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Naturschutzgebiet Ilkerbruch

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:38448 Ilkerbruch, an der K 114
Ziel:38448 Ilkerbruch, an der K 114
Länge:6,73 km

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Informationen zur Tour

Rundweg um den Ilkerbruch. Das Naturschutzgebiet gilt mit seinen Feuchtwiesen und Wasserflächen als einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung in der Region Wolfsburg. Ein Fernglas sollte deshalb im Rucksack nicht fehlen.
Auf angrenzenden Flächen können robuste Heckrinder und Wildpferde bei ihrem Einsatz als Landschaftspfleger beobachtet werden.

Der Ilkerbruch hat mit seinen großen Wasserflächen und Feuchtgrünländern große Bedeutung für Brut- und Rastvögel.

Der Ilkerbruch hat mit seinen großen Wasserflächen und Feuchtgrünländern große Bedeutung für Brut- und Rastvögel.

Wem der Sinn nach Vogelbeobachtungen steht, der ist im Ilkerbruch richtig. Eine Umrundung des Naturschutzgebietes im Aller-Urstromtal bietet nicht alltägliche Einblicke in die heimische Vogelartenvielfalt.

Mit ihren Wasserflächen, Röhrichtzonen, Feuchtwäldern und dem vernässtem Grünland sind das Naturschutzgebiet und die nach Nordosten angrenzenden Flächen mitsamt ihrer Tierwelt sogar von europaweiter Bedeutung für den Naturschutz.

Auch wer kein erfahrener Ornithologe ist, kann hier mit Glück und Geduld im Jahresverlauf schöne Beobachtungen machen. So jagen im Frühjahr zur Zugzeit die farbenprächtigen Löffelenten über den See. Auf der Wasseroberfläche kann man im März die spektakulären Balz-Choreographien der Haubentaucher verfolgen.

Ab Ende April zählt der ausdauernde Gesang des Teichrohrsängers zur alltäglichen Klangkulisse im Ilkerbruch. Bis in den Oktober hält er sich im Schilfgürtel auf, und dass er im Volksmund Rohrspatz genannt wird, leuchtet schnell ein. Auch Bachstelzen sind häufig zu sehen, oft als Besucher am flachen Wasser, während Beutelmeisen zwar im Ilkerbruch zu Hause sind, aber meist im Verborgenen bleiben; der Rohrkolben der Röhrichte liefert Material für ihre ungewöhnlichen Kugelnester.

Eine seltene Art, die sich ganzjährig im Ilkerbruch aufhält, ist der Seeadler; beim Blick vom Beobachtungsstand nördlich der großen Wasserflächen kann er mit einem Fernglas manchmal auf einer freistehenden Eiche Richtung Westen gesichtet werden. Nahrung gibt es für ihn hier mit Fischen und Wasservögeln reichlich.

Den Weißstorch erkennt jeder; er ist mit mehreren Brutpaaren im Ilkerbruch vertreten. Ein Horst befindet sich im Südwesten des Gebietes; mit einem installierten Fernrohr kann man das Brutgeschehen zwischen April und August verfolgen.

Der nahende Herbst kündigt sich im Ilkerbruch mit großen Kiebitzschwärmen ab August an, die den Abzug der Watvögel in die Winterquartiere einläuten; ab und zu lassen sich jetzt außerhalb der Brutzeit lautstark Lachmöwenfamilien im Ilkerbruch blicken, und Kraniche nutzen Flachwasserbereiche als Schlafplatz bei der Rast auf ihrem Zug nach Süden.

Pünktlich zu den ersten Frostnächten sind dann ab Mitte November die ersten Singschwäne als Wintergäste da, und auch Gänsesäger treffen als typische Wintergäste ein.

Zur Vogelbeobachtung steht neben einem Beobachtungsstand im Norden des Gebietes ein Aussichtsturm an der Südseite des Naturschutzgebietes zur Verfügung. Wer einen fachkundigen Begleiter an seiner Seite schätzt, kann eine Exkursion mit dem NABU Wolfsburg vereinbaren.

Diese Tour liegt im Naturschutzgebiet Ilkerbruch.

Häufig auf Fischfang unterwegs: Graureiher.

Häufig auf Fischfang unterwegs: Graureiher.

Robuste Heckrinder halten das Gelände offen.

Robuste Heckrinder halten das Gelände offen.

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