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Buchen, Salz und Buntsandstein – Spaziergang am Südrand des Dorm

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Beienrode
Ziel:Beienrode
Länge:4,58 km
Kartenmaterial:FEMO-Radwanderkarte "Lutterheide und Lutterspring".
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Informationen zur Tour

4 Kilometer lange Rundtour am Südrand des Höhenzuges "Dorm" und gleichnamigen Waldgebietes nordwestlich von Königslutter. Eine Salzstelle mitten im Binnenland, ein Buntsandsteinaufschluss und der naturnahe Buchenwald des Dorm sind Höhepunkte der Tour.

Am Dorm sichert die Stiftung Naturlandschaft die Biologische Vielfalt von Wildkrautäckern (Foto: FEMO e.V.).

Am Dorm sichert die Stiftung Naturlandschaft die Biologische Vielfalt von Wildkrautäckern (Foto: FEMO e.V.).

Die Spazierroute am sonnigen Südrand des Dorm wartet mit vielfältigen Naturerlebnissen auf. Geologie und Pflanzenartenvielfalt stehen dabei im Mittelpunkt.

Als Einstieg bietet sich die Aussichtsplattform ganz in der Nähe von Beienrode an. Der Blick fällt auf den Waldrücken des Dorm, auf dem der Betrachter selber steht, und über die Hügellandschaft des Naturparks Elm-Lappwald mit dem Elm, gen Süden als flacher Buckel in der Landschaft erkennbar; auch das Naturschutzgebiet Lutterlandbruch ist gut zu sehen.

Die erste Besonderheit des Weges befindet sich ganz in der Nähe des Aussichtsturms: eine Salzhalde aus Zeiten des ehemaligen Kalibergbaus. Inzwischen hat sich der ehemalige Abraum zu einer raren Salzstelle im Binnenland Niedersachsens entwickelt. Über 200 Pflanzenarten und eine große Zahl von Vogelarten sind hier zu Hause. Unter anderem können an der Salzhalde bei Beienrode Arten bewundert werden, die sonst nur an den Meeresküsten zu sehen sind, darunter die Strandaster und der im Herbst rot leuchtende Queller. Die kleinflächig wechselnden, insgesamt trockenen und warmen Standortbedingungen im Umfeld der Salzhalde bieten noch weiteren besonderen Arten ein Refugium: In den Sommermonaten duften die Blütenteppiche des Wilden Thymians und werden von Schmetterlinge belagert; der gelbe Klappertopf ist mit seinen hellgelben Blüten nicht zu übersehen.

Eine ähnliche Augenweide ist im Sommer die Farbenpracht der Ackerwildkräuter auf einer Fläche im Eigentum der Stiftung Naturlandschaft, an der der Weg entlang führt. Die Vielfalt der Ackerwildkräuter, wie sie jahrhundertelang auf den Feldern anzutreffen war, ist heute durch die moderne Landwirtschaft stark dezimiert. Am Dorm kann man den Anblick von Ackerwildkrautvielfalt genießen. Die Stiftung fördert und erhält in diesem Ackerreservat stark gefährdete Ackerwildkräuter, wie Acker-Rittersporn und der rot blühende Acker-Gaucheil.

Für kurze Zeit verläuft der Weg unter Bäumen, und der Dorm ist als großer, in Teilen naturnaher Buchenwald erlebbar. Unter den Waldrücken der ostbraunschweigischen Hügellandschaft ist er ein besonderes Kleinod, denn seine biologische und geologischen Vielfalt sind einzigartig. Kalk und Sandstein haben ihm eine besondere Prägung gegeben und eine Vielfalt von Lebensräumen entstehen lassen, darunter auch so bizarre Mini-Biotope wie Kalktuffquellen und Erdfallteiche. Spaziergänger haben hier heute die Ehre, in einem Gebiet unterwegs zu sein, das von europaweiter Bedeutung für den Naturschutz ist.

Diese Tour liegt im Naturpark Elm - Lappwald.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Exkursion am Buntsandsteinaufschluss (Foto: FEMO e.V.).

Exkursion am Buntsandsteinaufschluss (Foto: FEMO e.V.).

Auf der Salzhalde reibt man sich ungläubig die Augen: Hier wachsen Pflanzen, die man sonst nur vom Nordseeurlaub kennt (Foto: FEMO e.V.)

Auf der Salzhalde reibt man sich ungläubig die Augen: Hier wachsen Pflanzen, die man sonst nur vom Nordseeurlaub kennt (Foto: FEMO e.V.)

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