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Naturschutzgebiet "Großes und Weißes Moor"

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz östlich des Großen Bullensees
Ziel:Parkplatz östlich des Großen Bullensees
Länge:4 Streckenvarianten mit Längen zwischen 1,5 km und 11,5 km
Barrierefreiheit:Die Tour ist barrierefrei. Die "Kleine Bullenseerunde" (Länge: 1,5 km) ist barrierefrei gestaltet.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Siehe Flyer zum Download.

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Informationen zur Tour

Das Große und Weiße Moor gehört zu den am besten erhaltenen Hochmooren Nordwestdeutschlands.
Vier unterschiedlich lange Rundwege führen durch das gleichnamige Naturschutzgebiet.
Besonders kleine Leute können zudem in der Moorerlebniszone am Bullensee ungewöhnliche Dinge testen – wo gibt es zum Beispiel sonst die Gelegenheit, sich mit einem federnden Stab durchs Moor zu schwingen...?

Früher nahmen die Menschen einen Stab mit ins Moor, um feuchte Stellen zu überwinden - in der Moorerlebniszone kann man diese Fertigkeit selber ausprobieren (Foto: Nabu Rotenburg).

Früher nahmen die Menschen einen Stab mit ins Moor, um feuchte Stellen zu überwinden - in der Moorerlebniszone kann man diese Fertigkeit selber ausprobieren (Foto: Nabu Rotenburg).

Neben großflächigen Moorwäldern prägen wenig beeinträchtigte, naturnahe Hochmoorflächen das Große und Weiße Moor. Einige der seltenen, zum Teil hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten der Hochmoorflächen sind direkt vom Weg zu sehen, darunter Sonnentau, der mit drei Arten im Gebiet vertreten ist, Wollgräser und Rosmarinheide, Moorfrösche und der Hochmoorbläuling, außerdem die für den Menschen ungefährliche Ringelnatter und die Kreuzotter.

Den Arten kommt zugute, dass das Moor von Abtorfungen bis auf wenige Handtorfstiche verschont bliebt; nichtsdestotrotz ist es über Jahrhunderte entwässert worden, um Teile des Gebietes landwirtschaftlich nutzbar zu machen, und diese Maßnahmen haben das empfindliche Ökosystem gestört.

Seit dem Jahr 2000 kann man nun der Wiederentstehung des Moores zusehen, denn Vernässungsmaßnahmen lassen die Torfmoose wieder wachsen. Bis aber wieder ein lebendes Hochmoor entsteht, wird viel Zeit vergehen, denn Hochmoore wachsen nur einen halben bis einen Millimeter pro Jahr in die Höhe.

Ein Aussichtsturm bietet mit Glück den Anblick von Kranichen, die im Gebiet brüten, vielleicht schauen auch Mäusebussard, Sperber oder Rohrweihe vorbei oder Besucher erleben hier im Oktober die ergreifende Damwildbrunft.

Für Kinder ist neben der Vielfalt am Wegesrand die Moorerlebniszone südlich vom Großen Bullensee interessant: Hier kann man durch ein Spinnnetz klettern, den Barfußpfad und die Schwingrasenbrücke ausprobieren, und sich - wie in früheren Zeiten - mit einem Stab durchs Moor schwingen.

Der NABU Rotenburg bietet mehrmals jährlich Exkursionen in die zentralen Bereiche des Moores an.

Diese Tour liegt im Naturschutzgebiet Großes und Weißes Moor.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Schwingrasenbrücke in der Moorerlebniszone (Foto: Nabu Rotenburg).

Schwingrasenbrücke in der Moorerlebniszone (Foto: Nabu Rotenburg).

Moorfrösche - in der Balzzeit Ende März sind die Männchen blau gefärbt.

Moorfrösche - in der Balzzeit Ende März sind die Männchen blau gefärbt.

Weitere Informationen als PDF herunterladen Flyer mit allen Wanderwegen

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