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Mittelwald bei Dörnten und Naturschutzgebiet Barley

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Ca. 100 m östlich der Ortschaft 38704 Dörnten in Richtung Groß Döhren, am Einstieg zum Trimmdichpfad.
Ziel:Ca. 100 m östlich der Ortschaft 38704 Dörnten in Richtung Groß Döhren, am Einstieg zum Trimmdichpfad.
Länge:Am Einstieg zum Trimmdichpfad, ca. 100 m östlich der Ortschaft 38704 Dörnten in Richtung Groß Döhren.
Barrierefreiheit:Die Tour ist nicht barrierefrei.
Anfahrt:Mit der Bahn über Goslar oder Salzgitter-Bad, von dort weiter mit Bus oder Taxi.
Mit dem Pkw über die B 6, Abfahrt Jerstedt.
Kartenmaterial:Diese Tour ist zusammen mit weiteren Touren beschrieben in der Broschüre „Der südliche Salzgittersche Höhenzug“. Erhältlich ist sie im Bürgerbüro der Gemeinde Liebenburg, beim BUND Goslar und im GeoPark-Informationszentrum Königslutter

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Informationen zur Tour

Wanderung im südlichen Salzgitterschen Höhenzug durch einen historischen Mittelwald mit artenreicher Krautschicht und zum Naturschutzgebiet Barley, einer ehemaligen Eisenerz-Abbaustelle.

Der Mittelwald bei Dörnten im Frühjahr (Foto: K-F. Weber).

Der Mittelwald bei Dörnten im Frühjahr (Foto: K-F. Weber).

Waldgeschichte, besondere Pflanzenarten, geologische Besonderheiten und ein weiter Blick in einen ehemaligen Eisenerz-Tagebau erwarten Besucher auf der Tour in den Wäldern bei Dörnten im nördlichen Harzvorland.

Kurz nach Verlassen des Parkplatzes fällt auf, dass der Wald anders aussieht als gewohnt: die Bäume haben kurze Stämme und große Kronen; die Pflanzenartenvielfalt am Waldboden ist hoch; auf größeren Flächen wachsen neue Triebe aus Wurzelstöcken; Buchen sind kaum zu sehen, stattdessen Eichen, Eschen, Hainbuchen und Ahorn.

Besucher befinden sich hier in einem Mittelwald. Diese alte Waldnutzungsform wird im Salzgitterschen Höhenzug aufrechterhalten, weil sie eine besonders artenreiche Pflanzen- und Tierwelt hervorbringt. Mittelwälder sind im Vergleich zu den üblichen Hochwäldern lockerer bestanden, und dadurch heller und wärmer. Deshalb sind hier in der Strauchschicht Arten wie Wildapfel, Wildbirne und Elsbeere zu finden. Auch die Frühjahrsvegetation des Mittelwaldes ist auf den hiesigen kalkreichen Böden besonders üppig: Märzenbecher sprießen in großer Zahl, außerdem Leberblümchen, Echte und Hohe Schlüsselblume und verschiedene Veilchenarten, Buschwindröschen und Gelbes Buschwindröschen. Im Juni und Juli kann man zudem Türkenbund und verschiedene Orchideenarten entdecken.

Insgesamt ist der Salzgittersche Höhenzug mit seinen großflächigen Eichen-Hainbuchenwäldern, Mittelwäldern und Kalktrockenrasen ein für den Naturschutz bedeutendes Gebiet. Die alt- und totholzreichen Wälder bieten zum Beispiel einer Vielzahl von Spechtarten, darunter dem seltenen Grauspecht, einen passenden Lebensraum, und entlang der blütenreichen Waldwege gaukeln im Sommer neben bekannten Schmetterlingsarten wie Zitronenfalter und Aurorafalter auch seltene Arten wie der Kaisermantel und der Trauermantel.

Wenn nach dem sanften Aufstieg der Barleyweg erreicht ist, fallen helle, schräg gelagerte Gesteine auf, die aus der Wegböschung heraustreten. Es sind Kalkablagerungen eines warmen Meeres, das während der Kreidezeit vor 130 bis 60 Millionen Jahren weite Teile Mitteleuropas bedeckte.

Folgt man dem Barleyweg nach links in Richtung Norden, fällt der Blick auf einen Steinbruch, in dem Kalksteine gewonnen wurden. Bald darauf ist ein tiefer Einschnitt im Gelände erreicht, der ehemalige Eisenerztagebau Barley, der bis 1967 in Betrieb war. Steile Hänge umschließen hier eine stark zerkuhlte, 20 bis 300 m breite Senke. Die Kleingewässer und periodischen Tümpel auf dem Grund haben eine große Bedeutung als Laichbiotope für Amphibien. Auf den südexponierten Hängen sind artenreiche Kalktrockenrasen entstanden. Heute ist der Tagebau als Naturschutzgebiet gesichert und kann nicht betreten werden.

Vom nördlichen Ende des ehemaligen Tagebaus geht es in Richtung Westen, und schließlich nach Süden zurück zum Ausgangspunkt.

Diese Tour liegt im Naturschutzgebiet Barley.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Blick in den ehemaligen Tagebau Barley, heute als Naturschutzgebiet Refugium von Kammmolch und Co. (Foto: Verlag Schadach).

Blick in den ehemaligen Tagebau Barley, heute als Naturschutzgebiet Refugium von Kammmolch und Co. (Foto: Verlag Schadach).

Kalksteinbruch am Barley-Weg (Foto: Verlag Schadach).

Kalksteinbruch am Barley-Weg (Foto: Verlag Schadach).

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