneburg noch einmal von ihrer schönsten Seite, bevor die Tour in der historischen Hansestadt endet.

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Urheber: © Lüneburg Maketing GmbH

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