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Langwarder Groden

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Hafen Fedderwardersiel
Ziel:Hafen Fedderwardersiel
Länge:13,26 km
Barrierefreiheit:Die Tour ist nicht barrierefrei.
Anfahrt:Ein Parkplatz befindet sich östlich des Hafens am Ende der Sielstraße in Richtung Campingplatz.

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Informationen zur Tour

Der Langwarder Groden zwischen den Mündungen von Weser und Jade ist einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung im Butjadinger Land. Überwiegend auf dem Sommer- und dem Seedeich kann man den Groden von Fedderwardersiel aus umrunden. Ein Fernglas sollte auf der Tour nicht fehlen.

Zugang zum Groden bei Fedderwardersiel.

Zugang zum Groden bei Fedderwardersiel.

Naturgeprägte Vordeichsbereiche mit Salzwiesen, die Weite der Wattflächen und die ständigen Veränderungen durch den Gezeitenwechsel prägen die Landschaft am Langwarder Groden wie an der gesamten Butjadinger Nordküste.

Mit seinem unbedeichten Salzwiesen-Vorland und dem durch einen Sommerdeich geschützten Sommergroden ist der Langwarder Groden Bestandteil des Nationalparks Wattenmeer; als Nahrungs- und Rastgebiet ist er für viele Vogelarten von internationaler Bedeutung.

Nimmt man auf der Westseite des Krabbenkutterhafens von Fedderwardersiel vor dem letzten Haus den Weg links hinauf, findet man sich hinter einem Weidezaun unversehens in der Stille der Salzwiesen an der Wattkante wieder.

Die Salzwiesen sind hier im Außengroden artenreich. Knapp unterhalb der Hochwasserlinie gedeihen der essbare Queller, der sich im Herbst knallrot färbt, und das Schlickgras, etwas weiter oberhalb blühen im Sommer vom Weg aus gut sichtbar Strandflieder und Strandaster, und noch weiter oberhalb findet man Strandbeifuß, Grasnelke und Rotschwingel.

Zu den Zugzeiten finden sich hier in den Salzwiesen und den hochliegenden Wattflächen große Schwärme von Alpenstrandläufern, Austernfischern, Großen Brachvögeln und Ringelgänsen ein.

Die Pütten, Entnahmestellen für Kleiboden zum Deichbau, an denen der Weg entlang führt, sind besondere Anziehungspunkte für die Vogelwelt, denn sie bieten den Wat- und Wasservögeln reichlich Nahrung. Besonders die schwarz-weiß gefiederten, eleganten Säbelschnäbler sind hier häufig anzutreffen. Zusammen mit Lachmöwen bilden sie in den oberen Salzwiesen Brutkolonien.

Hinter den Pütten schwingt der Pfad landeinwärts. Hier kann man auf dem Seedeich zurücklaufen nach Fedderwardersiel oder sich auf den Sommerdeich begeben, der dann zwischen den Salzwiesen und dem durch Gehölze aufgelockerten Langwarder Sommergroden die Route vorgibt, bis das Ende des Langwarder Grodens erreicht ist.

Im Sommergroden, dessen Flächen überwiegend nicht mehr dem natürlichen Gezeitengeschehen unterliegen, brüten Arten wie Rotschenkel und Wiesenpieper, Kiebitz und Uferschnepfe. Der Viehbesatz ist hier verringert, die Düngung eingeschränkt und gemäht wird spät, um den Wiesenvogelnachwuchs nicht zu gefährden.

Wenn der Sommerdeich wieder auf den höheren Seedeich mündet, geht es auf dessen grasiger Krone weiter, bis der Scheitelpunkt der Tour erreicht ist: ein Abzweig zu einem Vogelbeobachtungsweg durch die Salzwiesen zur Wasserkante. Von hier aus geht es entweder auf dem Seedeich oder auf demselben, landschaftlich schöneren Weg auf dem Sommerdeich zurück nach Fedderwardersiel.

Vor der Tour oder im Anschluss lohnt sich ein Besuch des Nationalparkhauses am Fischereihafen von Fedderwardersiel, wo unter anderem Wattwanderungen gebucht werden können.

Diese Tour liegt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

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