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Halbinsel Warflether Sand

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Deichquerung in Ganspe
Ziel:Deichquerung in Ganspe
Länge:3,26 km
Anfahrt:Der Warflether Sand ist über eine Deichquerung in Ganspe zu erreichen. Ein Parkplatz befindet sich beim ehemaligen Klärwerk Ganspe (außendeichs).

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Informationen zur Tour

Die Halbinsel Warflether Sand, ein naturnaher Abschnitt der Unterweser, kann man auf kleinen Pfaden erkunden.
Vom Deich aus liegt Besuchern naturnahes, tidebeeinflusstes Vorland zu Füßen: der Warflether Arm, ein Überbleibsel der historischen Weseraue.

Der Warflether Arm trennt den Warflether Sand vom Festland (Foto: Landkreis Wesermarsch).

Der Warflether Arm trennt den Warflether Sand vom Festland (Foto: Landkreis Wesermarsch).

Auf der Halbinsel Warflether Sand kann man Feuchtgebüsche, an der Weser so selten gewordenen Hartholzauwald und offene Sandmagerrasen erkunden

Als floristische Besonderheit ist auf der Halbinsel unter anderem die Gelbe Wiesenraute zu entdecken. Die typische Stromtalpflanze wächst auf nährstoffarmen, feuchten Böden im Übergangsbereich vom Röhricht zur Ruderalflur. Zwischen Juni und August erscheinen die duftenden, hellgelben Blüten.

Nahe der Schifferkirche in Warfleth hat man vom Deich eine beeindruckende Sicht auf die Halbinsel und auf den Warflether Arm, einen Altarm der Weser, der das Festland vom Warflether Sand trennt.

Eingerahmt wird er von Schilfröhrichten, die hier wie auch an der Strohauser Plate und der Einswarderplate dicht ausgebildet sind. Den Röhrichten vorgelagert wachsen bis in die Wattflächen Strand- und Salzteichsimse. Bei Ebbe kann man Graureiher und andere Vogelarten bei der Nahrungssuche auf dem Schlickwatt beobachten.

Nur knapp die Hälfte der ehemaligen Weseraue, also des Bereiches, der regelmäßig oder bei Hochwasser überflutet wird, ist heute insgesamt noch vorhanden. Mit dem Warflether Arm liegt Besuchern vom Deich aus ein solches Überbleibsel der historischen Weseraue, naturnahes, tidebeeinflusstes Vorland, zu Füßen.

Warflether Sand und Warflether Arm, die sich nach Norden anschließende Juliusplate und weitere Vordeichs- und Wasserflächen der Weser sind allesamt Bestandteil des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 – und damit immerhin von europäischer Bedeutung für den Naturschutz.

Auwälder waren entlang der Weser weit verbreitet, bevor Deiche gebaut wurden. Heute sind die wenigen Überreste, wie auf dem Warflether Sand, eine Kostbarkeit (Foto: Landkreis Wesermarsch).

Auwälder waren entlang der Weser weit verbreitet, bevor Deiche gebaut wurden. Heute sind die wenigen Überreste, wie auf dem Warflether Sand, eine Kostbarkeit (Foto: Landkreis Wesermarsch).

Groß ist der Warflether Sand nicht, dafür findet man hier verwunsche Vielfalt (Foto: Landkreis Wesermarsch).

Groß ist der Warflether Sand nicht, dafür findet man hier verwunsche Vielfalt (Foto: Landkreis Wesermarsch).

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