GeoLife | Das Freizeitportal in Niedersachsen | geolife.de

Rund um den Steinberg im Wiehengebirge

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Wanderparkplatz Uptrup, Ruller Straße 2, 49565 Bramsche
Ziel:Wanderparkplatz Uptrup, Ruller Straße 2, 49565 Bramsche
Länge:6,69 km

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Tour durch ein hügeliges, strukturreiches Mischwaldgebiet, Felder und Wiesen rund um den Steinberg im Wiehengebirge. Im Reich der Fledermäuse bewegt man sich auf der gesamten Route – südlich von Engter ist das Wiehengebirge unter anderem ein wichtiger Lebensraum von Bechsteinfledermäusen und ein Jagdgebiet des Großen Mausohrs.

Die unterwuchsarmen Laubwaldbereiche bei Engter sind ein bevorzugtes Jagdrevier für das Große Mausohr, einer Fledermausart.

Die unterwuchsarmen Laubwaldbereiche bei Engter sind ein bevorzugtes Jagdrevier für das Große Mausohr, einer Fledermausart.

Auf der Tour rund um den Steinberg kann man Teile des Wiehengebirges kennen lernen, die besonders für Fledermäuse bedeutende Lebensräume darstellen.

Entlang des Weges fällt der Mix aus jungen und alten Bäumen, unterwuchsreichen und unterwuchsarmen Laub-, Misch- Nadelwäldern, Waldtümpeln, Bachläufen und Grünland auf; umgeben sind die Waldbereiche von dichten Waldrändern, Wiesen, Weiden und Hecken – ein derart großer Strukturreichtum bietet zwei Fledermausarten gute Lebensbedingungen: Dem Großen Mausohr und der Bechsteinfledermaus.

Letztere, die Bechsteinfledermaus, ist eine typische Waldfledermausart; ihre Nahrung findet sie besonders in unterwuchsreichen Laub- und Laubmischwälder, wie zum Beispiel im Südosten der Route. Eine weitere Bedingung muss allerdings erfüllt sein, damit die Art sich auch fortpflanzen kann: Ein dichtes Netz von Baumhöhlen sollte es geben, also viel altes und totes Holz, denn: Baumhöhlen sind für diese Fledermausart sowohl Sommerquartier als auch Wochenstube.

Das Große Mausohr dagegen ist weniger eng an den Wald gebunden, die Art bevorzugt eher offenes Gelände: Der Buchenhallenwald im Ostteil der Wanderroute ist so ein typischer Jagdlebensraum des Großen Mausohrs, genauso wie die Wiesen und Felder, durch die der Weg zum Beispiel bei Uptrup führt.

Der Kirchturm von Engter, den man an manchen Stellen des Weges von weitem aus sehen kann, hat eine besondere Bedeutung für die Tierart: Auf seinem Dachboden treffen sich regelmäßig große Gruppen von Weibchen des Großen Mausohrs, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen.

Neben den Fledermäusen profitiert mindestens eine weitere seltene Art von der Vielfalt der hiesigen Lebensräume, den man auf Spaziergängen allerdings kaum zu Gesicht bekommen wird: Der Kammmolch. Er findet in den Waldtümpeln, die sich über das Gebiet verteilen, in Verbindung mit den umgebenden Landlebensräumen ebenfalls gute Lebensbedingungen, so dass sich hier bedeutende Populationen entwickelt haben.

Die Tour ist ausführlich in einer Broschüre mit dem Titel „Im Reich der Flattertiere“ der Serie „TERRA.natura“ des Naturparks TERRA-vita beschrieben. Sie kann beim Naturpark angefordert werden. In der Broschürenserie finden Naturliebhaber Wandervorschläge und Hintergrundinformationen zu ausgesuchten Bereichen in den wertvollsten Schutzgebieten des Naturparks TERRA.vita – den Natura 2000-Gebieten.

Diese Tour liegt im Naturpark TERRA.vita.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Im Kirchturm von Engter kommen sie alljährlich in Gruppen zusammen: Weibchen des Großen Mausohres, die hier ihre Jungen zur Welt bringen.

Im Kirchturm von Engter kommen sie alljährlich in Gruppen zusammen: Weibchen des Großen Mausohres, die hier ihre Jungen zur Welt bringen.

Johanniskraut am Wegesrand.

Johanniskraut am Wegesrand.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (3,34 MB)

« zurück zur Übersicht »