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Natur erleben im "Alten Steinbruch Liekwegen"

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz an der Liekweger Straße (L447)
Länge:2,84 km
Barrierefreiheit:Die Tour ist barrierefrei.
Anfahrt:Sie erreichen den nördlichen Zugang über die L 447 (Liekweger Straße), wo auch Behindertenparkplätze zur Verfügung stehen. Über den Ort Wendthagen gelangen Sie zu dem östlichen Zugang an der Schutzhütte Brandshof.
Flyer liegen an den Eingangsbereichen bereit.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.

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Informationen zur Tour

Spazierweg und Naturerlebnispfad durch das Naturschutzgebiet "Alter Steinbruch Liekwegen", einem ehemaligen Sandsteinbruch mit einer großen Pflanzen- und Tierartenvielfalt.

Die Artenvielfalt des ehemaligen Steinbruchs kann nur erhalten werden, wenn hier kein Wald entsteht. Ponys sind dafür im Einsatz (Foto: B. Scheel).

Die Artenvielfalt des ehemaligen Steinbruchs kann nur erhalten werden, wenn hier kein Wald entsteht. Ponys sind dafür im Einsatz (Foto: B. Scheel).

Der ehemalige Sandsteinbruch am nördlichen Rand der Bückeberge bietet Naturliebhabern intensive Hör- und Seherlebnisse. Bei Liekwegen hat sich auf kleinstem Raum ein Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen entwickelt, die für bedrohte Arten zur Ersatzheimat geworden sind, darunter Rohboden- und Brachflächen, Trockenrasen und Tümpel.

Die Vielfalt und Schönheit der hier lebenden Tiere und Pflanzen ist im Sommer nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören: Die Purpurfarbe der Büschelnelke springt ins Auge, gebannt lauscht man dem melodischen Singflug des Baumpiepers und dem leisen, melancholischen Flöten der Gelbbauchunke, das vor allem nach heftigen Regenfällen und Gewittern zu hören ist. Daneben sind auch seltene Insektenarten wie der Schwalbenschwanz und die blauflüglige Ödlandschrecke hier zu finden.

Nach Ende des Abbaus im Steinbruch Liekwegen drohte ihm die Rekultivierung: Wie vielerorts sollte der Steinbruch mit Erde verfüllt und aufgeforstet werden. Doch eine vom Aussterben bedrohte Amphibienart, die Gelbbauchunke, wurde entdeckt. Früher in ihrem Verbreitungsgebiet eine Allerweltsart, ist die Gelbbauchunke heute eine Seltenheit. Im Landkreis Schaumburg war sie 1999 fast ausgestorben. Zum Schutz ihres Lebensraums erwarb der Landkreis Schaumburg deshalb das 22 Hektar große Gelände. Der NABU Kreisverband Schaumburg koordiniert die Pflegemaßnahmen, mit denen das Gelände offen gehalten wird.

Mitmachstationen am Wegesrand bieten kleinen und großen Leuten die Möglichkeit, die Charakterarten des Naturschutzgebietes kennen zu lernen.

Diese Tour liegt im Naturpark Weserbergland.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programmes "Natur erleben" gefördert.

Dieses Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Für einen genaueren Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des ehemaligen Steinbruchs bietet sich eine Führung mit dem NABU an.

Für einen genaueren Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des ehemaligen Steinbruchs bietet sich eine Führung mit dem NABU an.

Die Gelbbauchunke findet hier genau das, was sie braucht: Lehmige Pfützen und Kleintümpel (Foto: B. Scheel).

Die Gelbbauchunke findet hier genau das, was sie braucht: Lehmige Pfützen und Kleintümpel (Foto: B. Scheel).

Weitere Informationen als PDF herunterladen Faltblatt Naturerlebnispfad Steinbruch Liekwegen

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