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Wachholderwald bei Schmarbeck

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz an der Kreisstraße 16 nordöstlich von Schmarbeck
Ziel:Parkplatz an der Kreisstraße 16 nordöstlich von Schmarbeck
Länge:3,66 km
Anfahrt:Anreise mit dem Auto:
Den Wachholderwald finden Sie 3 km entfernt von Faßberg, in nordöstlicher Richtung kurz hinter Schmarbeck. An der Kreisstraße 16 befindet sich ein kleiner Parkplatz.

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Informationen zur Tour

Der Wachholderwald bei Schmarbeck lockt auf Rundwanderwegen mit baumförmig gewachsenen Wachholdergestalten, weiten Flächen mit Zwergstrauchheiden und sogar mit einem Gipfelkreuz...

Auf ärmsten Standorten glücklich: Der Gemeine Wachholder. Bei Schmarbeck wächst er bis zu 5 m hoch und formt ganze Gebüsche (Foto: BIOS).

Auf ärmsten Standorten glücklich: Der Gemeine Wachholder. Bei Schmarbeck wächst er bis zu 5 m hoch und formt ganze Gebüsche (Foto: BIOS).

Bei Schmarbeck bildet der Wachholder, ein typischer Heidebewohner, eigentümlich geformte, waldartige Bestände, die im Landkreis Celle nur an wenigen Orten zu finden sind.

Die mal dickbauchigen, mal schlank nach oben strebenden, trichterartigen oder flach-bodennahen Gestalten am Wegesrand sind urwüchsige Relikte vergangener Landnutzungsformen, meist ausgedehnter Schafhutungen. Jahrhundertelang galt der Gemeine Wachholder als lästiges Weideunkraut. Als die Heidebauernwirtschaft aufgegeben wurde, und die Heideflächen brachfielen, konnte sich der Wachholder dann besser entwickeln, als es wohl so manchem Heidebauern lieb gewesen wäre, manchmal bis hin zum Wald.

Heute wird den Wachholderheiden mit ihren charakteristischen Pflanzen- und Tierarten nicht nur in Deutschland, sondern sogar in der gesamten EU ein ganz eigener Wert zuerkannt, und die Bestände werden bewusst erhalten.

Damit also nicht in Windeseile Wald entsteht, werden auch die Schmarbecker Flächen hin und wieder mit Schafen beweidet und auch teilweise entbuscht; nur dann bleiben sie strukturreich und sind durchsetzt von Ginster und Krähenbeere, Heidelbeere, Preiselbeere und auch einzelnen offenen Sandflächen. Über diese Arbeitseinsätze freuen sich auch typische tierische Bewohner wie Ziegenmelker und Heidelerche, Zauneidechse und Kreuzotter.

Neben dichten, waldartigen Wachholderbeständen sind in der welligen Geestlandschaft östlich von Schmarbeck Flächen mit weiträumigem Charakter zu erleben. Hier gibt die Besenheide den Ton an und überzieht im August große Flächen purpurrot. Diese Flächen finden sich besonders um den 92 m hohen, mit einem Gipfelkreuz ausgestatteten Faßberg, der 1933 dem gleichnamigen Ort seinen Namen gab.

Besonders stimmungsvoll ist ein Besuch des Wachholderwaldes vor Sonnenaufgang oder an einem Herbstmorgen.

Die größten Waldholderbestände auf Zwergstrauchheiden in Niedersachsen finden Sie übrigens etwas weiter nördlich, im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide.

Diese Tour liegt im Naturpark Südheide.

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